Die Entscheidung der vierhährigen Stuten und Wallache brachte bei den Reitponys heute mehr Spannung als erwartet. Zum Einen waren sie die Ersten, die nach dem neuen Modus eine Dressurponyprüfung der Klasse A im Finale absolvieren mussten, zum Anderen ging die spätere Siegerin einen Umweg zum Titel.
Die Veränderungen, die sich die Verantwortlichen bei Pferdesport Deutschland im Vorfeld der Bundeschampionate für die Drei- und Vierjährigen überlegt hatten wurden in den letzten Monaten heiß diskutiert. Bei den vierjährigen Reitponys sahen sich zunächst die Kritiker bestätigt. Einige Ponys waren sichtbar überfordert mit der Situation die Prüfung alleine auf dem Viereck absolvieren zu müssen. Am Ende wurde aber eine würdige Championesse gefeiert und das Pony auf dem Silberrang profitierte ganz klar vom neuen Modus.
Die Siegerin machte es spannend

Wenke Kraus und Samba Royal K WE sorgten zunächst für einen echten Schreckmoment. Kurz bevor das Paar auf das Viereck musste, stürzte die Stute und fiel sogar auf ihre Reiterin. Der Start wurde verschoben und Samba Royal zunächst einem Tierarzt vorgestellt. Der gab sein O.K. und so durften die Beiden am Ende der Prüfung an den Start gehen. Wenke Kraus, die sich bei dem Sturz deutlich an der Schulter verletzte, präsentiere die Stute meisterlich und mit viel Feingefühl. „Gut, dass sie so leicht in der Hand ist. Sonst wäre das mit meinen Schmerzen tatsächlich schwierig geworden“, erzählt die Reiterin später. Die Durchlässiglkeit wurde dann auch mit einer 9,6. Den Championatstitel sicherten die Beiden sich mit der Endnote 9,02.
Silber für Disney’s Mobility
Mit einer 9,5 konnten auch Mailin Quast und Disney’s Mobility im Bereich Durchlässigkeit überzeugen. Mit einer äußerst harmonischen Vorstellung zeigte das Paar, was die Idee hinter den Änderungen für die Prüfungen in dieser Altersklasse war: Altersgerechtes und harmonisches Reiten. Mit ihrer sicheren Vorstellung sammelten sie zusätzliche Punkte und konnten sich im Vergleich zur Reitponyprüfung in der Finalqualifikation deutlich steigern. Am Ende freuten sie sich mit 8,66 über Silber.
Rheinland im Doppelpack


Bronze sicherte sich mit Patricia Gehre eine rheinische Reiterin auf einem rheinischen Pony. Aus der Erfolgszucht von Hermann Arts präsentierte sie mit Ghostkeeper ein bewegungsstarkes Pony, der besonders im Trab zu überzeugen wusste. Ein Blick auf das Pedigree lässt wahrscheinlich besonders das Herz der Reiterin höher schlagen, denn bereits mit Ghostkeepers Vater Goldecht P konnte Gehre schon in Warendorf an den Start gehen.





