Ja, Prrrooost! Am Sonntag werden wir sehen, ob Otto Becker und sein Team erneut im Champagner baden können. Foto: FEI/Leanjo de Koster
Ja, Prrrooost! Am Sonntag werden wir sehen, ob Otto Becker und sein Team erneut im Champagner baden können. Foto: FEI/Leanjo de Koster

League of Nations Finale: Sandra Auffarth mit dabei

Ja, Prrrooost! Am Sonntag werden wir sehen, ob Otto Becker und sein Team erneut im Champagner baden können. Foto: FEI/Leanjo de Koster
Ja, Prrrooost! Am Sonntag werden wir sehen, ob Otto Becker und sein Team erneut im Champagner baden können. Foto: FEI/Leanjo de Koster

Deutschland ist Titelverteidiger, wenn es dieses Wochenende im Real Club de Polo von Barcelona um das Finale der FEI League of Nations der Springreiter geht. Fünf Reiter hat Bundestrainer Otto Becker mit nach Spanien genommen. Antreten werden letztlich vier. Mit dabei: die Vielseitigkeitsolympiasiegerin Sandra Auffarth.

Nachdem Sandra Auffarth mit ihrem EM-Bronzemedaillengewinner Viamant du Matz im vergangenen Jahr eigentlich für die Olympischen Spiele in Paris nominiert war, aber den französischen Wallach vorher zurückziehen musste, hat sie sich zumindest auf internationalem Parkett ganz auf ihre Springpferde konzentriert und war dabei hoch erfolgreich. Vor allem mit Quirici H, jenem 14-jährigen Hannoveraner Quaid-Sohn, der ihr einst deutlich zu verstehen gegeben hat, dass er von allzu intensiver gymnastizierender Dressurarbeit nicht viel hält und sich nachdem das geklärt war, zu einem Fünf-Sterne-Springpferd bester Sorte entwickelt hat. Erst vor kurzem waren die beiden bestes deutsches Paar bei der League of Nations-Etappe in St. Tropez und davor doppelnull im Nationenpreis von Dublin. Nun gehören sie zu jenen fünf Auserwählten, die Otto Becker für das prestigeträchtige und lukrative Finale (1,6 Millionen Euro Preisgeld) der FEI League of Nations in Barcelona auserkoren hat.

Ebenfalls bereits in Spanien eingetroffen sind die EM-Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft, Marcus Ehning und Sophie Hinners, außerdem Olympiasieger Christian Kukuk und Einzeleuropameister Richard Vogel. Damit sind zwei der Sieger vom Vorjahr im Team: Vogel und Kukuk. Damals ritten sie Seite an Seite mit André Thieme und Jana Wargers. Sophie Hinners gehört dieses Jahr zu den Reitern mit den meisten Null-Fehler-Ritten in der Serie. Bei 90 Sprüngen, die sie gemacht hat, hat sie nur einen Abwurf gehabt.

Die Konkurrenz

Die britischen Olympiasieger zählen zweifelsohne zu den ganz großen Konkurrenten, haben sie doch unter anderem die letzte Qualifikation in St. Tropez für sich entschieden und das noch nicht mal mit ihren stärksten Paaren. Nach Barcelona schickt Equipechefin Di Lampard ihre drei Olympiareiter Ben Maher, Harry Charles und Scott Brash, der bei der EM in La Coruña bekanntlich zudem zwei Silbermedaillen gewinnen konnte. Sein Teamkollege der EM, Donald Whitaker, gehört ebenfalls zu Lampards Auswahl. Außerdem Newcomer Adrian Whiteway, der in St. Tropez den Sieg für die Briten gesichert hatte.

Belgiens Equipechef Peter Weinberg baut auf sein bewährtes Team, das vor wenigen Wochen EM-Gold geholt hatte: Nicola Philippaerts, Thibeau Spits und Gilles Thomas. Anstelle von Pieter Devos hat er zudem Gregory Wathelet benannt. Sie reisen nur zu viert an.

Die Iren, die in Abu Dhabi siegreich gewesen waren, werden in Barcelona durch Bertram Allen, Trevor Breen, Michael Pender, Sean Monaghan sowie die Final-Neulinge Neal Fearon und Billy Twomey vertreten.

Für Italien wird es das erste Mal sein, dass sie im Finale dabei sind. Sie bauen auf Piergiorgio Bucci, der wie Sophie Hinners zu den Reitern mit den meisten fehlerfreien Ritten zählt, zusammen mit Emanuele Camilli, Giacomo Casadei, Giulia Martinengo Marquet und Paolo Paini.

Das US-Team von Robert Ridland, immer gut für einen Sieg, setzt sich aus Carl Cook, Laura Kraut, Alex Matz, Callie Schott und Alessandra Volpi zusammen.

Die Niederlande, die bei der Qualifikation in Rotterdam einen Heimsieg verbuchen konnten, werden vertreten durch Willem Greve, Bas Moerings, Johnny Pals, Frank Schuttert und Sanne Thijssen.

Spanien sind als Gastgeber ebenfalls eingeladen. Mariano Martinez Bastida, Santiago Nuñez Riva, Imma Roquet Autonell, Iván Serrano Sáez und Armando Trapote sind die Hoffnungsträger.

Morgen geht es los mit dem Sport in Barcelona. Start- und Ergebnislisten gibt es hier.

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