
Das Hamburger-Derby ist bei Familie Tillmann ein echtes Familienprojekt. Vor 13 Jahren gewann Gilbert Tillmann mit dem unvergessenen Hello Max mit dem Hamburger Derby eine der berühmtesten Springprüfungen der Welt. Nun triumphierte sein Bruder Frederic Tillmann in diesem besonderen Springen.
„Stolzer kann ich gar nicht sein“, so das erste Fazit von Frederic Tillmann, der lange auf diesen Sieg hingearbeitet hat. 2024 war es für das Paar mit Rang zwei bereits knapp, ein Jahr später wurden sie Vierte und in diesem Jahr galoppierten die Beiden als 18. Paar in den schwersten Parcours der Welt. Lange sah es so aus, als würden sie die Prüfung ohne Stechen gewinnen können. André Thieme, der als Favorit gehandelt wurde und selbst den Sieg ganz klar ins Auge gefasst hatte, wurde ausgerechnet das niedrigste Hindernis im Parcours zum Verhängnis. Für ihn wurde es am Ende Rang drei.

Spannung bis zum Schluss
Ausgerechnet der 32. und damit letzte Starter brachte dann noch einmal richtig Spannung in den Derby-Sonntag. Lokalmatador Simon Heineke hatte mit dem 18 jährigen Corillo ein Pferd gesattelt, welches den berühmten Eichenkranz in der Siegerehrung bereits tragen durfte. Der Wallach hatte das Derby 2019 gemeinsam mit Nisse Lüneburg gewonnen. Nun unter Simon Heineke unterwegs lieferte er die zweite Nullrunde und somit war klar: Der Sieg wird in einem spannenden Stechen ausgefochten. Frederic Tillmann und sein 12jähriger Cellestial-Sohn legten gut vor. Fehlerfrei beendeten sie das Stechen nach 54,84 Sekunden und setzten Simon Heineke und Corillo damit entsprechend unter Druck. Die galoppierten nach 59,87 Sekunden mit 11 Strafpunkten im Gepäck über die Ziellinie und wurden damit Zweiter.
Seit sechs Jahren sitzt Frederic Tillmann im Sattel von DSP Comanche VL. Seitdem haben sie sich über Jungpferdeprüfungen bis hin in die schweren internationalen Springen kontinuierlich vorgearbeitet. Letztes Jahr war allerdings auch Tillmanns Tochter Madlin im Sattel des Wallachs auf Turnieren erfolgreich. Madlin, die man als Europameisterin im Dressursattel kennt, ritt einige nationale Prüfungen mit ihm. Parallel bereitete Frederic Tillmann den Braunen aber auch wieder auf den im Hause Tillmann wichtigsten Auftritt des Jahres vor: Das Hamburger Derby. Und diese Vorbereitungen wurden in diesem Jahr mit dem lang ersehnten Sieg gekrönt.
In den Qualifikationsprüfungen fürs Derby galoppierten Tillmann und DSP Comanche VL übrigens zu den Plätzen neun und fünf. Außerdem sicherte sich der Reiter gemeinsam mit Classe Pour Toi FRH Rang drei im Eröffnungsspringen.

Sieg im Amateur Derby
Bevor die Profis am Sonntag auf den großen Derby-Platz galoppieren gibt es in Hamburg immer auch internationale Prüfungen für Amateure. Dort konnten auch in diesem Jahr wieder Melanie Melissa Angenendt und Melina Savvidis überzeugen. In der Large-Tour sicherte sich Melanie Melissa Angenendt im Sattel von Carola nach einer fehlerfreien Runde den Sieg. Auf Rang zwei folgten nach einer ebenfalls fehlerfreien Runde Melina Savvidis und Continit Quick. Savvidis konnte zuvor bereits eine Prüfung im Sattel von Horatio gewinnen und sich mit ihm außerdem einen vierten Platz sichern. Auch Conitini Quick sammelte mit und sieben weitere Schleifen in Hamburg. Die Amateur-Derby-Siegerin Melanie Melissa Angenendt startete mit Rang fünf (Carola) und zehn (Candy Crush) ebenfalls erfolgreich in das Wochenende.





