
Zu den vielen auffallenden Pferden, die der dänische Pferdezuchtverband in den vergangenen Jahren zu den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde geschickt hat, zählte die Revolution-Tochter Valerie B. In Ankum gab sie gestern ihr Debüt in Klasse S unter einem neuen Reiter.
Patrik Kittel hat die Zügel der nun siebenjährigen Valerie B übernommen. Die Stute gehört dem Stall Helgstrand, mit dem der schwedische Olympiareiter bekannt kooperiert. Ihre bisherigen Erfolge hatte Valerie B allesamt mit Anne-Mette Strandby Hansen errungen. Mit ihr war sie vierjährig dänische Jungpferdechampionesse und nahm fünf- und sechsjährig an den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde teil, wo sie bei beiden Gelegenheiten die jeweilige Qualifikation gewann und im Finale Vierte wurde. 2023 kam sie dabei auf 94,80 und 88 Prozent, 2024 auf 90,8 und 87,20 Prozent.
Die WM 2024 war das letzte Turnier der Stute, die sich durch viel Go und Energie auszeichnet. Gestern tauchte sie unter Patrik Kittel in Ankum wieder auf, wo eine S-Dressur für sieben- bis neunjährige Nachwuchspferde ausgeschrieben war. Es war der erste Turnierauftritt für Valerie B. Der verlief sehr erfolgreich. Sie gewann die Prüfung mit stattlichen 74,405 Prozent und über vier Prozent Vorsprung auf den Rest des Feldes.
Sieger Nummer zwei
Nicht nur mit Valerie B war Patrik Kittel in Ankum erfolgreich. Zuvor hatte er in der S3 erstmals den ebenfalls erst siebenjährigen Hannoveraner Hengst Zanetti vorgestellt. Der Zoom-Sohn aus der Zucht von Heinrich Aarnink war Prämienhengst der westfälischen Hauptkörung 2020 und gehört ebenfalls Helgstrand Dressage.
Zanetti begann seine sportliche Karriere unter Mareike Mimberg-Hess dreijährig mit einem Sieg in einer Reitpferdeprüfung. Das blieb zunächst der einzige Turnierauftritt des Dunkelbraunen in Deutschland. Danach wechselte er nach Dänemark, wo er seine Hengstleistungsprüfung ablegte und mit Merita Hagren im Sattel vier- und fünfjährig mehrfach in Dressurpferdeprüfungen platziert war. 2024 ging der Hengst keine Turniere.
Im Juni dieses Jahres war er dann erstmals wieder in Deutschland am Start und hatte eine neue Reiterin: Patrik Kittels Stallreiterin Malin Wahlkamp-Nilsson. Mit ihr gewann er in Hamminkeln seinen ersten Prix St. Georges. Gestern folgte nun der erste Auftritt unter Patrik Kittel, den er ebenfalls für sich entscheiden konnte. Mit 73,373 Prozent ließ er das Pferd hinter sich, das man als den Kleine-Tour-Spezialisten des CHIO Aachen bezeichnen könnte: den Hannoveraner Wallach Quizmaster FRH.
Der einstige Bundeschampion war im Stall Kasselmann von Frederic Wandres geritten worden, den er fünfmal zum CHIO Aachen begleitet hat und dabei dreimal den Prix St. Georges und zweimal die Intermédiaire I gewann. Wenn er die Ehrenrunde nicht anführte, war er zweitplatziert. Nun wurde „Quizzi“ in Ankum von einer neuen Reiterin vorgestellt, der belgischen U25-Reiterin Beduine Pieters. Mit 71,429 Prozent reihten die beiden sich hinter Kittel und Zanetti ein.





