
Nun ist es offiziell: Es wird keinen CHI Donaueschingen unter der Ägide der Agentur Schafhof Connects GmbH & Co. KG mehr geben.
2024 erlebte der traditionsreiche CHI Donaueschingen, das Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier, ein Revival unter der Ägide der Veranstaltungsagentur Schafhof Connects, hinter der die Familie Rath/Linsenhoff steht. Unter anderem fand hier das Finale des Piaff-Förderpreises statt. So hätte es auch dieses Jahr geschehen sollen. Alles war bereit, zur letzten Pressekonferenz war unter anderem Aachen-Sieger Martin Fuchs erschienen, um mitzuteilen, wie sehr er sich auf einen Start in Donaueschingen freue. Vom 18. bis 21. September war das Turnier geplant gewesen. Doch drei Wochen vorher sagte Schafhof Connects das Turnier ab. Das Starterfeld sei nicht so hochkarätig wie erhofft, hieß es. Die Entscheidung sei in enger Absprache mit der Stadt Donaueschingen und dem Fürstenhaus als ursprünglichem Initiator und Namensgeber der Veranstaltung getroffen worden. Man wolle seine Kräfte bündeln und sich auf 2026 konzentrieren.
Nun berichtet der SWR, der an dem Wochenende eigentlich live aus dem Schlosspark übertragen hätte, dass die Stadt Donaueschingen und die Agentur Schafhof Connects die Zusammenarbeit beenden. Eine Pressemitteilung von Seiten der Agentur gibt es bis dato nicht, aber einen Post auf Facebook, der diese Entwicklung bestätigt. Der SWR zitiert Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly (CDU): „Es ist bedauerlich, dass die beim Turnier 2024 spürbare Aufbruchstimmung nicht als Grundlage für eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit genutzt werden konnte.“
Zukunft des Turniers
Es stellt sich die Frage, wie es in Donaueschingen weitergeht. Das Turnier hat eine 70-jährige Tradition, gehörte einst zu den Klassikern im Turnierkalender. Doch in den vergangenen Jahren, in denen Global Champions Tour & Co. weniger hoch dotierten Veranstaltungen Konkurrenz machen, ist es ruhiger geworden im Schlosspark. 2022 fand das Turnier in kleinerem Rahmen statt, 2023 fiel es aus. Von daher sollte 2024 mit Schafhof Connects ein Neubeginn sein. Nun ist die Zukunft ungewiss.
Der SWR zitiert aus einer Mittelung der Donaueschingen Reitturnier GmbH, in der es heißt: „In den zuständigen Gremien wurde beschlossen, die Durchführung eines Turniers im Jahr 2026 in Eigenregie zu prüfen.“ Die „zuständigen Gremien“ sind sowohl die Stadt Donaueschingen als auch die Partner des Turniers, die nun schauen, welche Möglichkeiten es gibt, „um die Veranstaltung im kommenden Jahr durch eine gemeinsame Kraftanstrengung doch noch zu sichern“.
2026 waren Nationenpreise in Dressur und Fahren geplant. Letzteres hat in Donaueschingen eine besondere Tradition. So hat der Turnierplatz bereits zwei Europameisterschaften im Fahren gesehen, 1977 und 2019. Aber auch in Dressur und Springen wurden hier kontinentale Meisterschaften ausgetragen, 1991 in der Dressur und 2003 im Springen.





