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Trauer um Franz-Karl Peiß

Mit Franz-Karl Peiß hat die Pferdewelt einen engagierten Visionär verloren, der Jahrzehntelang den deutschen Pferdesport im Sinne der Pferde geprägt hat. In Duisburg geboren entschied er sich neben seiner reiterlichen Karriere schon früh auch als Richter und Reitlehrer aktiv zu werden. Der damalige Präsident der Deutschen Richtervereinigung für Pferdeleistungsprüfungen und Vorsitzender im Deutschen Olympischen Komitee für Reiterei, Horst Niemack wurde sein Mentor und er lernte viel über die klassische Reitausbildung. Geprägt durch zahlreiche weitere Ausbilder, die als Kavallerieoffiziere ebenfalls die klassische Ausbildung vermittelten ging er seinen Weg im Pferdesport. Dieser führte ihn 1973 in den Vorstand des Pferdesportverband Rheinland. Ab 1977 hatte er dort den stellvertretenden Vorsitz inne. Im gleichen Jahr wählte man ihn zum Vorsitzenden des Ausschusses Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Dadurch gehörte er bis ins Jahr 1997 auch dem Vorstand der FN im Bereich Sport an. In dieser Zeit war die Überarbeitung der Richtlinien Reiten und Fahren ein wichtiges Thema, an der er aktiv beteiligt war. Auf seine Initiative hin wurde in den 90er Jahren eine Arbeitsgruppe, die unter seinem Vorsitz mit den „Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes“ ein richtungsweisendes Werk für den korrekten und ethisch, sowie moralisch richtigen Umgang mit dem Pferd erarbeitete. Franz-Karl Peiß war als Fürsprecher der Pferde immer gewillt, Missstände und falsche Entwicklungen im Pferdesport beim Namen zu nennen. Für sein großes Engagement wurde er 1969 zunächst mit der Ehrennadel mit Lorbeerkranz des Pferdesportverbands Rheinland ausgezeichnet. Außerdem erhielt er die Große Medaille und die St.Georg-Plakette. Und auch die FN ehrte ihn für seine Verdienste. So erhielt er 1995 das Deutsche Reiterkreuz in Gold. Neben seinem Engagement im Pferdesport war Franz-Karl Peiß von 1969 bis 1999 im Duisburger Stadtrat auch politisch aktiv. Er wurde 1984 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Xantener wurde 89 Jahre alt. Mit ihm verliert die Reiterwelt einen engagierten Fürsprecher für das Pferdewohl und einen Richtungsweiser in Bezug auf die klassische Reitlehre und zudem einen hochengagierten Menschen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen langjährigen Weggefährten.

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