
13 Hengste verließen am vergangenen Wochenende die Holstenhallen von Neumünster mit positivem Körurteil, sechs wurden prämiert. Zum besten von allen kürte die Körkommission den Kentucky-Sohn Eichenkönig.
Es ist lange her, dass der Vater des 2025er Trakehner Siegerhengstes Neumünster ebenfalls als Champion verließ. 2009 führte kein Weg vorbei an Kentucky. Der ist längst nicht mehr in Deutschland, sondern in Mexiko beheimatet. Eichenkönig dürfte einer seiner letzten Söhne sein und wird sein Erbe nun weitergeben.
Zur Welt kam Eichenkönig im Stall des Belgiers Daniel de Charleroy. Der hatte seine Prämienstute Elize mit Kentucky angepaart. Elize ist eng verwandt mit dem Dalera BB- und Millennium-Vater Easy Game. Sie haben die gleiche Großmutter, Evita XII v. Schwadroneur-Cannon Row xx. Während Easy Game ein direkter Gribaldi-Sohn ist, ist Elize eine Tochter des Hofrat, der wiederum von Gribaldi abstammt.
Das Ergebnis war dieses Hengstfohlen, das von Philipp Klingbeil entdeckt wurde. Er mobilisierte Freunde, die sich zur Besitzergemeinschaft Eichenkönig zusammenschlossen und in Neumünster erst ihren Siegerhengst feiern konnten und dann den Zuschlagspreis von 405.000 Euro, die das Gestüt Sprehe offiziell für Eichenkönig investierte.
Zwei Reservesieger
Zum ersten Reservesieger ernannte die Kommission den braunen Goldkurs, ein Vertreter des Debütjahrgangs des Impact und vertritt bravourös den Debütjahrgang seines Vaters Impact. Die Mutter ist die Staatsprämien- und Elitestute Gardemaß v. Shavalou-Kostolany. Züchter ist Bernhard Langels, der Goldkurs auch ausstellte. Seinen neuen Besitzern aus dem Rheinland war der Youngster 61.000 Euro wert.
Der schicke Rappe Hannu Haakon v. Scaglietti aus der Helia v. Millennium-Induc wurde zum Zweiten Reservesieger ernannt. Die Mutter ist eine Vollschwester zum Elitehengst Helium, dem inzwischen nicht mehr im aktiven Deckeinsatz befindlichen Topvererber des Trakehner Gestüts Staffelde in Kremmen, der mehrere Siegerhengste in Neumünster stellte. Im Gestüt Staffelde kam auch Hannu Haakon zur Welt. Ausgestellt wurde er aber von Nicole Derlin, die ihn als Fohlen auf der Auktion entdeckte. Hannu Haakon wurde für 66.000 Euro zugeschlagen.
Prämienhengste
Zweitteuerster Hengst war bei der Auktion der ebenfalls prämierte Top Star v. Kwahu-Cadeau-Suxtus, gezogen von der Familie Gellhaar in Steinau. Die Hengsthalter Joop van Uytert (NL) und Paul Schockemöhle erhielten bei 175.000 Euro den Zuschlag.
Viele Fans hatte fuchsfarbene Lucero v. Easy Game-Rheinklang-Ivernel aus der Zucht von Stephanie Petersen, Gut Sölring, und ausgestellt durch Ralf Buhdt. Er wurde für 65.000 Euro nach Bayern verkauft.
Quasi ein Holsteiner Heimspiel hatte auch der bei Katharina Wißwe in Jersbek geborene Beeten von Allns v. Tecumseh-Cavallieri xx-Donaumonarch. Der Name (ein bisschen von allem) lässt es schon erahnen: Er wurde zum besten Springhengst gekürt und hat bereits in der Vielseitigkeit erfolgreiche Verwandtschaft. Der auf Leistung gezogene und offensichtlich auch leistungsbereite Youngster war dem Landgestüt Warendorf 71.000 Euro wert.
Die weiteren gekörten Hengste stammten ab von Easy Game (2), Impact, Imperial Valley, Integer, Kwahu und Ziethen.
Der Durchschnittspreis der gekörten Hengste betrug 80.308 Euro, für die nicht gekörten Hengste wurde ein Durchschnittspreis von 13.733 Euro erzielt.
Weitere Auktionsergebnisse
Der Trakehner Hengstmarkt ist nicht nur Gelegenheit zum Hengsteinkauf, sondern auch Stuten und Reitpferde sind regelmäßig im Angebot. Bei den Stuten avancierte die vierjährige Luxus v. Freiherr von Stein mit 72.000 Euro zur Preisspitze. Sie fand in Hamburg ein neues Zuhause.
Der einstige Siegerhengst Rheinglanz stellte die Preisspitze der Reitpferde, den 2024 als Prämienhengst gefeierten Kiano. Für 45.000 Euro wechselte er nach Sachsen.





