
Die siebenjährigen Springpferde fanden ihren Bundeschampion in einer anspruchsvollen Springprüfung der Klasse S** mit Stechen. Bereits im Normalumlauf zeigte sich, dass im Springen die Sieger der Vortage am Ende nicht automatisch auch den Titel mit nach Hause nehmen können.
Acht Reiter-Pferd-Paare konnten sich für das abschließende Stechen qualifizieren. Während die Reiter im Parcours unterwegs waren, hätte man eine Stecknadel fallen hören können und das obwohl die Ränge voll besetzt waren. Schon als David Will, der dafür bekannt ist schnelle Runden zu liefern, und Supergirl PvB in den Parcours kamen konnte man deutlich sehen: Diese Beiden gehen auf Angriff. Eng wendend und ihr Springvermögen gut nutzend konnte die Stute den Parcours nach 39,86 Sekunden beenden und war damit deutlich schneller als die späteren Gewinner der Silbermedaille. Aus der familieneigenen Zucht ritt Hendrik Dowe Unglaublich zu Platz zwei und damit zum Vize-Titel. Nur einen Wimpernschlag langsamer waren Marco Kutscher und Chacboy Blue BW. Und auch der im Rheinland beheimatete Belgier Laurens Houben verpasste mit seiner Zeit die Medaillenränge quasi nur um einen Atemzug. Sein vierbeiniger Sportpartner war hier Dior. Lukas Wilmsen-Himmes und Kalouba hatten im Stechen einen Springfehler und platzierten sich so am Ende an sechster Stelle. Beim Bundeschampionat werden die Pferde hauptsächlich von Profi-Reitern präsentiert, Lukas Wilmsen-Himmes wurde deshalb als bester Amateur in dieser Prüfung gesondert ausgezeichnet.
Youngster of the Year

Eine neue Sonderwertung im Springsport ist der „Youngster of the Year“. Verbunden mit einer Geldprämie in Höhe von 7.500 Euro gewann das erfolgreichste Pferd der Finalprüfung beim Hetzel Young Masters und der Finalprüfung beim Bundeschampionat. Und bei der ersten Ausgabe dieser Sonderwertung sicherte sich diesen Titel Dior, der im Hause Hetzel bestens bekannt ist, denn er wurde von dessen Bereiter Laurens Houben vorgestellt. Der springgewaltige Schimmel zeigte sich bei jedem Auftritt in Warendorf überzeugen im Parcours. Mit fehlerfreien und harmonischen Runden konnte er begeistern und wurde in der großen Championatsehrung zusätzlich mit einer Schärpe ausgezeichnet.
Sechsjährige Springpferde
In drei Abteilungen wurde die zweite Finalqualifikation der sechsjährigen Springpferde platziert. In einem anspruchsvollen Parcours in dem sich besonders das überbaute Wasser und ein freistehender Steilsprung als Klippe herausstellten, hatten zahlreiche Reiter Probleme mit der erlaubten Zeit. Nicht so Dr. Don und Marvin Jüngel. Die Beiden schienen mit den Anforderungen eher zu spielen und gewannen mit 9,1 die erste Abteilung. Pia-Luise Baur und Ubiko platzierten sich mit einer 8,8 an zweiter Stelle. Feix Haßmann und Freddy konnten sich mit 8,6 an dritter Stelle platzieren. Judith Thoenes und Hülmer Heide platzierten sich an zwölfter Stelle.
Die zweite Abteilung gewann der Ire James Connor Smyth im Sattel von Oberon. Der Oldenburger erhielt eine 9,0 für seine Runde. Rang zwei sicherten sich Master of Paradise und Patrick Bölle mit einer 8,7. 8,6 lautete das Ergebnis von Stakko de la Luz und Fabian Legros auf Rang drei.
Auch in der dritten Abteilung siegte James Connor Smyth. Dieses Mal gemeinsam mit Zendaya, die mit einer 8,9 bewertet wurde. Felix Haßmann und Le pitit de bridé galoppierten mit einer 8,7 zu Rang zwei in dieser Abteilung. Lina Lindström und Madara erhielten eine 8,6 und gingen an dritter Stelle auf die Ehrenrunde. Mit Lucas Deryckere platzierte sich ein rheinischer Reiter im Sattel von Perrys an vierter Stelle. Kai Terhoeven-Urselmans und Chad White konnten sich an neunter Stelle platzieren.





