Das Team um Pia und Ben Leuwer vom Bonner Rodderberg war am vergangenen Wochenende beim internationalen Vielseitigkeitsturnier im Haras de Jardy, Frankreich, am Start und ist mit diversen Schleifen wieder heimgekehrt.
Das ging los im CCI2*-L. Hier konnte sich Emma Hartmann, die schon ihre Ausbildung zur Pferdewirtin bei Pia und Ben Leuwer absolviert hat, an zweiter Stelle platzieren. Sie ritt den zwölfjährigen Hannoveraner Baloucor v. Balou du Rouet, der einst gekört war, inzwischen aber als Wallach unterwegs ist. Sie beendeten die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 28,3 Minuspunkten und mussten sich nur dem Italiener Pietro Majolino auf der sieben Jahre jungen Holsteiner Stute Miss FZ geschlagen geben (28,0).
CCI3*-L
In der langen Drei-Sterne-Prüfung stellte Ben Leuwer den zwölfjährigen Oldenburger Quincent v. Quintino vor, mit dem er dieses Jahr unter anderem auch bei den CCI4*-S Prüfungen in Marbach und Wiesbaden am Start gewesen war. Mit ein paar Zeitfehlern im Gelände und einem Abwurf im Parcours belegten die beiden Rang 15. Ganz vorne stand Neuseelands frisch gebackener Aachen-Sieger Tim Price mit einer Nachwuchshoffnung, dem achtjährigen Hannoveraner Diacontinus-Sohn The Highlander, der schon nach der Dressur in Führung gegangen war und den 27,1 Minuspunkten keine weiteren mehr hinzufügte.
CCI3*-S
Apropos Diacontinus – in der kurzen Drei-Sterne-Prüfung gab es ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Bundeschampion, der ebenfalls von dem Celler Landbeschäler abstammt: Dark Gambler. Der inzwischen zehnjährige Hannoveraner war fünfjährig in Warendorf mit Antonia von Baath siegreich gewesen, wurde dann zunächst in die Schweiz verkauft und von Eveline Bodenmüller sehr erfolgreich präsentiert, ehe er nach Österreich zu Lea Siegl wechselte, die mit ihm seither Top drei-Platzierungen in Serie auf Zwei- und Drei-Sterne-Niveau holt. So nun auch in Jardy, wo sie mit ihrem Dressurergebnis von 24,4 Minuspunkten gewannen. Das einzige deutsche Paar in dieser Prüfung waren die Kölnerin Charlotte von Buttlar und Casiraghi, die mit 33,9 Minuspunkten aus der Dressur gestartet waren, dann acht Strafpunkte im Parcours kassierten sowie 33,6 im Gelände. Aber sie beendeten in der Wertung als 94. von 129 Paaren.
Im CCI2*-S saß Ben Leuwer auf dem achtjährigen Holsteiner Zucchero-Sohn Zuccini MN und beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 27,7 Minuspunkten an dritter Stelle.
Milla Staade auf dem Sprung zu den Junioren
Im CCI1*-Intro stellte die Deutsche Meisterin und Preis der Besten-Siegerin bei den Ponys, Milla Staade, ihr Großpferd für die Zeit bei den Junioren vor, den siebenjährigen Holsteiner Christ William v. Cassin. Mitte Juni hatte Ben Leuwer ihn bereits einmal in Strzegom international geritten. Dies war nun die Premiere mit seiner Besitzerin. Und die konnte sich sehen lassen: Rang vier mit ihrem Dressurergebnis von 33,5 Minuspunkten. Mit der Cascadello-Tochter Cascablanca hatte Milla zudem noch ein zweites Eisen im Feuer. Die Schimmelstute war bislang ausschließlich von Pia Leuwer international präsentiert worden. Jardy war die Premiere mit Milla. In der Dressur hatten sie 33,7 Minuspunkten, zu denen sich noch acht weitere aus dem Parcours gesellten. Doch im Gelände waren sie null und in der Zeit.
Leuwers Bundeschampion international platziert
Für die Nachwuchspferde war ein CCIYH2* ausgeschrieben, eine internationale Zwei-Sterne-Kurzprüfung für sechs- und siebenjährige Pferde. Die nutzte Ben Leuwer, um den Bundeschampion des Vorjahres, den sechsjährigen Holsteiner Casanova erstmals auf Zwei-Sterne-Niveau zu präsentieren. Seine internationale Premiere hatte der Cascadello-Sohn im Mai in Marbach gefeiert, wo er im CCI1*-Intro Zweiter geworden war. Diesmal wurde es Rang zwölf nach einem Null-Fehler-Ritt im Gelände, aber einem Abwurf im Parcours. Damit hat er theoretisch die Starterlaubnis für die Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Lion d’Angers in der Tasche.





