
In Lienen wurde am Wochenende wieder das Deutsche Fohlenchampionat ausgetragen. Bei den Reitponys kommt Deutschlands bestes Stutfohlen aus dem Rheinland.
Danis Schmetterlingselfe DO heißt die neue Reitpony-Fohlenchampionesse. Züchterin ist Daniela Odenthal aus Overath, die ihre Stute Dancing Cinderella v. Dancing Black AT-Orchard Red Prince mit dem Reservesieger der Reitponykörung 2023 vom Rheinischen Pferdestammbuch angepaart hat, dem wunderschönen Palomino Dear Mr. Date AT v. Dating AT NRW. Das Ergebnis dieser Züchterentscheidung brillierte in Lienen mit 103,5 Punkten. Danis Schmetterlingselfe war gleich das erste Fohlen ihrer Abteilung und die Richter geizten nicht mit Höchstnoten: für den Typ gab es eine 9, eine 10 und eine 8,5. Der Körperbau wurde von den drei Richtern mit 9, 9,5 und 8,5 bewertet. In der Bewegung wurde es noch besser: zweimal 10,0, einmal 9,5. Gesamteindruck: zweimal 9,5, einmal 8,5.
Die Plätze zwei und drei gingen nach Westfalen, beide Male an das Züchterhaus von Dietmar Boom in Legden. Grace de Luxe B v. Gold Garant-Caramel (Z. u. A.: Dietmar Boom, Legden) wurde mit exakt 100 Punkten zum zweitbesten Ponystutfohlen gekürt. Rang drei sicherte sich knapp geschlagen mit 99,83 Punkten Gold Queen B v. Gold Design-Pilatus.
Noch zwei weitere Vertreterinnen des Rheinischen Pferdestammbuchs hatten sich für Lienen empfehlen können. Das war zum einen Wittmanns Golden Hermine v. Gold Garant-Darubi Gold NRW (Z.: Ina Wittmann, Kamen). Mit 86,67 Punkten belegte sie Rang 14. Daniela Odenthal war auch Ausstellerin des dritten rheinischen Finalfohlens Namania DO v. FS Numero Uno-Dimension AT. Jens Vetter aus Racksen ist hier als Züchter vermerkt. Namania belegte mit 82,33 Punkten Rang 27.
Reitpony-Hengstfohlen
Mit Golden Joker M v. Gold Garant-D-Day AT aus der Zucht von Sascha Momburg in Swisttal war zwar auch bei den Hengstfohlen ein Vertreter des Rheinlands genannt, doch der fehlt in der Liste der Platzierten. Der Sieg bei den Reitpony-Hengstfohlen ging stattdessen an WA Red Dandy aus dem Zuchtgebiet Weser Ems. Thomas Watermann hatte hier Dallmayr mit seiner Stute Red Wonder v. Cosmo Royale-FS Numero Uno angepaart. Starke 108,33 Punkte waren hier zusammengekommen, unter anderem dreimal 10,0 für den Bewegungsablauf.
Platz zwei ging an das westfälische Reitpony-Hengstfohlen Noble Dreamboy v. Noble Dance NRW-A Gorgeous (Z. u. A.: ZG Wischermann-Uesbeck, Rosendahl), der es auf 106,5 Punkte gebracht hatte. Drittbestes Hengstfohlen war mit 103,33 Zählern ebenfalls ein westfälisches Reitpony: De Zuma v. Der Zauberlehrling-D-Gold AT, gezogen von der ZG Könemann in Schloß Holte.
Dressurbetonte Reitpferdefohlen
Bei den Großpferden waren keine Vertreter des Rheinlands dabei. Sieger bei den dressurbetonten Hengstfohlen wurde mit Spirit of Hope ein Sohn des Seacrest aus der Weihe’s Hope v. Sir Donnerhall-Don Schufro, einer direkten Tochter von Isabell Werths Weihegold. Deren Besitzerin Christine Arns-Krogmann ist Züchterin und Ausstellerin des neuen Fohlenchampions aus dem Oldenburger Zuchtgebiet, der mit 103,83 Punkten bewertet wurde.
Ebenfalls aus Oldenburger Zucht stammt das zweitbeste Hengstfohlen, Escamour J v. Escolar-San Amour aus der Zucht von Vera Jürgens in Arnsberg. Die Mutter war selbst Brillantringstute in Rastede und hatte 2018 die Siegerstute gestellt. Ihr jüngster Spross wurde mit 101,17 Punkten von den drei Richtergruppen beurteilt.
Auch das drittbeste Hengstfohlen (99,67 Punkte) 2025 führt das E wie Escolar im väterlichen Pedigree, ein noch namenloser Sohn des Escaneno aus einer V-Plus Mutter, der bei Karsten Hemker zur Welt kam und das Zuchtgebiet Hannover vertritt.
Stutfohlen
Oldenburg und Hannover dominierten auch die vorderen Plätze bei den Stutfohlen. Als Siegerin wurde Ewald’s Elfe herausgestellt, eine Tochter des Asgard’s Ibiza aus der Elfenperle v. De Niro-Florencio. Die hübsche Fuchsstute, eine Vollschwester zum Prämienhengst Independent, die in ihrer Aufmachung sehr nach dem Vater kommt, ist das letzte Fohlen aus der Erfolgszucht von Ewald Grotelüschen, der im Februar gestorben ist. Ausgestellt wurde Ewald’s Elfe von der ZG Klumpe im Bohmte, die sich über 105,5 Punkte für die kleine Prinzessin freuen konnten.
Zweitbestes Stutfohlen mit dressurbetonter Abstammung war Love in Motion S, eine Tochter des Fiji aus einer Quaterback-Mutter (Z.u. A.: ZG Schaudien). 103,33 Punkte wurden hier in in Lienen vergeben. Ganz dicht dahinter reihte sich mit genau 103 Zählern das drittbeste Stutfohlen ein, diesmal aus der Hannoveraner Zucht von Johannes Westendarp. Es handelt sich um eine Tochter des NRW-Siegerhengstes V-Power in Kombination mit einer Tochter des Bon Coeur-St. Moritz-Ramiro’s Son II.
Springbetonte Reitponyfohlen
Das beste Hengstfohlen Deutschlands 2025 ist kein geringerer als der Vollbruder der 1,60 Meter-erfolgreichen Lyjin P von Stephanie Böhe. Züchter beider DSP-Pferde aus dem Brandenburger Zuchtgebiet ist die Pietscher GbR in Kalbe. Die Mutter des Erfolgs ist die Querele v. Quecksilber-Saccor-Korsar. Der auf Stempelhengst Lord zurückgehende Lyjanero komplettierte die Passeranpaarung. 100,83 Punkte erhielt das Siegerhengstfohlen der Pietscher GbR.
An zweiter Stelle reihte sich mit 96,67 Punkten ein OS-Hengstfohlen v. Different Color-Don Diarado (Z.: Dr. med. Piet Hercz) ein. Ganz dicht dahinter folgte mit 96,17 Zählern ein Oldenburger Hengstfohlen v. Cador-Calido.
Stutfohlen
Eine Vertreterin des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg International setzte sich mit 101,33 Punkten an die Spitze der springbetonten Stutfohlen: Si Brillant Gracieuse v. Baloutaire PS-Quidam de Revel-Flipper d’Elle, gezogen und im Besitz von Jakub Solar, Wurster Nordseeküste.
Zweitbestes Stutfohlen mit Springabstammung wurde mit genau 100 Punkten Megadoria for Fun aus der Zucht von Jan Crome-Sperling. Die Hannoveraner Meganus-Tochter entspringt dem selben Mutterstamm wie auch Luciana Diniz‘ Superstute Fit For Fun. Deren Mutter Fetzi v. Fabriano ist die Großmutter von Megadoria for Fun. Mutter Cadoria stammt ab v. Cador.
Karajan-Casall-Chin Champ lautet die Abstammung des mit 98,5 Zählern drittplatzierten westfälischen Stutfohlens mit Namen Karasall aus der Zucht und ausgestellt von Hugo Rittmeier, Hamm.
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