Die Entscheidung um die Teammedaillen bei den Para-Reitern wurde an zwei Tagen ausgetragen. Am Ende gewann mit dem Team aus den USA die Olympiasieger von Paris. Die Reiter aus Deutschland konnten sich mit guten Leistungen an zweiter Stelle platzieren.

Mit 236,135 Punkten erzielten die Reiter aus Amerika ein nie dagewesenes Ergebnis im Mannschaftswettbewerb. Außerdem sicherten sie sich zum ersten Mal den Weltmeistertitel. „Der Druck nach der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen war natürlich groß. Es ist wichtig die Balance aus Ehrgeiz und pferdefreundlichem Reiten zu erhalten“, erzählt der Teamchef der US-Reiter nach der Medaillenzeremonie. Ihm ist es wichtig, dass die Reiter neben dem Willen eine Bestleistung zu erbringen vor allem auf die Harmonie mit ihren vierbeinigen Sportpartnern achten: „Es ist gut, dass auch das Richten wieder mehr in Richtung Harmonie und Weg von der Show geht.“
Bereits in der ersten Prüfung konnten Kate Shoemaker und Vianne einen Weltrekord aufstellen. Heute knüpfte das Paar an ihre gute Form an und erreichte mit 80,46 Prozent ein herausragendes Ergebnis. Doch auch ihre Teamkolleginnen wussten auf ganzer Linie zu überzeugen. Sie hatten bereits gestern mit zwei Siegen für eine perfekte Ausgangsposition gesorgt.
Silbermedaille für das deutsche Dressurteam


Das deutsche Dressurteam ist als amtierender Europameister nach Aachen angereist. Regine Mispelkamp, Heidemarie Dresing, Anna-Lena Niehues und Helen Brandt sorgten auf dem Viereck in dieser Woche ebenfalls für tolle Momente. Regine Mispelkamp ging bereits früh am morgen an den Start und lieferte im Sattel von Highlander Delight’s eine harmonische und präzise Prüfung. Diese konnte sie mit 75,737 Prozent gewinne. Nach ihrem Ritt zeigte sie sich begeistert von der Leistung ihres Pferdes. Mit einem gebrochenen Fuß hat die Pferdewirtschaftsmeisterin es in dieser Woche zusätzlich schwer, während der Prüfung war allerdings nichts davon zu sehen zu sehen. „Regine hat hier heute morgen eine super Runde hingelegt und ihr ganzes reitehrliches Können ausgespielt“, freute sich auch Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer über die Prüfung. Doch auch ihre anderen Teamreiter konnten überzeugen. Helen Brandt, die Newcomerin des Team, hatte in der Entscheidung um die Einzelmedaillen noch einige Fehler in der Prüfung. Heute hat sie laut der Bundestrainerin eine richtige „Schippe draufgelegt“. Mit 73,297 Prozent lieferte sie zwar das Streichergebnis, konnte sich in Grade IV aber an guter vierter Stelle platzieren. Zu Rang zwei in der gleichen Prüfung trabten Anna-Lena Niehues und Vive l’Amour. Sie wurden mit 76,405 Prozent von den Richtern bewertet. „Das war einfach mega feines, tolles Reiten. Die Beiden waren so ein gutes Team und haben wirklich eine Bestleistung erbracht“, freut sich die Bundestrainerin, dass sich auf diese Beiden noch einmal so gut präsentieren konnten. Die vierte Mannschaftsreiterin, Heidemarie Dresing, war bereits gestern am Start und legte da den Grundstein für die Silbermedaille, die das deutsche Team mit ingesamt 229,875 Prozent gewann.
Bronze in die Niederlande

Die Bronzemedaille verdienten sich die niederländischen Reiter. Rixt van der Horst (Eisma’s Royal Fonq), Annemarieke Nobel (Doo Schufro), Tessa Baaijens-Van de Vrie (Happy Grace) und Britney de Jong (Caramba N.O.P) sammelten insgesamt 227,639 Punkte. Die Reiter aus dem Nachbarland hatten schon beim Aachener Test-Event für die Para-Dressur mit guten Leistungen präsentieren können. Teamchefin Noortje Radstarke zeigte sich schon damals begeistert von den tollen Möglichkeiten, die das Organisationsteam aus Aachen für die Para-Reiter geschaffen hat. Für sie sei es etwas ganz Besonderes bei diesem Turnier an den Start gehen zu können.





