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Vierspänner-WM: Deutschland Vierter

Spannende Wettkämpfe an den Leinen in Aachen: Nach der ersten Teilprüfung der FEI Weltmeisterschaft der Vierspänner ist die erste Teilprüfung entschieden: Das Deutsche Team rangiert nach der Dressur auf Platz drei. Der rheinische Starter Rene Poensgen wurde 14..

Chester Weber setzt sich an die Spitze

Das Maß der Dinge in der Dressur war Chester Weber. Der US-Amerikaner stellte mit Julius V, Kadora, Amadeus und Nico Teusje C ein herausragend abgestimmtes Gespann vor und überzeugte alle fünf Richter. Weber erhielt insgesamt 973 Punkte und erreichte damit eine Wertung von 81,083 Prozent. Das bedeutete lediglich 30,40 Strafpunkte und die Führung nach der ersten Teilprüfung. Bemerkenswert war dabei vor allem die Einigkeit des Richterkollegiums: Bei jedem einzelnen der fünf Richter lag Weber an erster Stelle.

Christoph Sandmann rangiert nach der Dressur auf Platz acht. Foto: www.sportfotos-lafrentz.de/Frank Heinen

Damit verwies er einen der großen Favoriten der Weltmeisterschaft auf Rang zwei. Boyd Exell aus Australien kam mit Checkmate, Daan, Hero und Mister Bono van ‚t Hooge auf 962 Punkte beziehungsweise 80,167 Prozent. Mit 31,86 Strafpunkten liegt Exell allerdings nur 1,46 Punkte hinter Weber. Für den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft ist damit bereits nach der Dressur ein enges Duell an der Spitze angelegt.

Auf dem dritten Platz folgt der Belgier Dries Degrieck. Mit Karpos, Kompleet VS, Lancelot und Parla Pardoux erzielte er 76,208 Prozent und geht mit 38,19 Strafpunkten in die nächste Teilprüfung.

Anna Sandmann verpasst Podium knapp

Direkt hinter Degrieck reihte sich Anna Sandmann als beste deutsche Fahrerin ein. Gemeinsam mit Fantast, Harley, Iwan van de Martha Hoeve Texel und Musketier zeigte sie eine überzeugende Vorstellung und erhielt von den fünf Richtern insgesamt 913,5 Punkte. Das entsprach 76,125 Prozent und 38,32 Strafpunkten. Wie eng es im Kampf um die vorderen Plätze zuging, zeigt der Abstand zum Drittplatzierten: Lediglich 0,13 Strafpunkte trennten Anna Sandmann nach der Dressur von Dries Degrieck und damit von einem Platz unter den besten Drei.

Auch bei den einzelnen Richtern fand sich die Deutsche konstant weit vorne wieder. Ein Richter sah sie auf Rang fünf, einer auf Rang drei, ein weiterer ebenfalls auf Rang drei, der vierte Richter sogar auf Rang drei und beim fünften Richter erhielt sie die fünftbeste Wertung.

Christoph Sandmann Achter

Auch Christoph Sandmann gelang ein erfolgreicher Start in die Weltmeisterschaft. Der erfahrene deutsche Vierspännerfahrer ging mit Kerro, Jordan, Las Vegas und Max van het Rodeland in das Dressurviereck. Seine Vorstellung wurde mit insgesamt 865 Punkten beziehungsweise 72,083 Prozent bewertet. Daraus ergaben sich 44,78 Strafpunkte. Damit belegte Christoph Sandmann nach der Dressur den geteilten achten Platz.

Exakt dasselbe Ergebnis erzielte der Niederländer Ijsbrand Chardon.

Dass Anna und Christoph Sandmann beide nach der ersten Teilprüfung unter den besten zehn Fahrern der Weltmeisterschaft lagen, bedeutete zugleich eine sehr gute Ausgangslage für das deutsche Lager.

Rene Poensgen zeigte sich nach dem Auftakt in Aachen stolz auf sein Gespann. Foto: www.sportfotos-lafrentz.de/Frank Heinen

Rene Poensgen auf Platz 14

Der dritte in der Spitzengruppe aufgeführte deutsche Fahrer war Rene Poensgen. Er bestritt die Dressur mit Harold, Havanna-Almire, Kadans und Lieveling. Poensgen erhielt von den fünf Richtern insgesamt 827 Punkte. Mit 68,917 Prozent und 49,84 Strafpunkten belegte er nach der Dressur den 14. Platz. Dabei fielen seine Bewertungen bei den einzelnen Richtern etwas unterschiedlicher aus. Während er bei einem Richter mit seiner Vorstellung auf Rang zehn kam, wurde er von den übrigen Richtern zwischen den Plätzen 14 und 18 eingeordnet. Rene Poensgen schwärmte im Anschluss nicht nur von der Atmosphäre in Aachen, sondern auch von seinen Pferden: „Das Publikum ist wirklich unglaublich“, berichtete er und ergänzte: „Meine Pferde haben eine unglaubliche Leistung erbracht, ich bin sehr stolz auf sie. Das dürfte unsere beste Leistung dieses Jahr gewesen sein.“

Gute deutsche Ausgangsposition

Die starken Ergebnisse von Anna und Christoph Sandmann brachten Deutschland in der Mannschaftswertung in eine aussichtsreiche Position. Nach der Dressur liegt das deutsche Team vorläufig auf Rang drei hinter Australien und Amerika. Für die Mannschaftswertung wurden die Ergebnisse von Anna Sandmann und Christoph Sandmann herangezogen. Zum deutschen WM-Team gehört außerdem Anna Mareike Meier. Sie schied jedoch in der Dressur aus und konnte damit kein Ergebnis für die Mannschaftswertung beisteuern. Umso wichtiger waren die starken Vorstellungen der beiden Sandmann-Gespanne. Morgen geht es mit dem Geländefahren weiter, bevor am Sonntag die Entscheidung beim Kegelfahren fällt.

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