
2005 hatte der Unternehmer Thomas Wiese seiner Familie und sich mit der Reitanlage Massener Heide in Unna einen Traum erfüllt. Dieser Traum soll nun am 8. August zwangsversteigert werden.
Rund 160 Boxen, knapp 100 davon mit vorgelagerten Paddocks, vier Reithallen (eine davon als Turnierhalle geeignet), drei Longierhallen, EU-Besamungsstation mit Labor, mehrere Wirtschafts- und Wohneinheiten, Springplatz, Dressurvierecke usw. – die Reitsportanlage Massener Heide lässt keine Wünsche offen, die man an eine solche Liegenschaft haben kann. Auch neun Weiden sind in der beim Amtsgericht Unna einzusehenden Beschreibung des Objekts erwähnt. Das beigefügte Luftbild zeigt neun Weiden rund um die Anlage, angrenzend an die Autobahnen A1 und A44, die das Areal von zwei Seiten umschließen.
Ursprünglich war die Reitsportanlage Massener Heide ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb. 2005 beschloss Thomas Wiese, in diesen Hof zu investieren, da sowohl seine Frau als auch seine Töchter im Sattel aktiv waren. Er baute sie im großen Stil um und aus, Hengsthaltung inklusive. 2019 sollte die Anlage schon einmal verkauft werden. Daraus wurde nichts. Nun gibt es einen neuen Anlauf in Form einer Zwangsversteigerung.
Der Termin wurde für den 8. August festgesetzt. Ein Gutachter hat den Verkehrswert des Objekts auf zwölf Millionen Euro beziffert. Als zum ersten Mal die Rede vom Verkauf des Anwesens war, schrieb die Lokalzeitung „Hellweger Anzeiger“, in den Ausbau seien 35 Millionen Euro geflossen.
Zuerst hatte das Züchterforum über den anstehenden Termin sowie weitere geplante beziehungsweise gescheiterte Verkäufe von Objekten berichtet, die zu Wieses „Reitsport GmbH“ gehören. Neben dem Reitsportzentrum Massener Heide sind das ein Fachgeschäft, ein Restaurant und ein Hotelbetrieb.





