
Was lange als Versuchsballon galt, kann nun als voller Erfolg in die Vereinsgeschichte einsortiert werden. Die Rede ist vom ersten Dressur-Event, das der gastgebende Reiterverein „Blücher“ am zweiten Adventwochenende im Rahmen der Sevelener „Indoor Reitertage“ in den Reithallen an der Sportanlage Koetherdyck in Szene gesetzt hat. Von der Führzügelklasse bis zur Prüfung der Klasse S reichte hierbei das Angebot der zweitägigen, zukunftsorientierten Veranstaltung, mit der sportliche Qualität, moderne Infrastruktur und ein zukunftsorientiertes Veranstaltungskonzept vereint werden sollten. Kurzum, eine Premiere, die durchaus geglückt ist und zu der das Programm kaum hätte vielfältiger sein können, da die Verantwortlichen des gastgebenden Vereins allen Alters- und Leistungsklassen eine Bühne boten.
So war Tag eins des Turniers den höheren Leistungsklassen vorbehalten. Höhepunkt hier, die S-Dressur, zu der 14 Teilnehmer um Sieg und Platzierung kämpften. Eine Prüfung, die Versammlung, Durchlässigkeit und anspruchsvolle Lektionen wie Traversalen, Pirouetten und fliegende Galoppwechsel verlangte und in der auf Kandare zu reiten ebenso zur Pflicht gehörte, wie ein besonders hohes Maß an Reitgefühl sowie feiner Einwirkung vom Reiter. Ebensolches beobachteten am Richtertisch Rita Luczak, Peter Mannheims und Wolf-Rüdiger Mäteling, für die Julia-Eva Henrich vom Neuss-Grefrather RC auf der Hannoveraner Stute For Sunshine die gestellten Aufgaben (898 Pkt.) am besten absolvierten. Goldschleife für diese Vorstellung, wobei Janine Drissen von der PSG St. Georg Kevelaer im Sattel von FS Blomberg (852,5 Pkt.) Rang fünf in dieser Prüfung belegte. Zuvor war es Nina Rensing, Eversael, auf Quinn Rose (Wertnote 8,0) gelungen, die mittelschwere Prüfung zu gewinnen, in der Regine Mispelkamp, Sevelen, mit Highländer Delight`s (Wertnote 7,5) Platz zwei belegte. Goldschleife auch für Marion Op de Hipt, Aldekerk, die den noch jungen Wallach Popov in der Dressurpferdeprüfung der Klasse L vorstellte. In dieser Prüfung beurteilten Mäteling und Mannheims die jungen Reitpferde insbesondere danach, ob sie bereits über genügend Rittigkeit, Balance und Versammlungsbereitschaft verfügten.
Tag zwei des Turniers war dem Reiternachwuchs vorbehalten, für den insgesamt sieben Prüfungen ausgeschrieben worden waren. Hier dominierte unter anderem Klara Aengenheister vom RFV von Bredow Wetten, die auf Ginger den Dressurwettbewerb (Wertnote 8,2) anführte. Sehr schön anzusehen, der Führzügelwettbewerb im weihnachtlichen Kostüm, der von Lokalmatadorin Frieda Bexkens auf Louis le Bosseur (Wertnote 8,0) vor Vereinskollegin Melani Backus (Hanni, Wertnote 7,8) und Anna Op de Hipt, Aldekerk (Gelina, Wertnote 7,7) gewonnen wurde. Überraschend für die Jüngsten, der Besuch des Nikolaus zum Ende des Turniers. „Das Konzept, sich am ersten Turniertag auf Prüfungen für die höheren Leistungsklassen zu konzentrieren und am zweiten Tag die Nachwuchsprüfungen auszurichten, hat sich für uns als zielführend herausgestellt. So war der Sonntag sehr gut besucht. Zudem waren wir mit den Nennungszahlen für die erste Veranstaltung dieser Art in Sevelen sehr zufrieden. Allerdings zeigten sich einige Reiter immer noch überrascht, dass wir über eine Abreitehalle verfügten“, erklärt Udo Steinbock mit Blick auf das durchweg positive Feedback von Teilnehmern und Besuchern bezüglich der Rahmenbedingungen wie Prüfungs- und Abreitehalle, der Bodenbeschaffenheit sowie der Bewirtung und den Parkplätzen. „Es war ein sehr gutes Team, welches an der Umsetzung der Veranstaltung bedingungslos mitgewirkt hat. Hierzu gehörte unter anderem das unbürokratische Abwickeln von Sonderfällen an der Meldestelle, das von den Reitern als sehr positiv empfunden wurde“, so Steinbock abschließend.
Stephan Derks
Foto: RV Blücher Sevelen





