Suche
Close this search box.
Thuis bij dressuuramazone Beatrice Buchwald en haar partner eventingruiter Jens Hoffrogge.
Jens met hengst Zuperman en Beatrice met hengst Bonds.

Hengstpräsentation in Corona-Zeiten

Ausverkaufte Tribünenränge und knisternde Atmosphäre: Wenn Hengsthalter ihre Starvererber und Junghengste – untermalt von Musik und Moderation – präsentieren, schlägt nicht nur das Züchterherz höher. Daher war die Enttäuschung groß, als 2020 viele Hengstvorführungen abgesagt werden mussten. Und auch dieses Jahr wird die anhaltende Pandemie „echten“ Hengstschauen im Wege stehen. Rheinlands Reiter+Pferde hat bei den rheinischen Deckstationen nachgefragt, wie alternative Hengstpräsentationen in Corona-Zeiten aussehen.

Live Online-Hengstschauen beim Landgestüt NRW

Ein Termin ist nicht nur bei Züchtern, sondern auch bei Pferdenarren sämtlicher Sparten im Kalender oft rot angestrichen: Die Hengstvorführungen beim Nordrhein-Westfälischen Landgestüt, die neben züchterischen Aspekten auch weitere Facetten der Arbeit des Landgestüts zeigen. Doch dieses Jahr muss wegen der Kontaktbeschränkungen umdisponiert werden. Gestütsdirektorin Kristina Ankerhold: „Wir werden dieses Jahr zwei Online-Hengstschauen veranstalten, die live über ClipMyHorse gestreamt werden und den Züchtern nachher auch in der Mediathek zur Verfügung stehen.“ Das große Hengstlot wird bei den beiden Terminen (20.02. und 27.02.) nach Eignung getrennt: „Wir sind in der luxuriösen Situation, so stark bestückt zu sein, dass wir nur wenige Hengste zweimal zeigen. Daher lohnt es sich, beide Hengstschauen anzusehen! Markus Merschformann moderiert und präsentiert die Springhengste, die dressurbetonten Hengste werden von Oliver Oelrich kommentiert. So können wir auch weiterhin Hintergrundinformationen zu den Hengsten vermitteln“, so die Gestütsdirektorin.

Gestütsleiterin Kristina Ankerhold präsentiert Landbeschäler Arpeggio, eines der Aushängeschilder des NRW-Landgestüts.
Foto: Georg Frerich

Auch wenn die Atmosphäre und das Erlebnis, die Hengste aus nächster Näher zu begutachten, etwas fehlen werden, hat sich Kristina Ankerhold dafür entschieden, eine ganze Schau – wenn auch ohne Zuschauer – zu veranstalten: „Eine Hengstschau bietet für den Züchter die Möglichkeit, einen Querschnitt durch das ganze Hengstkontingent zu bekommen und es im Vergleich zu sehen. Das kann anders nur schwer ersetzt werden. Indem wir die Züchter live mitnehmen hoffen wir, dass sie das Gefühl haben, sie würden bei uns auf der Tribüne sitzen.“ Dabei hält eine Live-Übertragung oft auch die eine oder andere Überraschung parat: „Wir zeigen alles, denn ‚live‘ ist bei uns wirklich ‚live‘. Jedes Highlight, aber auch jedes Malheur wird übertragen“, bekräftigt Ankerhold. „Nur mit den ungeschnittenen und unbearbeiteten Auftritten ist ein authentischer Eindruck der Hengste möglich.“ Zusätzlich werden auf der Homepage des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes aktuelle Videos der Hengste eingestellt.

Hengststation Schurf: Online-Präsentationen möglichst durch Züchter-Frühschoppen ergänzen

Die Hengststation A.T. Schurf lädt seit Jahren Züchter und Pferdebegeisterte zu Beginn der Decksaison zu Hengstpräsentationen auf den eigenen Hof ein. Dieses Jahr musste jedoch auch hier umdisponiert werden. Lars Langenhan, Pferdewirt und Besamungstechniker auf der Hengststation Schurf, verrät, wie die Pläne aussehen: „Leider kann unsere normale Hengstshow unter dem Motto ‚Hengste in der täglichen Arbeit‘ mit Nachzuchtshow dieses Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Das ist besonders schade, da wir immer bewusst die Nähe zum Züchter suchen.” Auch wenn es zurzeit schwer ist, konkrete Pläne zu machen, wird die Hengststation Schurf dennoch versuchen, ihre Hengste nicht nur online zu zeigen: „Als Alternative würden wir gerne Züchterfrühshoppen in kleinen Gruppen anbieten, wenn die Kontaktbeschränkungen es zulassen“, erklärt Lars Langenhan. „Den persönlichen Austausch mit den Züchtern finden wir unabdingbar.“ Sollte das persönliche Treffen nicht erlaubt sein, ist das Team jedoch flexibel: „Dann müssen wir auf eine reine Online-Hengstschau ausweichen, aber wir hoffen es geht anders.“

Lars Langenhan und Dating AT NRW von der Hengststation AT Schurf warten auf die Siegerehrung.
Foto: Mirka Nilkens

Unabhängig davon, ob die Hengste den Züchtern in kleinen Gruppen oder in einer Online-Schau präsentiert werden, werden auf jeden Fall Videos der Hengste gedreht: „Schon letztes Jahr haben wir Trainingsimpressionen von drei bis vier Minuten veröffentlicht, auf denen man die Hengste auch mal beim ‚Zügel aus der Hand kauen lassen‘ sieht”, erzählt Lars Langenhan.

Da der Austausch mit den Züchtern derzeit nicht persönlich stattfinden kann, laufen die Telefonleitungen bei der Deckstation heiß. Und obwohl im Frühjahr 2020 fast alles zum Stillstand kam, konnte die Deckstation Schurf sich nicht beklagen: „Wir hatten den Eindruck, dass es insgesamt einen leichten Anstieg der Bedeckungen gab, da gerade Stuten, die sonst im Sport gehen, gedeckt oder im Embryotransfer eingesetzt wurden. Für die Zucht ist es alles andere als schlecht, wenn Fohlen aus sporterfolgreichen Stuten entstehen. Daher sehen wir zuversichtlich in die Decksaison 2021 und freuen uns, den Züchtern acht neue Hengste anbieten zu können.“

Gestüt Rickhof: Hengstvermarktung via Social Media

Auf dem Rickhof werden schon in der dritten Generation Dressurpferde gezüchtet, seit drei Jahren bereichert außerdem eine Deckstation den Ausbildungs- und Handelsstall. Iris Jansen-Jentgens verrät, in welcher Form sie ihre Hengste dieses Jahr den Züchtern präsentieren wird: „Wir haben uns vorgenommen, dass wir häufiger Videos von unseren Hengsten auf Social Media posten, da man so fast jeden erreichen kann.“ Den Züchtern scheint es ganz recht zu sein, sich so ganz unkompliziert ein Urteil bilden zu können. „Auch wenn viele Züchter eher zu den älteren Semestern gehören, sind alle gut vernetzt“, erklärt die Hengsthalterin.

Bezüglich Livestreaming von Hengstschauen ist Iris Jansen-Jentgens dagegen etwas skeptisch: „Ich bin noch ein bisschen hin und her gerissen, was die Online-Schauen angeht. Ich befürchte, dass so mancher die Schau dann gar nicht zu Ende guckt. Aber ein Video, das nicht länger als zwei Minuten ist, das kann man sich auch mal zwischendurch auf dem Handy anschauen. Und wer Interesse an einem der Hengste hat, der fragt einfach nochmal nach. Wir schicken dann auch gerne längere Videos.“

Iris Jansen-Jentgens präsentiert Deckhengst Vasari auf der Hengstshow 2020 in Wickrath. Foto: Michael Rögles

Wenn es die Kontaktbeschränkungen erlauben, können sich die Züchter die Hengste nach Vereinbarung auch live ansehen: „Den persönlichen Kontakt zu den Kunden will man natürlich möglichst behalten. Aber als Alternative haben wir auch Bilder und Videos von den Hengsten im Stand oder auf dem Pflaster, sodass die Züchter einen besseren Eindruck vom Fundament bekommen. Das muss man ermöglichen, denn auf den klassischen Schauen kann man die Hengste auch auf der Stallgasse oder in der Box begutachten. Nur so kann man beurteilen, wie ein Hengst im Umgang ist und was für einen Charakter er hat. Nach diesen Kriterien sucht man schließlich den passenden Hengst für eine Stute aus.“

Auf dem Rickhof sind dieses Jahr vier Neuzugänge eingezogen, die gerade frisch gekört sind: „Wir fangen gerade erst an, die Junghengste zu arbeiten, sodass wir noch etwas warten müssen, bis wir Videos von ihnen machen können. Ich möchte die Pferde auch noch siebenjährig reiten können und nicht nur drei- und vierjährig”, erklärt die Hengsthalterin. „Daher lassen wir den Pferden etwas mehr Zeit in der Ausbildung und verlieren dadurch vielleicht Stuten, die schon im Februar gedeckt werden. Aber die Hengste haben es verdient, dass man ihnen diese Zeit gibt.“

Hengststation Hoffrogge: Online-Präsentationen möglichst um kleine Sammeltermine ergänzen

Auch die Hengststation Hoffrogge ist für alle Eventualitäten gerüstet. Jens Hoffrogge beschreibt die geplanten Alternativen wie folgt: „Wir haben vor, aussagekräftige Videos von unseren Hengsten zu zeigen und hoffen, dass wir – soweit es erlaubt ist – in kleinerer Form Sammeltermine anbieten können, bei denen wir die Hengste auf dem Pflaster präsentieren können.“ Die Videos sollen auf der Homepage sowie auf Social Media veröffentlicht und vielleicht noch durch längere Aufnahmen ergänzt werden: „Sollte sich herauskristallisieren, dass wir die Hengste noch nicht einmal kleinen Züchtergruppen präsentieren können, werden wir Trainingsvideos der Hengste erstellen, auf denen die Pferde wie bei einer Hengstvorführung auch besprochen werden.“

Wichtig ist für Jens Hoffrogge vor allem die Präsentation der Neuzugänge der Deckstation, die gerade angeritten wurden. Doch hier ist er, wie viele Hengsthalter, im Zwiespalt: Einerseits will man den Hengsten genügend Zeit geben, anderseits wollen viele Züchter sie so früh wie möglich unter dem Sattel sehen. „Wir haben uns auf Dressur- und hoch im Blut stehende Hengste spezialisiert. Neben einer Abstammung, die es nicht an jeder Ecke gibt, achten wir darauf, dass der Mutterstamm abgesichert ist und die Hengste eine sportliche Perspektive haben“, bekräftigt Hoffrogge. Das gilt natürlich auch für die „Neuen“ Iowa Gold, Integer, Si Bon, Destello und Gaspard.

Jens und Beatrice Hoffrogge präsentieren die Deckhengste Zuperman und Bonds. Foto: privat

Um seine Hengste den Züchtern schmackhaft zu machen, zieht Jens Hoffrogge aber keine reine Online-Schau in Betracht. „Die Hengstschauen leben von ihrer ganz besonderen Atmosphäre. Sowohl die Hengste als auch die Zuschauer haben dabei dieses spezielle Gefühl, welches man am Ende über den Bildschirm so nicht transportieren kann. Deshalb wollen wir gar nicht erst versuchen die Schauen zu ersetzen, sondern andere Wege zur Präsentation finden, die man dann auch ergänzend zu den Hengstschauen weiterhin anbieten kann. Zudem kann man den jungen Pferden durch die Präsentation der Trainingsvideos mehr Zeit geben und muss sie nicht durch eine Hengstshow ‘überfallen’. Bereits letztes Jahr konnten wir durch das gute Abschneiden unserer Hengste bei den Sportprüfungen und 14-Tage-Tests eine Menge Züchtervertrauen gewinnen. Hier wollen wir auch in diesem Jahr wieder einen Fokus setzen“ betont der Hengsthalter.

Keine Neuzugänge auf dem Krüsterhof

Die Hengstschau auf dem Krüsterhof hat sich in den letzten Jahren nicht nur für Züchter zum Publikumsmagnet entwickelt, sondern auch für Dressurinteressierte. Denn die Hengste werden von Chefbereiterin Stefanie Wolf und Reitmeister Johann Hinnemann stets lehrreich in Szene gesetzt. Doch darauf muss dieses Jahr verzichtet werden: „Wir wissen noch nicht zu 100 Prozent, wie wir unsere Hengste präsentieren werden. Sollte sich die Lage im März oder April etwas beruhigen, würde ich gerne einen Züchtersonntag veranstalten, um die Hengste und ihre Nachzucht zu zeigen. Aber das planen wir wirklich erst, wenn man die Situation besser einschätzen kann”, erklärt Pferdewirtschaftsmeisterin Stefanie Wolf. „Alternativ sind viele Videos in Planung, wobei wir nicht nur die typischen Hengstvideos anbieten wollen, sondern Eindrücke aus dem täglichen Training und von Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Sporttest Ende Januar.” Viel verschiedenes Videomaterial sei besonders wichtig, wenn die Kundschaft sich keinen eigenen Eindruck vor Ort machen darf: „Sobald es wieder erlaubt ist, dürfen einzelne Züchter aber natürlich wieder zu uns auf den Hof kommen, um ihren Wunschhengst auf der Stallgasse und im Training anzusehen.“

Tina Hinnemann und Stefanie Wolf setzen ab 2021 nur auf Hengste, die sich unter dem Sattel bewähren konnten. Foto: privat

In Bezug auf die Neuzugänge wird das Konzept des Krüsterhofs jedoch umgestellt: „Wir werden ab diesem Jahr die Hengste, die frisch von der Körung kommen, nicht mehr direkt aufstellen. Ich wünsche mir für unsere Hengste, dass sie ein bisschen mehr Zeit bekommen und die Ausbildung sowie die ersten Turnierstarts etwas nach hinten gesetzt werden. Und wir haben mit den Deckhengsten Belvedere, Ellis und For Gold OLD bewiesen, dass dieses Konzept funktioniert. Die Züchter müssen sich dann zwar erst einmal etwas gedulden, am Ende zahlt sich dieses Vorgehen aber für alle Seiten aus. Denn wenn der Hengst sich in der Hengstleistungsprüfung und im Sport beweisen konnte, ist das Risiko für den Züchter letztendlich kleiner, weil er einen erprobten Hengst nutzt. Mein Chef Johan Hinnemann sagt immer: Sportpferde kann man nur mit Sportpferden züchten. Dementsprechend orientieren wir uns jetzt etwas um.”

Ferienhof Stücker: Videos und die Hoffnung auf persönliche Kontakte in kleinen Gruppen

Der Ferienhof Stücker, seit Jahren eine der erfolgreichsten Deckstationen im Rheinland, hält sich ebenfalls noch alle Möglichkeiten offen, wie sie dieses Jahr ihre Hengste vermarkten. „Im Prinzip hoffen wir, dass es noch möglich ist, beim Rheinischen Pferdestammbuch in Wickrath die Hengstschau mitzugestalten“, erklärt Georg Wilbers. Sollten die Kontaktbeschränkungen es zulassen, gibt es beim Ferienhof Stücker außerdem weitere Angebote: „Wenn es geht, wollen wir den Züchtern auch bei uns die Möglichkeit geben, sich die Hengste live anzugucken. Aber da muss man abwarten, wie sich die aktuelle Lage entwickelt. Wir würden gerne einen Züchterfrühshoppen machen, bei dem die Züchter in kleinen Gruppen zu uns kommen können“, so der Hengsthalter. „Aber solange der Lockdown anhält, möchte ich noch niemanden einladen – auch nicht für einen späteren Termin.“

Öffentliche Auftritte müssen die Hengste des Ferienhof Stückers trotzdem nicht missen: „Zum Glück haben wir die Möglichkeit, unsere Hengste weiterhin auf Turnieren zeigen zu dürfen, sodass die Züchter sich über ClipMyHorse und Rimondo ein Bild über den aktuellen Leistungsstand machen können. Darüber hinaus drehen wir im Februar von allen Hengsten zusätzlich aktuelle Videos. Es werden Trainingsvideos sein, in denen wir die Pferde in der täglichen Arbeit präsentieren.“

Daneben gibt Familie Wilbers jederzeit gerne – momentan kontaktlos per Telefon – weitere Auskünfte.

Gestüt Bönniger setzt auf Erfolgsgene

Das Gestüt Bönniger lockt seit den 60er Jahren mit ausdrucksstarken Dressurponys und führt in seinen Deckhengsten weiterhin das Blut ihrer Zuchtbegründer. Daher braucht Ludwig Stassen, der in dritter Generation das Gestüt führt, die Werbetrommel in 2021 nicht so stark zu rühren: „Wir werden unsere Hengste bei der Online-Hengstschau in Wickrath präsentieren und dazu wird es Trainingsimpressionen und Videos der Hengste vom Bundeschampionat geben“, erklärt Ludwig Stassen. „Das ist unser Angebot an die Züchter, doch ich versuche, die Bedeckungszahlen realistisch einzuschätzen. Da unsere Hengste im Natursprung decken, ist es für die Besitzer in der aktuellen Lage wahrscheinlich schwierig, den Radius von 15 Kilometern einzuhalten“, befürchtet der Hengsthalter. „Ich hoffe aber, dass im Mai oder Juni schon wieder mehr möglich ist, was die Bedeckungen angeht.“ Und die Züchter, die auf den vergangenen Championaten die Augen offengehalten und die Deckhengste vom Gestüt Bönniger für ihre Stuten auserkoren haben, werden garantiert noch etwas Geduld aufbringen, bis sie ihre Stuten nach Tönisvorst bringen können. Daher ist der Plan, die Hengste und deren Nachkommen auch 2021 auf den deutschen Turnierplätzen in Szene zu setzen: „Mit Dacapo B werden wir – wie mit den anderen jungen Pferden – an den Sichtungen für die Bundeschampionate teilnehmen. Und wir hoffen, dass die Europameisterschaften wieder stattfinden werden, damit unsere Ponys Werbung für unsere Deckstation machen können“, so Stassen, der der Decksaison 2021 entspannt entgegensieht: „Wir haben auf unserer Station die genetischen Nachfolger von Dornik und Golden Dancer aufgestellt. Dadurch liegt ihnen der Erfolg in den Genen.“

Ludwig Stassen mit Vorgänger Deinhard B und Anna von Negri im Sattel. Foto: privat

Hengststation Schult mit „Zugpferd“ Isabell Werth

Jede Deckstation versucht ihre Hengstschau so beeindruckend wie möglich zu gestalten und sich immer wieder zu übertrumpfen, doch mit einem der Highlights der Hengststation Schult kann man nur schwer konkurrieren: Trainingsimpressionen der Hengste mit der erfolgreichsten Dressurreiterin aller Zeiten. Da Tobias Schult um diese Besonderheit weiß, bleibt er diesem Motto auch 2021 treu: „Wir werden ausgiebige Videos unserer Hengste vorbereiten und im Prinzip das zeigen, was wir sonst zuhause bei uns auf der Schau machen: Trainingsimpressionen mit Isabell Werth. Denn wir legen auf das reelle Vorstellen der Hengste mehr Wert als auf den bloßen Showcharakter einer Hengstschau“, erläutert der Hengsthalter. Neben den traditionellen Hengstvorführungen sind die Züchter normalerweise stets herzlich eingeladen, sich außer der Reihe von den Vererbern zu überzeugen. „Sonst sind immer sehr viele Züchter vorbeigekommen, um sich die Hengste vor Ort anzugucken. Das ist 2020 definitiv fast ganz zurückgegangen und ich befürchte, das wird dieses Jahr auch so bleiben. Deshalb werden die Züchter noch mehr die Online- Angebote wie Live-Streams oder Videos von den Hengsten in Anspruch nehmen.“ Trotzdem kann sich Tobias Schult über die Anzahl der Bedeckungen nicht beschweren. „Erstaunlicherweise sind die Bedeckungen nicht zurück gegangen, obwohl man es hätte vermuten können. Aber das spiegelt die gesamte Pferdebranche wider, die ganz gut durch das Krisenjahr gekommen ist. Dass die großen Turniere alle ausfallen, ist zwar eine Katastrophe, aber auf den Auktionen waren die Pferde genauso teuer wie sonst. Der Bedarf nach qualitätsvollen Pferden ist nach wie vor da. Deshalb lohnt es sich auch weiterhin zu züchten.“

Tobias Schult mit seinen Eltern Hermann und Elsbeth Schult anlässlich der Preisverleihung des Hans von Bemberg-Preis durch den Kammerpräsident Karl Werring der NRW Landwirtschaftskammer. Foto: Guido Recki

Artikel teilen

Empfohlene Artikel