
Nachdem die Junioren und Ponyreiter auf dem Dressurviereck bereits Mannschaftsgold gewinnen konnten, und damit mit Julie Sofie-Schmitz Heinen, Leni-Sophie Gosmann und Madlin Tillmann drei rheinische Protagonisten in Le Mans schon ganz oben auf dem Treppchen standen, ging es heute um die ersten Einzeltitel.

Bereits drei Mal gewann Julie Sofie Schmitz-Heinen im Ponysattel Team-Gold bei Europameisterschaften. Ihr erstes 2021 in Strezgom und ihr letztes 2023 in Le Mans. 2022 gewann sie in der Einzelwertung die Bronzemedaille. Bei ihrer letzten Ponyeuropameisterschaft trabte sie in der Einzelwertung zu Silber. Im vergangenen Jahr bestritt Schmitz-Heinen dann ihre erste Saison nur im Großpferdesattel. Sie erzielte Erfolge bis zur Klasse S und ist mittlerweile Trägerin des Goldenen Reitabzeichens. In diesem Jahr durfte sie dann erneut nach Le Mans reisen und konnte auch bei den Junioren mit dem Team Gold gewinnen. Heute ging es dann in der Einzelwertung um Titel und Medaillen. Bis auf die Schrittpirouetten lief bei der Nachwuchsreiterin im Sattel von Attractive alles wie am Schnürchen. Mit 72,941 setzte das Paar sich an die Spitze des Feldes und Julie Sofie Schmitz-Heinen gewann ihre erste Einzelgoldmedaille bei Europameisterschaften. Knapp dahinter reihte sich mit 72,588 Prozent Maria Teresa Pohl im Sattel von Diaton FRH ein. Pohl und Schmitz-Heinen waren bereits 2023 Teamkolleginnen in der Ponymannschaft gewesen. Und auch dir Drittplatzierte stand damals mit den Beiden auf der Starterliste, sicherte sich aber in diesem Jahr zum ersten Mal eine Einzelmedaille: Bronze gewann mit 72,471 Prozent Dominique van Dalsen aus den Niederlanden. Sie hatte Just Johnson mit nach Le Mans gebracht. Victoria von Braunmühl und DSP First Class verpassten das Treppchen mit 71,765 und Rang fünf nur knapp. Die vierte Deutsche im Bunde, Ava Osing, hatte in dieser Aufgabe teure Fehler und erhielt dadurch nur 67,588 Prozent, was Rang 26 bedeutete.


Deutsche Doppelspitze bei den Ponys
Bereits in der Mannschaftswertung konnten die deutschen Ponyreiterinnen den Erwartungen mit Teamgold mehr als gerecht werden, und setzten diese Erfolgsserie nun auch in der Einzelwertung fort. Fünf Jahre ist es her, dass Nasdaq FH bei den Europameisterschaften mit Lucia Anouk Baumgürtel für Furore sorgte. Nun sitzt mittlerweile Maya Victoria Irene Wächter im Sattel des Wallachs und das nicht minder erfolgreich. Mit starken 74,784 Prozent sicherten die Beiden sich souverän die Goldmedaille in der Einzelwertung. Die amtierende Deutsche Meisterin und Preis der Besten Siegerin Leni-Sophie Gosmann und Diamantini EA WE konnten auch heute ihre gute Form bestätigen und platzierten sich mit 73,162 Prozent auf dem Silberrang. Bronze ging heute mit 73,135 Prozent nach Dänemark. Victoria Bang Zindorff präsentierte Del Classico dabei sehr souverän. Madlin Tillmann, die im vergangenen Jahr mit zwei Goldmedaillen von den Europameisterschaften nach Hause fuhr, platzierte sich mit 72,243 Prozent heute an siebter Stelle. Die Richter waren sich bei ihr heute teilweise nicht ganz einig, wie die einzelnen Lektionen zu bewerten seien. Die Noten variierten dann zwischen 6,0 und 8,0. Die vierte deutsche Reiterin war Hannah Charlotte Isbruch. Sie ritt mit Dabia Dior NRW, die einst unter rheinischer Flagge an den Start ging, zu 71,676 Prozent und damit Rang neun.
Teamgold bei den Children
Mit 244,893 Punkten ließ das deutsche Children-Team keine Fragen aufkommen, wer in der Mannschaftswertung ganz oben auf dem Treppchen stehen wird. Laura Kohoutek, Lilly Kasselmann, Marielen Theresa Osterhoff und Lynn Sophie Soddemann gewannen souverän vor der Mannschaft aus Belgien, die sich mit 226,21 Punkten Silber sicherte. Zu Bronze ritten die Niederländer mit 222,467 Punkten.





