
Der Nationenpreis der Dublin Horse Show gehört zu den Klassikern im Turnierkalender, zwar nicht mehr im Rahmen der FEI-Serie, das hat seinen Wert aber nicht geschmälert. Dementsprechend stark besetzt war auch die diesjährige Ausgabe, bei der Deutschland Rang zwei belegte. Heldin des Tages: Sandra Auffarth.
Der Sieg ging mit dem Idealergebnis von null Fehlern in die Niederlande. Startreiter Frank Schuttert lieferte mit Isis zwar in beiden Runden das Streichergebnis, indem er für seine Kollegen nicht gerade ermutigende Zwölf- und Acht-Fehler-Runden drehte, aber die anderen drei Paare rissen es raus. Sowohl Kevin Jochems auf der mit elf Jahren noch recht grünen Camilla van de Helle als auch die erfahrneren Paare Willem Greve mit Grandorado TN N.O.P. und Harrie Smolders im Sattel von Mr. Tac blieben zweimal fehlerfrei. Damit war Wout-Jan van der Schans und seiner Mannschaft der Sieg sicher.
Platz zwei für Deutschland
Für Deutschland musste Christian Ahlmann auf der 14-jährigen Conrad de Hus-Tochter Blueberry als erster in den Parcours. Diese Selle Français-Stute aus dem direkten Stamm des Quaprice Bois Margot wechselte Ende 2023 in den Besitz von Ahlmann und gab kurz darauf ihr Nationenpreis-Debüt mit ihm. Dublin war folglich das zweite „Länderspiel“ für die beiden. Im ersten Umlauf lieferten sie mit acht Strafpunkten das Streichergebnis, doch im zweiten trug ihre fehlerfreie Runde entscheidend zum Erfolg bei.
Die uneingeschränkten Helden des Tages waren die einstige Vielseitigkeitsweltmeisterin Sandra Auffarth und Quirici H, die im ersten wie im zweiten Umlauf ohne Strafpunkte ins Ziel kamen.
Als nächstes waren Marco Kutscher und der Holsteiner Wallach Catelly an der Reihe, die schon beim Nationenpreis in Hickstead eine wertvolle Stütze des deutschen Teams waren. Das bestätigten sie in Dublin, auch wenn im zweiten Umlauf eine Stange fiel. Doch als es darauf ankamen, behielten sie eine weiße Weste.
Denn das letzte Starterpaar für Team GER, der frisch gebackene Europameister Richard Vogel und der elfjährige Holsteiner Hengst Cloudio, leisteten sich in Runde eins vier Fehler. Somit war Vogel es, der als letzter Reiter die ganze Last der Verantwortung trug. Einmal mehr behielt er die Nerven und lieferte einen Null-Fehler-Ritt.
Dank Sandra Auffarth und Quirici H in Kombination mit der günstigen Verteilung der Fehler waren es am Ende nur vier Strafpunkte, die für Deutschland zählten: Platz zwei.
Gastgeber auf Rang drei
Zwar hatten auch die Iren nur vier Strafpunkte aus Runde eins auf dem Konto, doch sie hatten die schlechtere Zeit, weshalb es für sie Rang drei wurden. Michael Blake hatte für das Heimspiel ein A-Team in den Parcours geschickt: Denis Lynch mit Vistogrand (4/4), Tom Wachman auf Tabasco de Toxandria Z (0/0), Seamus Hughes Kennedy im Sattel von ESI Rocky (0/0) und Cian O’Connor auf Bentley de Sury (4/0).
Lynch mit Vistogrand und der 22 Jahre junge Seamus Hughes Kennedy hatten auch zum viertplatzierten EM-Team von La Coruña gehört, letzterer war auch dort zweimal fehlerfrei gewesen.





