Dorothee Schneider und Segantini. Foto: EQUITARIS
Dorothee Schneider und Segantini. Foto: EQUITARIS

Dorothee Schneider wird sportliche Leiterin des Gestüt Famos

Dorothee Schneider und Segantini. Foto: EQUITARIS
Dorothee Schneider und Segantini. Foto: EQUITARIS

Ein großer Schritt für die Reitmeisterin und Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider. Sie zieht samt Familie und Pferden um nach Niedersachsen auf das Gestüt Famos.

Derzeit ist noch das Ehepaar Möller mit dem Team von Helgstrand Germany auf dem Gestüt Famos in Syke tätig. Doch Helgstrand Germany verlegt seinen Sitz Anfang des Jahres nach Rheinberg zu Isabell Werth. Dann werden neue Pferde in Syke einziehen, nämlich die von Dorothee Schneider – inklusive Liebling Showtime. Die Reitmeisterin will das Gestüt St. Stephan in Framersheim verkaufen und zusammen mit Maik Kanitzky, für den sie unter anderem bereits den WM-Finalisten Segantini sowie Burg-Pokal Sieger Barcelo ausbildet, einen Ausbildungs- und Turnierstall eröffnen.

„Ich werde weiterhin als selbstständige Ausbilderin meiner Passion mit den Pferden nachgehen, aber ich muss mich dann nicht mehr um das gesamte Management einer eigenen Anlage kümmern, sondern kann mich voll auf die Pferde konzentrieren – das ist der Grundgedanke, der hinter meiner Entscheidung steht“, teilte Schneider via Pressemitteilung mit.

Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Maik Kanitzky, der die Vision der sportlichen Förderung der Pferde mit ihr teile. Das gilt auch umgekehrt: „Ich bin wahnsinnig stolz und euphorisch, dass Dorothee diesen Schritt mit mir geht“, sagt Kanitzky. „Es gibt viele gute Reiter und Ausbilder in Deutschland, aber die Art und Weise des Reitens von Dorothee finde ich großartig.“

Erst Ammerland, dann Famos

Er erlebt das Reiten von Dorothee Schneider bereits seit rund drei Jahren. Der Sieg im Nürnberger Burg-Pokal Finale 2024 mit Barcelo dürfte der bislang größte gemeinsame Erfolg gewesen sein. Aber nicht der letzte, wenn es nach den beiden geht.

Unternehmer Kanitzky, der sein Geld mit Kränen und Schwertransporten verdient und sich unter anderem als Züchter der Hengste Sir Donnerhall I und II einen Namen gemacht hat, ist auch Besitzer des Gestüts M.K. Ammerland in Wiefelstede. Hier sollen Zucht und Aufzucht im Mittelpunkt stehen. Die Pferde sollen dort angeritten und bei entsprechendem Talent in Syke weiter ausgebildet werden.

 „Syke wird auf drei Säulen stehen“, erklärt Kanitzky. „Die Ausbildung exklusiver Dressurpferde durch Dorothee Schneider ist die erste Säule. Die Hengststation unter der Leitung von Detlef Utecht van Dijk ist Säule Nummer zwei, die in enger Absprache mit Dorothee agieren wird. Und Säule Nummer drei, die sich auf die Förderung von ein, zwei jungen Reiterinnen oder Reitern bezieht, steht auch unter der Obhut von Dorothee.“

Großer Schritt für Schneider

Für Dorothee Schneider geht damit ein Lebensabschnitt zu Ende. 25 Jahre lang hat sie das Gestüt St. Stephan in Framersheim erfolgreich geführt. Hier hat sie ihre Olympiapferde Diva Royal und Showtime ausgebildet und trainiert, ebenso wie Mannschaftsweltmeister Sammy Davis Jr. und Mannschaftseuropameister Faustus. Ihr erstes Grand Prix-Pferd Van Deyk ist hier mit 34 Jahren gestorben.

Aber nicht nur Pferde wurden hier ausgebildet, auch zahlreiche Reiterinnen und Reiter sind durch die Schneider’sche Schule gegangen. Sie sagt: „n meine Reitanlage in Framersheim ist im Lauf der Jahre sehr viel Kraft und Energie geflossen. Es ist mein Zuhause, das ich mit sehr viel Herzblut aufgebaut habe. Ich habe hier viele Jahre trainiert, tolle Erfolge gefeiert, die in drei Olympiateilnahmen gipfelten, und ich habe hier sehr viele Pferde ausgebildet. Es fällt mir sehr schwer, das jetzt aufzugeben und damit ein Stück Heimat zu verlassen. Das ist ein Riesenschritt, den ich mir lange und gut überlegt habe, aber es fühlt sich gut und richtig an. Ich werde weiterhin selbstständig sein, kann mit langjährigen und neuen Partnern weiter zusammenarbeiten und mich zugleich auf die Pferde, das Team und die Anlage in Syke freuen.“

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