
Spannung bis zum letzten Sprung, elegante Pferde in beeindruckender Form und begeisterter Applaus von den Rängen: Das dreitägige Spring-Event des Clubs der Pferdefreunde Goch bot am dritten Oktoberwochenende Pferdesport vom Feinsten. In der hervorragend hergerichteten Reithalle an der Kalkbecker Straße trafen international erfahrene Reiter auf vielversprechende Talente und erfolgreiche Aktive aus der Region. Das Ergebnis war ein abwechslungsreiches Turnier, das sowohl sportlich als auch organisatorisch überzeugte.
Im Mittelpunkt des Interesses stand Katrin Eckermann, die für den RV Kranenburg an den Start ging und einmal mehr unter Beweis stellte, dass sie zur deutschen Reitelite gehört. Mit Übersicht, präzisem Timing und einem sicheren Gespür für die passende Distanz meisterte sie die anspruchsvollen Parcours und sorgte für sportliche Glanzlichter. Bereits in der Punktespringprüfung der Klasse S ließ Eckermann die Konkurrenz aufhorchen. Im Sattel der Hannoveraner Schimmelstute Chacoona Cat absolvierte sie den von Andre Bahners und Rene Lange gestalteten Parcours mit beeindruckender Leichtigkeit. Fehlerfrei und nach lediglich 50,05 Sekunden überquerte Eckermann die Ziellinie. Lilith Kreuzer vom RV Stolberg kam mit Landon ebenfalls ohne Abwurf ins Ziel, benötigte mit 51,29 Sekunden jedoch etwas länger. Eckermann machte den Erfolg mit einem weiteren Pferd perfekt. Auf dem Westfalen Derrick, gezogen und im Besitz ihres Vaters Otmar, belegte sie in 51,30 Sekunden Rang drei.
Den krönenden Abschluss des Turnierwochenendes bildete der Große Preis von Goch. Acht Paare hatten sich für das Stechen qualifiziert und versprachen den Zuschauern einen packenden Kampf um den Sieg. Eckermann behielt auch in dieser entscheidenden Phase die Nerven. Mit Derrick blieb sie im Stechparcours fehlerfrei und sicherte sich in 36,52 Sekunden den ersten Platz. Liam Broich, Kaldenkirchen, folgte mit Aston Martin DW Z ebenfalls ohne Strafpunkte in 37,74 Sekunden auf Rang zwei. Emma Grüntjens, Asperden-Kessel, belegte mit Hakan, ebenfalls fehlerfrei in 39,27 Sekunden, den dritten Platz.
Nicht nur die prominenten Namen sorgten für Begeisterung. Auch die Reiterinnen und Reiter aus der Region nutzten die hervorragenden Bedingungen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Ein starkes Ausrufezeichen setzte Nicole van de Kamp vom RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel bereits am ersten Turniertag. In der mittelschweren Springpferdeprüfung präsentierte sie ihre Stute Saphira in überzeugender Manier. Mit der Wertnote 8,8 durfte sie verdient die Goldschleife entgegennehmen. Auch Franziska Tönnißen vom gastgebenden Club wusste sich in Szene zu setzen. Auf der Hannoveraner Stute Arabella, gezogen von Levinius Weber aus Weeze, gewann sie die erste Abteilung der mittelschweren Springprüfung. Fehlerfrei und in 49,79 Sekunden setzte sie sich gegen Malina Botzern aus Keppeln durch, die mit Caotina G ebenfalls ohne Abwurf blieb und nach 52,20 Sekunden ins Ziel kam. In der zweiten Abteilung ging der Sieg an Malin Duvenhorst, Asperden-Kessel. Mit Hyper Hypder D absolvierte sie den Parcours fehlerfrei in 50,59 Sekunden und verwies Rabea Tempel, Kranenburg, auf den zweiten Platz. Tempel blieb mit Pivo M ebenfalls fehlerfrei und benötigte 52,85 Sekunden.
Dass das Gocher Spring-Event nicht nur sportlich, sondern auch als Veranstaltung überzeugte, zeigte sich an den zahlreichen positiven Rückmeldungen aus den Reihen der Reiter und Besucher. Besonders die Verlegung des Turniers in den Oktober sowie das abwechslungsreiche Prüfungsangebot fanden großen Zuspruch. Entsprechend zufrieden fiel das Fazit der Veranstalter aus. „Wir hatten ein tolles Turnier mit drei spannenden Tagen. Es wurde hochkarätiger Sport gezeigt, Reiter und Pferde konnten die super Bedingungen ideal nutzen. Wir als Veranstalter sind rundum mehr als zufrieden, es hätte kaum besser laufen können“, bilanzierte Franziska Tönnißen aus der Gocher Meldestelle.
Stephan Derks
Foto: Stephan Derks





