Checker: "Hach ja, habe ich doch mal wieder gut hingekriegt und er kann sich ein bisschen freuen. …" Foto: LGCT London 2025
Checker: "Hach ja, habe ich doch mal wieder gut hingekriegt und er kann sich ein bisschen freuen. …" Foto: LGCT London 2025

Christian Kukuk und Checker gewinnen Londoner GCT Grand Prix

Checker: "Hach ja, habe ich doch mal wieder gut hingekriegt und er kann sich ein bisschen freuen. …" Foto: LGCT London 2025
Checker: „Hach ja, habe ich doch mal wieder gut hingekriegt und er kann sich ein bisschen freuen. …“ Foto: LGCT London 2025

2024 hatten die beiden deutschen Olympiasieger Christian Kukuk und Checker bei der Global Champions Tour-Etappe in London Rang zwei belegt. Diesmal sprangen sie ganz nach vorne.

Zehn von 36 Startern hatten es ins Stechen der Global Champions Tour-Etappe von London geschafft. Ben Mahers elfjähriger schwedischer Action-Breaker Sohn Point Break entzückte die britischen Fans mit einer Traumrunde, in der er dem bis dato führenden Paar Niels Bruynseels und Chacco’s Lando OL mehr als fünf Sekunden abnahm. Doch dann kamen Christian Kukuk und Checker und machten es noch ein Stückchen besser: -0,38 Sekunden, der Sieg. Platz zwei an Ben Maher und Point Break. Belgiens Niels Bruynseels und Chacco’s Lando wurden Dritte.

Für Kukuk war es der erste Global Champions Tour-Auftritt mit seinem 15-jährigen Comme il faut-Sohn seit dem Super Grand Prix im vergangenen Dezember, bei dem in Prag im großen Finale noch einmal alle Etappen-Sieger der Saison zusammenkommen. Mit dem gestrigen Sieg hat Kukuk sich auch dieses Jahr wieder einen Startplatz für Prag gesichert – und damit die Chance auf einen ordentlichen Extrabonus in der mit insgesamt 1,25 Millionen Euro dotierten Prüfung. Der Sieger bekommt 300.000 Euro. Aber auch mit seinem gestrigen Sieg hat Kukuk einen ordentlichen Batzen eingestrichen: 165.000 Euro.

Kukuk nach seinem Sieg: „Wer einmal in seinem Leben den LGCT Super Grand Prix geritten ist, will es nochmal tun. Ich war nun zweimal in Prag dabei und einmal in Riad und ich freue mich schon jetzt darauf. Prag ist in fantastisches Turnier. Die Zuschauer sind toll, die Atmosphäre unglaublich. Dass es das einzige Hallenturnier der Saison ist, macht es noch besonderer.“

Passerpaarung

Wem die Kombination Chacco’s Lando/Niels Bruynseels nichts sagt – der Belgier und der Chacco-Blue Sohn aus der Zucht des Gestüts Lewitz sind ein neues Paar. London war ihr drittes gemeinsames Turnier. Der heute zwölfjährige OS-Hengst aus dem direkten Mutterstamm des Ukato war 2019 für 1,25 Millionen Euro über die PSI-Auktion verkauft worden. Er steht in arabischem Besitz, hat seine ersten größeren internationalen Aufgaben aber unter irischer und britischer Flagge gemeistert, zunächst mit Shane Breen, dann mit William Whitaker. Aufsehenerregende Erfolge waren bislang noch nicht darunter gewesen. Doch mit Bruynseels scheint es zu passen, wie der gestrige dritte Platz bewies. Nur die drei Erstplatzierten waren ein zweites Mal fehlerfrei durch den Stechparcours gekommen.

„Es ist unglaublich – wirklich!“, staunte Niels Bruynseels selbst über seinen Erfolg von London. „Das ist nicht die Position, auf der ich mich Anfang der Woche gesehen hätte. Ich wusste noch nicht einmal, ob ich ihn in der Qualifikation für den Großen Preis am Freitag springen soll. Dann war ich mir unsicher, ob ich ihn heute im Großen Preis reiten soll, weil es vielleicht etwas zu früh wäre, weil ich wirklich den besten Plan für ihn ausarbeiten wollte. Aber am Ende des Tages sieht es so aus, als sie dies der beste Plan gewesen“, freute sich der Belgier.

Weitere deutsche Ergebnisse

Neben Christian Kukuk hatte auch seine EM-Teamkollegin Sophie Hinners mit Combella das Stechen erreicht. Sie hatten einen Abwurf, wurden damit aber noch Siebte. Jana Wargers und ihre Superstute Dorette waren das schnellste Vier-Fehler-Paar im Normalparcours, Rang elf.

Ebenfalls vier Strafpunkte hatten Marcus Ehning und Coolio, waren aber nicht schnell genug für die Platzierung. Mit jeweils acht Fehlern kamen Daniel Deußer auf Otello de Guldenboom und Maximilian Weishaupt mit seinem Neuzugang Zuccero HV aus dem Parcours, den er ja vor wenigen Monaten von dessen schwedischem Ausbilder Rolf-Göran Bengtsson übernommen hatte, mit dem de Holsteiner Schimmel aus der Zucht von Hanno Köhncke bei der EM 2023 und den Olympischen Spielen 2024 am Start gewesen war.

Katrin Eckermann gab mit Dialou Blue PS ebenso auf wie Jörne Sprehe auf Hot Easy.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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