Der sympathische Flash Gordon wird nun von Daniel Bachmann Andersen geritten. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der sympathische Flash Gordon wird nun von Daniel Bachmann Andersen geritten. Foto: sportfotos-lafrentz.de

CDI-Premiere für Bachmann Andersen und Flash Gordon

Der sympathische Flash Gordon wird nun von Daniel Bachmann Andersen geritten. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der sympathische Flash Gordon wird nun von Daniel Bachmann Andersen geritten. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Im dänischen Aarhus hat der dänische Mannschaftsweltmeister und Olympia-Dritte mit der Mannschaft, Daniel Bachmann Andersen, am vergangenen Wochenende sein internationales Debüt mit seiner Zukunftshoffnung aus Deutschland gegeben – äußerst erfolgreich.

Nachdem Vayron zu Ingrid Klimke gewechselt ist, hatte Daniel Bachmann Andersen kein Championatspferd mehr. Aber er bekam einen viel versprechenden Neuzugang in den Stall, mit dem er nach einigen nationalen Siegen nun auch auf internationalem Parkett debütierte: den elfjährigen Oldenburger Flash Gordon. Dieser Fiderbach-Sohn gehört der ehemaligen Pfaff-Förderpreis Reiterin Ninja Rathjens. Sie selbst hatte ihn in den Jahren 2022 und 2023 auch in Klasse S und der kleinen Tour vorgestellt, nachdem Stefanie Hein und Holga Finken ihm sozusagen den letzten Schliff für die schwere Klasse gegeben hatten. Als es Richtung Grand Prix ging, war es Mathis Goerens, der den Wallach übernahm. Vor ziemlich genau zwei Jahren ritt er ihn erstmals in einer Intermédiaire II. Vergangenes Jahr nahm das Paar auch an mehreren Louisdor-Preis Qualifikationen teil, verpasste das Ticket nach Frankfurt aber knapp.

Nun sitzt seit Anfang des Jahres Daniel Bachmann Andersen im Sattel des Fuchses mit der hellen Mähne. Die beiden passen sehr gut zusammen – Flash Gordon mit viel Kaliber und Gurttiefe deckt den hoch aufgeschossenen, sehr schlanken Daniel Bachmann Andersen gut ab. Und sie sehen nicht nur gut aus, sie sind auch gut, wie sie in Aarhus gezeigt haben. Sie gewannen dort Grand Prix und Special der CDI3*-Tour mit 72,565 bzw. 72,213 Prozent.

Vieles ist noch im Werden, aber auf dem richtigen Weg bei dem Paar. Gelegentlich suchte der Wallach noch die Stütze in der Hand und wurde dann vorne etwas stark. Sehr schön sind seine Piaffe-Ansätze – sicher im diagonalen Takt mit reeller Lastaufnahme und deutlicher Hankenbeugung, allerdings zeitweilig noch stark im Vorwärts. Spielerisch gelingen dem Fuchs die Übergänge von der Piaffe in die Passage und zurück. Nach rechts scheinen ihm die Traversalen derzeit noch leichter zu fallen als nach links. Sehr positiv in beiden Aufgaben: Flash Gordon bewegt sich wirklich von hinten nach vorne durch den Körper, so dass auch sehr schön losgelassen nach vorne durch- und zu Ende gesprungene Serienwechsel gelingen (die Einer auf der Diagonalen im Special allerdings mit einem Fehler, weil der Wallach sich erschrocken hatte). Doch insgesamt wirkte er in Aarhus sehr zufrieden, obwohl er zwischendurch auch nach den Deko-Elementen außerhalb des Vierecks schaute.

Comeback von Pidgley und Gio

Ein Paar, von dem man lange nichts gehört hatte, sind die U25 Kür-Europameister von 2024, die Britin Annabella Pidgley und der von Charlotte Dujardin ausgebildet und zu Olympiabronze 2021 gerittene KWPN-Wallach Gio aka „Pumpkin“.

Obwohl sie 2024 EM-Gold in St. Margarethen gewonnen hatten, war der Apache-Sohn dort nicht in Bestform. Über ein Jahr lang hatte er nun pausiert. Im November ging er ein nationales Turnier in Dänemark, wo die beiden eine Intermédiaire II gewannen. In Aarhus meldete er sich nun mit zwei zweiten Plätzen in Grand Prix (71,304) und Special (71,128) zurück.

Schleifen für Langehanenberg

Erfolgreichste deutsche Reiterin war Helen Langehanenberg. In der CDI3*-Tour stellte sie den NRW-Landbeschäler Zoom vor. Der Zack-Sohn wurde mit 67,50 Prozent Sechster im Grand Prix war damit aber nicht mehr platziert – anders als Juliane Brunkhorst und die dänische Dream Boy-Tochter Seville Nord, die hier mi 69,065 Prozent Vierte war. Im Special waren es dann Langehanenberg und Zoom, die sich mit 68,085 Prozent an vierter Stelle platzieren konnten, während Brunkhorst und Seville Nord als Siebte (67,362) nicht mehr im Geld waren.

In der CDI4*-Tour wurden Grand Prix und Kür geritten. Dafür hatte Helen Langehanenberg die Hannoveraner Stute Daniela mit nach Aarhus gebracht, Tochter ihres Championatshengstes Damsey aus der Zucht von dessen Besitzern, des Ehepaares Leatherdale. Die Erfahrungswerte der zwölfjährigen Stute auf internationalen Parkett sind sehr überschaubar. Aarhus war das dritte internationale Turnier und das zweite auf Grand Prix-Niveau. Mit zwei dritten Plätzen schlug sie sich sehr gut. Im Grand Prix erhielt sie 69,174 Prozent, in der Kür 74,155 Prozent.

Juliane Brunkhorst stellte im CDI4* den Fürst Romancier-Sohn Fürst Enno vor. Der brachte es im Grand Prix auf 67,674 Prozent und war als Fünfter platziert. In der Kür konnte das Duo sich um einen Platz nach vorne schieben und belegte mit 73,870 Prozent Platz vier.

Sieger von Grand Prix und Kür wurden Anna Zibrandtsen und der ehemalige Bundeschampionats- sowie Dressurpferde-WM Medaillengewinner aus Oldenburger Zucht, Quel Filou v. Quaterback. Für den 14-jährigen Wallach gab es 72,565 Prozent im Grand Prix und 76,645 Prozent in der Kür.

Auch hier gab es einen zweiten Platz für Annabella Pidgley. Für die Vier-Sterne-Tour hatte die Britin ihren anderen Championatsmedaillengewinner mitgebracht, den von Cathrine Laudrup-Dufour ausgebildeten westfälischen Vitalis-Sohn Vamos Amigos, der mit 75,210 Prozent aus der Kür kam.

Alle Ergebnisse aus Aarhus gibt es hier.

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