Goch

Zoomiro B wurde zum Star im Viereck

Das Sommerturnier des RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel war ein voller Erfolg. (Foto: RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel)

Drei Tage lang war die Reitanlage des Reit- und Fahrvereins „von Driesen“ Asperden-Kessel an der Maasstraße fest in der Hand des Pferdesports. Vom 15. bis 17. August bot das traditionelle Sommerturnier ein Programm, das bis hin zu Prüfungen der Klasse S reichte – und damit Sport, Spannung und Atmosphäre in besonderer Kombination lieferte. 

Einer der Glanzpunkte des Turniers war zweifellos die Dressurprüfung der Klasse S am Sonntagnachmittag. Hier präsentierten die 23 Reiter hochklassige Lektionen mit Präzision und Ausdrucksstärke. Harmonische Übergänge, halbe Pirouetten links, rechts, fliegende Galoppwechsel und geschmeidige Traversalen begeisterten das Publikum und sorgten für anerkennenden Applaus auf den Rängen. Die gestellten Aufgaben, eine Kombination aus klassischen und fortgeschrittenen Dressurelementen, die von Sophie Jamar, Krefeld, auf Zoomiro B mit der Höchstpunktzahl von 890, vor Janine Drissen, PSG St. Georg Kevelaer mit FS Bloomberg (883) gemeistert wurde. 

Nicht minder spannend ging es im Springparcours zu. Das M-Springen mit Stechen bildete den sportlichen Schlusspunkt. Nach einer spannenden Vorrunde entschieden im Stechparcours Mut, Technik und die richtige Linie über Sieg oder Platzierung. Mehrere Ritte lagen nur wenige Hundertstelsekunden auseinander – das Publikum feuerte die Reiter lautstark an. Am Ende führte nach sechs Reitern, die sich für das Stechen qualifiziert hatten, Laurens Houben von der RSG Niederrhein auf Obeisse de Regor (0/33,25) die Ehrenrunde vor Jörg Leon Zahn, Keppeln, mit Quantro van de Vogelzang (0/34,06) an. Besonderes Flair brachte zudem die letzte Qualifikationsprüfung zum Rasenchampionat. Auch hier bot das bestens präparierte Geläuf den idealen Rahmen für schnellen, dynamischen Springsport. Hier zeigten die Teilnehmer, wie man Tempo, Wendigkeit und sauberes Springen vereint. Heimsieg in der ersten Abteilung auf A**-Niveau für Emely Alexander auf Ubi Wahn (0/54,61) vor Mika Duvenhorst auf Crownina (0/56,93).  

Großen Raum nahmen an allen drei Turniertagen die Nachwuchsprüfungen ein. Schon am ersten Turniertag gehörte das Viereck den jungen Pferden. Stark die Vorstellung des Hengstes FS Nestea, der mit einer Wertnote von 8,8 die Reitpferdeprüfung gewann. Im Sattel „von Driesen“-Amazone Sophie Dammeyer. Auch sorgte der Reiterwettbewerb für strahlende Kinderaugen und reichlich Applaus von Eltern und Zuschauern, in dem sich Elenore Schloter (Praest) auf Gurteen Misty`s Boy (Wertnote 7,8) und Lianne Janßen, Goch, auf Mystic Lady den ersten Rang teilten. Aber auch in den weiteren Stil- und Dressurprüfungen der unteren Klassen bewiesen die Jüngsten Mut, Geschick und reiterliches Feingefühl. Ein klares Signal, dass auch in Zukunft auf eine starke Basis gebaut werden kann. 

Insgesamt bot das Sommerturnier des RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel 37 Prüfungen in Dressur und Springen – und damit für jede Alters- und Leistungsklasse das passende sportliche Zuhause. Abseits der sportlichen Höhepunkte rundete ein familienfreundliches Rahmenprogramm mit Spielecke, Hüpfburg und Hindernisparcours das Angebot ab. Mit der Kombination aus Spitzensport, Nachwuchsförderung und geselligem Miteinander hat der RFV „von Driesen“ um den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Kösters einmal mehr gezeigt, warum das Sommerturnier an der Asperdener Maasstraße zu den festen Terminen im regionalen Pferdesportkalender gehört. 

Stephan Derks 

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