Das Podium der Paralympics 2024 mit Regine Mispelkamp auf dem Silbertreppchen. Foto: FEI
Das Podium der Paralympics 2024 mit Regine Mispelkamp auf dem Silbertreppchen. Foto: FEI

„100 für 100“ – Unterstützer für die Para-Dressur gesucht

Große Freude bei Regine Mispelkamp über DM-Silber mit Pramwaldhof's Bayala in Balve 2025.
Große Freude bei Regine Mispelkamp über DM-Silber mit Pramwaldhof’s Bayala in Balve 2025.

Diejenige Pferdesportdisziplin, die vielleicht am deutlichsten zeigt, welch besondere Verbindung zwischen Reitern und Pferden entstehen kann, ist auch diejenige, die die wenigste Beachtung erfährt: die Para-Dressur. Das möchten die Aktiven ändern und haben deshalb die Initiative „100 für 100“ ins Leben gerufen, mit der sie die Zukunft der Para-Dressur sichern und „ein Zeichen für Inklusion, Leistung und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen“ wollen.

In ziemlich genau einem Jahr ist Aachen Gastgeber der Weltmeisterschaften in sechs Pferdesportdisziplinen, zu denen auch die Para-Dressur gehört. 2028 stehen die Paralympischen Spiele in Los Angeles an. Das sind zwei sportliche Großereignisse, auf die deutschen Para-Equestrians sich bestmöglich vorbereiten wollen.

Dafür möchten sie schon jetzt Strukturen zu schaffen, mit denen die Talentförderung in ihrem Sport langfristig gesichert werden kann. Das geht nicht ohne Unterstützung, darum gibt es nun die Initiative „100 für 100“.

Die Idee von „100 für 100“

Das Ziel ist es, 100 Unternehmen zu finden, die sich bereit erklären, 100 Euro im Monat aufzuwenden, um dem Para-Dressursport eine solide Basis zu geben. Damit sollen Talente gezielt gefördert und zugleich der Para-Dressursport sichtbarer gemacht werden.

Mit dem Geld könnten verschiedene Ziele erreicht werden:

  • Aufbau professioneller Strukturen auf Landesebene
  • Förderung des Nachwuchses
  • Individuelles Training
  • Weiterbildung von Trainern und Betreuern
  • Physiotherapeutische Maßnahmen bei Lehrgängen und auf Turnieren für die Reiter wie für die Pferde
  • Sicherstellung von Ausrüstung und Materialien
  • Stärkung der Sichtbarkeit von Para-Sportlern in Leistungssport und Gesellschaft
  • Setzen eines Zeichens für Gleichstellung und Inklusive

Die Partner, die sich an dem Projekt beteiligen, würden auf die internationalen Turniere eingeladen, könnten Autogrammstunden anbieten, würden namentlich genannt werden, bekämen Hufeisen von den Championatspferden, ein exklusives Partnersiegel, Sticker mit dem Logo, könnten Vorträge der Athleten anbieten und so gleichzeitig etwas für die eigene Sichtbarkeit und das Firmen-Image tun.

So können Sie dabei sein

Wer Interesse hat, etwas für den Para-Dressursport zu tun und zugleich die eigene Firma ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, sollte sich mit der Mit-Initiatorin der Aktion in Verbindung setzen, Regine Mispelkamp aus Geldern. Sie ist eine der erfolgreichsten Para-Dressurreiterinnen der letzten Jahre mit unter anderem je zwei paralympischen Silber- und Bronzemedaillen von Tokio 2021 und Paris 2024.

Die Pferdewirtschaftsmeisterin hatte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur MTA absolviert, sich dann aber doch ganz ihrer Leidenschaft gewidmet, den Pferden. Davon ließ sie sich auch durch die Diagnose Multiple Sklerose nicht abbringen.

Heute führt die einst im Spring- wie im Dressurrsattel bis zur Klasse S erfolgreiche DOSB-Diplomtrainerin einen Turnier- und Ausbildungsstall, in dem sie Para- wie auch Regelsportler unterrichtet.

Regine Mispelkamp koordiniert die Aktion „100 für 100“ und beantwortet gerne Ihre Fragen.

Entweder per E-Mail unter Rmispelkamp@web.de oder telefonisch unter mobil: +49 171 3868231.

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