
Anfang Juni wurde die dritte und damit bereits vorletzte Qualifikation um den diesjährigen Rheinlands Reiter+Pferde Ü40-Cup ausgetragen. Veranstalter war der Reiterverein Voerde, der die Prüfungen in sein zweitägiges Pfingstturnier integriert hatte. Neben einer reibungslosen Organisation bestach das Event besonders durch seine engagierten Helfer, die tolle Atmosphäre und die guten Bedingungen, denen auch das durchwachsene Frühlingswetter nichts anhaben konnte.
Das Finale um den Rheinlands Reiter+Pferde Ü40-Cup rückt näher – nach Abschluss des dritten Qualifikationsturniers in Voerde haben die Teilnehmer nur noch ein weiteres Mal Gelegenheit, Punkte für den Finaleinzug zu sammeln. Denn zu einem Start in den alles entscheidenden Dressur- und Springprüfungen sind nur die jeweils 20 besten Reiter mit ihren Pferden berechtigt, die sich nach einem festgelegten Punktesystem hierfür qualifizieren. Und so freuen sich die Platzierten im Rahmen der Wertungsprüfungen traditionell nicht nur über schmucke Schleifen und exklusive Ehrenpreise, sondern auch eine entsprechende Anzahl an Wertungspunkten. Doch den Teilnehmern dieser beliebten Turnierserie winkt weit mehr als die Aussicht auf das große Finale: Da sich die Prüfungen exklusiv an Mitglieder des Rheinlands Reiter+Pferde Ü40-Clubs richten, herrschen hier einerseits besonders faire Bedingungen und andererseits eine von Gemeinschaftsgefühl geprägte Atmosphäre, wie sie sonst nur selten auf den Turnierplätzen zu finden ist.
Eine Ausnahme bei der Teilnahmeberechtigung gilt für Reiter der gastgebenden Vereine, die natürlich mitreiten können, auch wenn sie keine Clubmitglieder sind – an der „Altersgrenze” von mindestens 40 Jahren kommen aber auch sie nicht vorbei. Und so war es in Voerde die für den RV Voerde startende Sabina Brzoska, die den Sieg in der Dressurprüfung der Klasse L auf Trense einheimsen konnte. Mit ihrem Rheinländerwallach namens Viel Glück kassierte sie eine Bewertung von 7,8, womit ihr die Goldschleife nicht zu nehmen war. Auf Rang zwei platzierte sich mit Andrea Zimmermann eine Reiterin, die ihre Führung im Gesamtranking kontinuierlich ausbaut. Nach zwei gelungenen Starts in Leverkusen-Rheindorf und Hamminkeln-Dingden, konnte die Reiterin vom Ländl. ZRFV Marl ihre Form erneut bestätigen und mit einer Wertnote von 6,9 die silberfarbene Schleife entgegennehmen. Gesattelt hatte sie Sherie d’Amour, ihre zwölfjährige, selbstgezogene Stute von San Amour aus der Oldenburger Zucht. Zu Rang drei trabten Do it well, ein zehnjähriger Reitponyhengst von Darubi Gold, der seinem Namen im Viereck alle Ehre machte, und seine Reiterin Jutta Beyer-Osterholt. Das Paar ging für den RV Vreden an den Start und verließ die Bahn mit einer Wertnote von 6,8.

Ihren zweiten Sieg im Springen sicherte sich Meike Ihrig. Die Reiterin von der RSG Mottenkaul hatte bereits in Dingden die Ehrenrunde anführen dürfen und war auch in Voerde das Maß aller Dinge. Im Sattel von Lipsy, einem 2008 geborenen Holsteiner von Lord Z, beendete sie die Springprüfung der Klasse A über 95 Zentimeter ohne Fehler und in Bestzeit. 51,65 Sekunden bedeuteten Rang eins auf dem Siegertreppchen – und nochmal jede Menge Wertungspunkte für das Cup-Konto. Dicht hinter ihr reihte sich Reiner Lachowitz vom RV Wevelinghoven ein, der ebenfalls ohne Fehler blieb und nach 51,99 Sekunden ins Ziel kam. Seine vierbeinige Sportpartnerin: Die 15 Jahre alte Oldenburgerstute Amarie, abstammend von Contendro, mit der er im Laufe der Saison bereits erfolgreich unterwegs war. So auch seine Vereinskollegin Dr. Alexa Vaupel, die mit einem dritten Platz in Voerde ihr Punktekonto aufstockte. Im Sattel von Blue Bayou, einer 2008 geborenen Tochter des Balou du Rouet aus rheinischer Zucht, beendete sie den Parcours strafpunktfrei in 52,93 Sekunden.
Fotos: privat





