
Der Hannoveraner Verband hat die Weltmeyer- und Stakkato-Preise an die Junghengste mit den besten Leistungsprüfungen vergeben. Im Dressurbereich gingen zwei Auszeichnungen ins Rheinland.
Aus dem Stall der ZG Rütten-Janßen in Mönchengladbach stammt der Dynamic Dream-Sohn DC-10. Die Mutter ist eine Vollschwester zu der Escolar-Sir Donnerhall-Tochter Escona, die 2020 mit Hannah Erbe Vierte beim Bundeschampionat war. DC-10 war Siegerfohlen der Schau in Wickrath. Dann wechselte er in die Niederlande, inzwischen steht er in gemeinschaftlichem Besitz von Joop van Uytert und Helgstrand Dressage. Sportlich hat er sich bereits hervorgetan. 2025 zog er beim Hannoveraner Championat in Verden am 2 Millionen Euro-Prämienhengst Daan G. vorbei. Beim Bundeschampionat war er dann zu aufgeregt. Aber bei seiner Leistungsprüfung in Dänemark belegte er mit 885,50 Punkten den zweiten Platz.
Besser war hier nur Stallgassenkollege Daan G. v. Donkey Boss-Don Olymbrio, der ja bei Helene Geervliet in Dänemark zur Welt gekommen war, ehe er bei seiner Stippvisite zur Körung in Verden die Prämienschärpe holte und anschließend zurück nach Dänemark, aber nun in den Stall Helgstrand kehrte. Er gewann den Leistungstest mit 912,0 Punkten.
Als Rheinländer eingetragen ist der frisch mit dem Weltmeyer-Preis dekorierte sechsjährige Venturo v. Valdiviani-Belissimo M. Er stammt aus der Zucht von Ulla Katzorke in Essen und steht im gemeinschaftlichen Besitz der Hengststation Hoffrogge und des Landgestüts Celle. Seine Mutter Bohemian Rhapsodie war 2018 Vierte im Nürnberger Burg-Pokal Finale mit Kira Wulferding. Venturo legte als Vierjähriger einen herausragenden Sporttest mit 9,19 ab und war letztes Jahr siegreich in Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L.
In rheinischem Besitz steht mit dem ebenfalls sechsjährigen Lindenberg v. Libertad-Destano ein weiterer Weltmeyer-Preisträger. Der bildschöne Rappe gehört Tobias Schult aus Hünxe. 2024 war er Bundeschampion der vierjährigen Hengste. Seine Sportprüfung I absolvierte er mit einer 9,01. Letztes Jahr ging er nur ein Turnier, eine Dressurpferdeprüfung Klasse L, die konnte er aber gleich gewinnen.
Der fünfte Weltmeyer-Preis ging an Sir Gribaldi v. Secret-All Inclusive (Z.: ZG Aronis & Janßen) vom Gestüt Sprehe, der erst seine VA und dann beide Sportprüfungen gewann.
Stakkato-Preise
Neben den fünf Vierecksspezialisten wurden zwei Springhengste mit dem Stakkato-Preis geehrt. Das war zum einen der von Antonius Schulze-Averdieg gezogene Acorezzo v. Arezzo VDL-Cornado. Er war Prämienhengst seiner Hannoveraner Körung und wechselte dann zu David Will und Richard Vogel. Er absolvierte dreijährig seinen 50-Tage-Test mit einer 8,41.
Ebenfalls einen weit überdurchschnittlichen 50-Tage-Test legte Firekracker K v. For Treasure-Crumble ab: 8,48. Das K steht für den Züchter Martin Klindworth. Firecrackers „Onkel“, Crumble Cheesecake FRH, war ebenso siegreich bei den Hannoveraner Springpferde-Masters wie seine zwei Jahre jüngere Halbschwester Cherry Fly K FRH v. Chacfly PS.
Hengstanerkennung – zwei Neue fürs Rheinland
Außerdem fanden in den vergangenen Wochen diverse Hengstanerkennungen beim Hannoveraner Verband statt, bei denen auch Hengste aus rheinischem Besitz das Go für die Hannoveraner Zucht erhielten.
Das war zum einen der Oldenburger Best of Weihe v. Bonjour-Sandro Hit-Figaro. Seine Mutter ist eine Vollschwester zu Isabell Werths Weihegold. Gezogen wurde der Vierjährige von Dr. Susanne Hartmann in Hodorf, Besitzer ist Joachim Weil aus Köln.
Zum anderen konnte sich das Gestüt Rickhof über den ersten gekörten Sohn ihres Leistungsprüfungssiegers Erste Sahne freuen. In Verden trat er noch anonym auf, dabei hat der Dreijährige aus einer Dimaggio-Fleurop-Mutter bereits einen viel versprechenden Namen: Extra Stage. Aus dem direkten Stamm ging unter anderem der Grand Prix-Hengst Dunhill H hervor.





