
Die Nachricht, dass in München die Preis der Besten-Sichtung abgesagt werden musste, weil es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu tierschutzrelevanten Übergriffen auf eingestallte Ponys gekommen war, war ein Schock. Und jeder fragte sich, was steckt dahinter. Das Portal EQUI PAGES hatte Gelegenheit mit einem Zeugen vor Ort zu sprechen.
Der Zeuge ist der Jurist Wilfried Herkommer, früher langjähriger Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, der seinen Sitz auf der Olympiareitanlage in München-Riem hat, wo sich die Vorfälle ereignet haben. Herkommer ist zwar nicht mehr im Amt, aber seine Enkelin war bei der Sichtung in der U21-Tour am Start und er war als Zuschauer vor Ort.
Er berichtete, bei sechs Ponys seien Mähnen, Schweife und zum Teil Schöpfe abgeschnitten worden. Ein Pony habe aus dem Maul geblutet, bei einem anderen sei ein Vorderbein im Deckengurt eingehakt gewesen. Mehreren Ponys seien die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt worden.
Herkommer bestätigte das, was auch die FN schon geschrieben hatte, nämlich dass der Tierarzt davon ausgeht, dass keines der Ponys bleibende Schäden davongetragen hat. Es wurden Blutproben genommen, die auf Medikamente getestet werden. Die Kinder seien alle „zutiefst verstört“ gewesen. Alle hätten „nur noch nach Hause“ gewollt.
Die Polizei, deren Revier direkt an die Anlage angrenzt und die auch Pferde hier untergestellt hat, ermittele mit Hochdruck nach den Tätern.





