
Beim Global Dressage Festival in Wellington war Fünf-Sterne-Wochenende mit einer britisch-deutschen Siegerin, und in der U25-Tour gab es eine weitere persönliche Bestleistung für Emma Caecilia Lienert.
Bei Altmeister Herbert Rehbein haben Susan Pape und ihr Mann Ingo sich kennen- und lieben gelernt. Und hier haben sie auch das Rüstzeug für ihren weiteren Werdegang mit auf den Weg bekommen. Und wer das Team Pape schon mal in Action gesehen hat – gilt auch für „Chefbereiterin“ Greta Heemsoth – weiß: Das ist ein grundsolides Rüstzeug. Aber wie es so ist im Dressursport, manchmal braucht man einen langen Atem. Doch nun hat Pape es geschafft, in Wellington knackte sie zum ersten Mal in ihrer Karriere die 80 Prozent-Marke, und das auf einem Pferd, dessen Karriere schon fast abgeschrieben worden war. Aber auch hier hat Geduld sich ausgezahlt.
Die Rede ist von der Jazz-Tochter Harmony’s Giulilanta. Die ist zwar bereits 15-jährig, hat aber aufgrund eben einer Verletzung lange pausiert und dementsprechend recht wenig Erfahrung im Grand Prix-Viereck. Bereits bei den Weltcup-Etappen in Stuttgart und London konnten die beiden sich gut in Szene setzen. Dieses Wochenende in Wellington gewannen sie zunächst den Grand Prix mit einem Personal Best von 73,630 Prozent, dicht gefolgt von dem US-Olympiapaar Marcus Orlob und Jane (73,587), die später auch den Grand Prix Special gewannen, sowie Brittany Fraser-Beaulieu auf Jaccardo (72,783).
Einziges deutsches Starterpaar der Fünf-Sterne-Tour waren Frederic Wandres und Verrenberg, der im vergangenen Jahr noch Louisdor-Preis Qualifikationen ging. Mit 69,913 Prozent belegten sie Rang fünf im Grand Prix.
Ü80 in der Kür
Dann kam das Highlight des Wochenendes, die Kür unter Flutlicht am Samstagabend. Tom Jones begleitete Susan Pape und Giulilanta musikalisch von der ersten bis zur letzten Grußaufstellung. Dazwischen lagen viele tolle Momente, insbesondere in den Passagereprisen und den Pirouetten. Am Ende erschienen 81,745 Prozent auf der Anzeigentafel. Ein Riesenerfolg für das in Niedersachsen beheimatete Duo!
Deutlich dahinter reihte sich mit 76,435 Prozent die US-Amerikanerin Anna Marek auf Fayvel an zweiter Stelle ein. Rang drei ging an die Schwedin Carline Darcourt auf dem Stalypso-Sohn Lord Django (76,040). Frederic Wandres und Verrenberg konnten sich über den vierten Platz freuen (75,855).
Emma Lienert und „Joey“ weiter prima in Form
Die rheinischen Farben hält in Wellington Emma Caecilia Lienert mit ihrem Lehrmeister Windermere J’Obei hoch. 2025 konnte die Vertreterin des Förderkreis Dressur Neuss e.V. bereits Erfahrungen in der deutschen U25-Tour mit dem Olympiapartner von Melissa Galloway (NZL) von Paris sammeln. Nun sind sie zum ersten Mal in Wellington am Start und das läuft super. Zugegeben, sie haben auch wenig Konkurrenz in der dortigen U25-Tour. Am ersten Wochenende Anfang Januar waren sie ganz alleine, diesmal hatten sie immerhin eine Konkurrentin. Aber was viel wertvoller ist, als der Sieg unter diesen Umständen sind die Punkte. Und da konnten sie dieses Wochenende in der Intermédiaire II zum ersten Mal die 70 Prozent-Marke knacken. Ein toller Erfolg! Im U25 Grand Prix waren sie zwar an beiden Wochenenden siegreich, aber in der ersten Woche etwas besser als in der zweiten (68,974/67,667 Prozent).





