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Silber zum Abschluss

Julie Sofie Schmitz-Heinen holte Silber bei den Junioren. (Foto: Nilkens)

Am heutigen Finaltag bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen fielen weitere Entscheidungen um die Medaillen. Von beeindruckenden Dressurküren über packende Stechen im Parcours blieb es dabei spannend bis zum Schluss. Und auch heute ging das Rheinland nicht leer aus: Julie Sofie Schmitz-Heinen sicherte sich die Silbermedaille in der Junioren-Dressur. 

Bei den Dressur-Junioren haben sich in den letzten zwei Tagen vor allem zwei Nachwuchstalente auf Goldkurs gebracht: Die Rheinländerin Julie Sofie Schmitz-Heinen, die die erste Wertungsprüfung für sich entscheiden konnte, und ihre Mitstreiterin aus Baden-Württemberg, Clara Kohoutek, die gestern den Sieg davontrug. Entsprechend wurde die finale Kür im Aachener Dressurstadion mit Spannung erwartet. Und auch zur Musik konnten die beiden Reiterinnen mit ihren Pferden an die guten Leistungen der Vortage anknüpfen. Am Ende machte Clara Kohoutek dank einer eindrucksvollen Darbietung das Rennen: Mit 76,550 Prozent setzte sie in der letzten Wertungsprüfung noch einmal ein starkes Ausrufezeichen, sicherte sich den Kür-Sieg und somit auch Gold in der Meisterschaftswertung. Ihr vierbeiniger Erfolgspartner war der Wallach Dark Dancer, der seinem Namen heute einmal mehr alle Ehre machte.  

Julie Sofie Schmitz-Heinen und First Date OLD tanzten sich mit einer sehr ansprechenden und harmonischen Kür zu Platz drei in der finalen Wertung. Sie erhielten 74,675 Prozent von den Richtern und durften sich schließlich nicht nur über die weiße Schleife, sondern auch über den Vizetitel freuen. Damit hat die amtierende Triple-Europameisterin trotz ihres so erfolgreichen Saisonverlaufs übrigens nicht gerechnet. Denn in Aachen hatte sie nicht ihr Europameisterschaftspferd Attractive dabei, sondern die Stute First Date OLD, die erst wenig Erfahrung auf diesem Niveau hat. „Ich habe nicht damit gerechnet, hier eine Medaille zu gewinnen. Meine Stute ist hier erst zum sechsten Mal in der Klasse M und zum zweiten Mal in der Junioren-Tour gelaufen. Ich bin super glücklich”, resümierte Julie Sofie Schmitz-Heinen. Bronze ging an Eve Catherine Bartels vom Landesverband Hessen, die im Sattel von Villeneuve 74,775 Prozent in der Kür erritt und damit Zweite wurde. 

Und auch die Jungen Reiter bestritten eine Kür im Finale, wobei sie bereits Lektionen der schweren Klasse zu absolvieren hatten. Hier tat sich Nele Klaus aus Berlin-Brandenburg als Siegerin hervor, die im Sattel von Bonfire das Bestergebnis von glatt 75 Prozent einholte. Zu Platz zwei trabte DSP Bella Donna unter ihrer Reiterin Josephine Ruppert mit 74,400 Prozent, unterwegs für den bayrischen Landesverband. Den dritten Platz sicherte sich Meike Rückner mit Dr. Floh. Das Paar aus dem Saarland wurde mit 73,200 Prozent für seine Vorstellung belohnt. Nach zwei vierten Plätzen aus den vorherigen Wertungsprüfungen, wurden Alix von Borries und ihre Stute Feingefühl FRH heute Sechste in der Kür. 71,150 Prozent schlugen für das harmonische Paar zu Buche. So wurde es schließlich auch in der Meisterschaftswertung der vierte Rang für die beiden. Über Platz acht – sowohl in der Kür als auch in der Endabrechnung – konnte sich zudem Julia Eva Henrich freuen. Sie erzielte mit ihrer Stute For Sunshine zum Abschluss 69,150 Prozent im Soerser Dressurstadion. 

Ebenfalls ausgetragen wurde das Finale im Bundesnachwuchschampionat Pferde. Das Besondere: Hier maßen sich die Nachwuchstalente in einer Dressurreiterprüfung der Klasse L mit Pferdewechsel. Am besten präsentierte sich dabei Lilli von Helldorf aus Hannover. Sie siegte vor Marielle Engelmeyer vom Landesverband Weser-Ems und Ava Lia Rodloff aus Baden-Württemberg. 

Johanna Hell und Hannah Blandfort werden Vierte 

Johanna Hell wurde Vierte bei den Children. (Foto: Thamm)

In einem packenden Finale ermittelten die Children auf dem Springplatz ihre Meister. Dazu mussten sie eine M**-Prüfung mit zwei Umläufen absolvieren. Zwei gelungene Runden zeigten Johanna Hell und Copacabana M aus dem Rheinland. Rhythmisch, motiviert und sprunggewaltig präsentierte sich die Stute unter ihrer Reiterin, die im ersten Umlauf lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung in Kauf nehmen musste. Der zweite Umlauf gelang den beiden fehlerfrei, sodass sie ein hervorragendes Ergebnis ins Ziel brachten, mit dem sie vorübergehend auch die Führung übernahmen. Doch nach ihnen schafften es noch drei weitere Nachwuchstalente, die Wertungsserie mit null Fehlern abzuschließen, sodass ein Stechen über die Medaillenvergabe entscheiden sollte. Nach wie vor in Topform unterwegs waren Eske Biermann und ihr Hengst Quineiro aus Hannover, die am heutigen Tag drei Nullrunden ablieferten und sich eindrucksvoll den Meistertitel sicherten. Zu Silber sprangen Justus Thomsen und Clooney aus Schleswig-Holstein, Bronze ging an seine Teamkollegin Svea Wagner mit Mandy. Am Ende wurde es also Rang vier in der Finalprüfung sowie der Meisterschaftswertung für Johanna Hell.

Hannah Blandfort verpasste nur haarscharf eine Medaille bei den Ponyspringreitern. (Foto: Thamm)

Nicht minder spannend ging es im Finale der Ponyspringreiter zu. Hier schafften es vier Nachwuchstalente, sich im zweiten Umlauf des M**-Springens mit einem Null-Fehler-Ritt für ein Stechen zu qualifizieren. Mit dabei auch die Rheinländerin Hannah Blandfort, die auf ihrem Pony Karim van Orchid’s nach zwei großartigen Runden in den Normalumläufen als letzte Reiterin ins Stechen einzog. Da die anderen drei Reiter vor ihr bereits ohne Fehler ins Ziel gekommen waren, musste sie alles riskieren. So ritt Hannah Blandfort mit ihrem Vierbeiner auf Zeit – und eine sehr enge Wendung zum vorletzten Sprung, bei der ihr Pony den passenden Absprung nicht finden konnte, wurde ihr zum Verhängnis. Dadurch verpasste die junge Reiterin einen Treppchenplatz haarscharf und die anderen drei Reiter teilten die Medaillen unter sich auf. Gold gab es letzten Endes für Brianne Beerbaum, am Start für den Landesverband Hannover, und ihr Pony Sucato. Silber sicherte sich Malte Merschformann mit Hiroshima de Feyele vor Luna Hagedorn auf Balthazar de Bordes, beide aus Westfalen. 

Den Abschluss des letzten Turniertages machten die Jungen Reiter im Springen. Auf dem Weg zum Meistertitel mussten sie einen S***-Parcours mit zwei Umläufen absolvieren, der es in sich hatte. Hier siegte für den Landesverband Westfalen Marlene Becker im Sattel von Camelot mit den einzigen zwei Nullrunden. Zweite wurde Magdalena Steinle aus Berlin-Brandenburg mit ihrem Pferd Night Secret Z. Zu Platz drei sprangen Romy Rosalie Tietje und Cascadino, die für den Landesverband Schleswig-Holstein unterwegs waren. Und auch in der Meisterschaftswertung war Marlene Beckers am Ende des Tages das Maß aller Dinge. Sie holte Gold vor Emile Baurand aus Bayern mit Champ und Magnus Schmidt, Sachsen-Anhalt, mit Vivo de Muze PS.

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