Dressur Siegerhengst beim Schaufenster der Besten 2026 v. Bloomingdale-Millennium. Foto: bjoern-schroeder.de
Dressur Siegerhengst beim Schaufenster der Besten 2026 v. Bloomingdale-Millennium. Foto: bjoern-schroeder.de

Schaufenster der Besten 2026 – Champions für die Landgestüte

Dressur Siegerhengst beim Schaufenster der Besten 2026 v. Bloomingdale-Millennium. Foto: bjoern-schroeder.de
Dressur Siegerhengst beim Schaufenster der Besten 2026 v. Bloomingdale-Millennium. Foto: bjoern-schroeder.de

Bloomingdale und Diarado stellten die Champions bei der DSP-Körung des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt. Die Landgestüte sicherten sich mehrere Schärpenträger.

Dressurhengste

Unter den 19 Youngstern, die für eine Karriere im Dressurviereck vorgesehen sind, ragte beim Schaufenster der Besten in den Augen der Körkommission und der Kunden ein Sohn des Bloomingdale heraus. Insgesamt wurden 12 Hengste gekört, vier zudem prämiert. Der Siegerhengst aus einer Millennium-Mutter stammt zwar aus der Zucht von Heinrich Ramsbrock, hat aber über seinen Vater enge Verbindungen nach Neustadt/Dosse. Der Belantis-Sohn kam nämlich im brandenburgischen Haupt- und Landgestüt zur Welt, wuchs hier auf und verließ seine eigene Körung in der Graf-von-Lindenau-Halle 2022 als Reservesieger. Danach begann er seine Hengstkarriere im Landgestüt Celle, kehrte aber noch einmal nach Neustadt zurück, um als Junghengst Verbandschampion zu werden und sich seine Bundeschampionatsempfehlung abzuholen. Hier konnte er sich dann im Finale platzieren. Nun hat Bloomingdale mit seinem ersten Siegerhengst auch einen züchterischen Meilenstein geschafft.

„Hochnobel“, „typstark“, „dynamisch mit viel Abdruck, schwingend und locker“, „gut durchgesprungen“, „Takt und ausreichend Raumgriff“ – das waren die Attribute seitens der Körkommission, mit der sie ihre Auswahl des Neustädter Siegerhengstes 2026 begründete. Dieses Gesamtpaket war der Sächsischen Gestütsverwaltung 80.000 Euro wert. Der Edelmann wird also in Moritzburg stationiert.

Reservesieger und Prämien

Als Reservesieger unter den Dressurhengsten wurde ein weiterer Hengst mit Verbindungen zum Gastgeber herausgestellt: ein noch jugendlicher Fuchs v. Ben Benicio-Quaterback, der sich elastisch ins Bergauf bewegte. Er hat nicht nur einen Landbeschäler zum Vater, er kam auch in Neustadt/Dosse zur Welt, wechselte als Fohlen in den Besitz von Vicky Wulschner, die ihn ihrerseits wieder zurück nach Neustadt gab, damit ihr Youngster auf die Körung vorbereitet wird. Der offizielle Zuschlagspreis bei der Körung lag bei 30.000 Euro.

Bloomingdale stellte bei dieser Körung nicht nur seinen ersten Siegerhengst, sondern gleich noch einen weiteren Prämienhengst. Der hübsche Braune kam bei Matthias Stickamp in Herzlake zur Welt und hat eine Don Index-Cordoba-Mutter. Auch er war von Heinrich Ramsbrock präsentiert worden, gehörte aber nicht zum Auktionslot.

Prämienhengst Nummer vier mit Dressurabstammung war ein Diamond First-Millennium-Fürst Heinrich-Sohn aus der Zucht des Gestüts Sprehe und ausgestellt durch die Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle. Bei ihm sind 40.000 Euro als Verkaufspreis vermerkt.

Springhengste

Von den 31 Springhengsten, die sich der Körkommission präsentierten, erhielten 14 ein positives Körurteil und ebenfalls vier eine Prämie. Zum Siegerhengst ernannte die Körkommission den einzigen Sohn des Diarado, hier in Anpaarung mit einer Cascadello I-Mutter, gezogen von Lou Gabe van der Zwaag und ausgestellt von der Schep International Trade BV. Mit diesem aus den Niederlanden angereisten Braunen stellte der weltbeste Vielseitigkeitsvererber Diarado nach Holstein seinen zweiten Siegerhengst in dieser Körsaison. Neben dem „fast endlosen Vermögen“, das André Thieme neben der guten Technik im Kommentar herausstrich, bewegte der Hengst sich auch noch ansprechend, so dass der 2021er Europameister Thieme feststellte: „Ein richtiger Springer, den man gerne reiten würde.“ Die Preisliste führt ihn mit einem Zuschlagspreis von 50.000 Euro. Ein Verbleib wurde nicht bekannt gegeben.

Teurer war der Reservesieger, über seinen Vater Toys ein Toulon-Enkel aus einer Ramirado-Alasca-Mutter (Z.: Theodor Johannsen, Tara). Ausgestellt wurde auch er von der Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle. Der Braune kam mit seinen gerade erst drei Jahren schon ausgesprochen maskulin daher und konnte insbesondere Neustadt/Dosses Gestütsleiter Dr. Henning Frevert von sich überzeugen. Bei 61.000 Euro erhielt er den Zuschlag.

Über einen weiteren Prämienhengst aus eigener Zucht und dann auch noch vom eigenen Hengst abstammend konnte sich das Ehepaar Volkmar und Heike Schadock freuen. Sie hatten ihren Stationshengst Blue Diamond an eine Cellestial-Glenn Almé-Mutter angepaart und der athletische, reaktionsschnelle Junghengst, der dabei herauskam, überzeugte auf ganzer Linie mit seiner Sportlichkeit. Zu verkaufen war er nicht.

Last but not least erhielt der einzige Sohn des Casino Grande aus einer Acolito-Mutter eine Prämie. Der ausgesprochen schicke Braune kam bei Otto Krohne in Söhlde zur Welt und war von Jan-Crome Sperling in Neustadt/Dosse vor- und ausgestellt worden. Hier sind 40.000 Euro als Auktionsergebnis vermerkt.

Laut DSP-Statistik wurden 25 Reitpferdhengste für durchschnittlich 31.206 (gekörte) bzw. 13.281 (ungekörte) Euro zugeschlagen.

Unter den Reitponyhengsten ragte der Siegerhengst der Spezialrassen heraus, der Gold Garant-Foundation-Sohn, der als „kleines deutsches Reitpferd“ geführt wird. Er kostete 20.000 Euro.

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