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Platz zwei für Deutschland im Nationenpreis

Team Deutschland landete auf Platz zwei hinter den USA und Kanada im Nationenpreis. Foto: Centre Line Media

Beim Global Dressage Festival in Wellington hat gestern der Nationenpreis stattgefunden. Das deutsche Team war erfolgreich unterwegs und konnte sich Platz zwei hinter den USA und vor Kanada sichern. Mit dabei eine junge Rheinländerin, die bei ihrem Nationenpreisdebüt im Seniorenlager gleich ein Personal Best ablieferte und ihrem Team zu Silber verhalf: Emma Caecilia Lienert. 

Beim Dressur-Nationenpreis in Wellington hat die deutsche Mannschaft seit Jahren sprichwörtlich einen Stein im Brett. Nach einigen Siegen wurde es dieses Jahr der zweite Platz für das Team Schwarz-Rot-Gold, das aus Equipechef Michael Klimke, Frederic Wandres, Lars Ligus und Emma Caecilia Lienert bestand. Mit 205,043 Prozent lieferten die vier ein souveränes Gesamtergebnis ab und sortierten sich damit dichthinter den Gastgebern ein, die mit 205,631 Prozent in Führung gingen. Eine denkbar knappe Entscheidung über das Podium, das von Kanada mit 204,196 Prozent komplettiert wurde. 

Bilderbuchstart für Emma Caecilia Lienert 

Für die Rheinländerin Emma Caecilia Lienert, die in Mülheim an der Ruhr beheimatet ist, war es ein Auftakt nach Maß in ihrem ersten Nationenpreis bei den Senioren. Auch wenn der Begriff „Senioren” für die 22-Jährige etwas unpassend erscheint, konnte sie nach ihrem Ausscheiden aus der Altersklasse der Jungen Reiter schnell in der Ü21-Konkurrenz Fuß fassen. Seit Anfang des Jahres ist die Reiterin vom Förderkreis Dressur Neuss in Florida unterwegs, um Erfahrungen – und offensichtlich auch Erfolge – zu sammeln. Als Jüngste im Bunde war sie nun Teil der deutschen Nationalmannschaft im Nationenpreis von Wellington. Eine große und spannende Aufgabe, die Emma Caecilia Lienert ebenso nervenstark wie erfolgreich meisterte – und zwar gleich mit einem neuen Personal Best von 68,152 Prozent. Im Sattel von Windermere J’ObeiW, genannt „Joey”, drehte sie eine harmonische, ausdrucksstarke Runde in dem von Palmen gesäumten Dressurviereck. Der 16-jährige, neuseeländisch gezogene Sohn des Johnson zeigte unter seiner Reiterin viele Highlights und verhalf ihr nicht nur zu Silber mit der Mannschaft, sondern auch zu Platz sechs in der Einzelwertung dieses CDIO***-Grand Prix. 

Das deutsche Bestergebnis erzielten unterdessen Frederic Wandres und der zehnjährige Verrenberg von Vilancio mit 69,913 Prozent. Damit führten die beiden nicht nur innerhalb ihrer eigenen Equipe, sondern setzten sich auch an die Spitze der gesamten Prüfung. Auf Emma Caecilia Lienert und “Joey” folgten dann Lars Ligus und die Zonik-Tochter Zara K mit 66,978 Prozent, während Michael Klimke auf Harmony’s Fado gestern leider nicht an seine Erfolge aus den Vorjahren anknüpfen konnte, in denen er die deutsche Mannschaft zum Sieg geführt hatte. Mit dem zwölfjährigen Oldenburger von Fairytale erzielte er das Streichergebnis von 66,630 Prozent.

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