Nachdem Lokalmatador Marvin Jüngel gestern das Auftaktspringen der PARTNER PFERD 2026 für sich entscheiden konnte, gehörte der Höhepunkt des heutigen Tagesprogramms dem erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter aller Zeiten.
Dass Michael Jung im Springsattel genauso professionell unterwegs ist, wie im Busch ist nichts Neues. Heute in Leipzig hat er einmal mehr gezeigt, was er drauf hat. Im Sattel der neun Jahre jungen Eclaire Z, eine Tochter von Christian Ahlmanns Fünf-Sterne-Sieger Epleaser, nahm er der Konkurrenz in dem 1,45 Meter-Zeitspringen 0,53 Sekunden ab. Platz zwei ging an den Luxemburger Leipzig-Debütanten Victor Bettendorf auf der ebenfalls als Zangersheiderin eingetragenen Cancun Torel Z v. Cosinhus. Dritte wurde die Tschechin Sara Vingrakova, die den westfälischen Colestus-Sohn Constantin gesattelt hatte, einen alten Bekannten, denn der bunte Fuchs war als Youngster hoch erfolgreich unter Christian Kukuk, ehe er an Athina Onassis verkauft wurde, die auch immer noch als Besitzerin vermerkt ist.
Michael Jung ist nicht als übermäßig emotionaler Mensch bekannt. Wenn er sagt, dass er „überglücklich“ über einen Sieg ist, will das etwas heißen. So beschrieb er heute Nachmittag seinen Gemütszustand und schwärmte von seiner Stute, die nicht nur einen Vater aus dem Stall Ahlmann hat, sondern auch selbst dort in den Sport hineinwuchs. Sie sei grundschnell, habe sehr viel Potenzial und habe insgesamt einfach toll mitgemacht, so der Reitmeister. Sie ist auch seine Wahl für das Championat der Stadt Leipzig am Samstag. Dann hängen die Hindernisse zehn Zentimeter höher.
Freispring-Cup an Oganero P-Tochter
Schon zum zwölften Mal fand in Leipzig der Freispring-Cup der DSP-Anschlussverbände Brandenburg-Anhalt und Sachsen-Thüringen statt. Die diesjährige Siegerin ist eine Vertreterin von ersterem: Ontaria von Steinberg, eine vierjährige Tochter des Oganero P, vorgestellt von Burckhard Lehmann. Sie erhielt Noten von 8,8 für die Manier und 9,2 für das Vermögen, insgesamt also 18,0 oder anders gesagt eine 9,0 im Durchschnitt.
Insgesamt waren zehn vier- und fünfjährige DSP-Springtalente angetreten, um sich von Mannschaftsolympiasieger Lars Nieberg und seinem Kollegen Stephan Hellwig begutachten zu lassen.





