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Madlin Tillmann baut Führung weiter aus

Ihren zweiten Sieg feierte Madlin Tillmann. (Foto: Nilkens)

Auch der zweite Tag der diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen verlief aus rheinischer Sicht sehr erfolgreich. Sowohl im eindrucksvollen Soerser Dressurstadion als auch im Springparcours, der auf dem großen Fahrplatz aufgebaut wurde, zeigten die Nachwuchstalente beeindruckende Leistungen. 

Allen voran konnte Madlin Tillmann ihre Führung in der Pony-Dressur weiter ausbauen. Ihr Ritt in der heutigen Wertungsprüfung war allerdings nicht nur eine Demonstration für sehr feines, harmonisches und akkurates Reiten, sondern auch für den großartigen Zusammenhalt innerhalb des rheinischen Teams. So zog es nicht nur Madlins Dressurkolleginnen auf die Zuschauerränge, sondern auch die springbegeisterten Nachwuchsreiter ließen es sich nicht nehmen, sie anzufeuern. In Anbetracht des gestrigen Erfolgs und des vielen Supports konnte die heutige Prüfung also eigentlich nur gut werden – und so war es auch. Madlin Tillmann und ihr Reitponywallach Mister Prime Time legten auch heute eine einwandfreie Vorstellung hin, für die sie mit 76,537 Prozent belohnt wurden. Alle Richter sahen das Paar ausnahmslos auf dem ersten Rang, sodass die talentierte junge Reiterin ihre Spitzenposition im laufenden Ranking verteidigen konnte.  

Und auch auf den weiteren Treppchenplätzen spiegelten sich die Leistungen vom Vortag wider. Rang zwei ging erneut an Leni-Sophie Gosmann und damit ebenfalls ins Rheinland. Mit Diamantini EA WE avancierte die junge Reiterin zu 75,171 Prozent – auch sie hat demnach beste Chancen auf eine Medaille. Rang drei gab es für die westfälische Nachwuchsreiterin Hannah Charlotte Isbruch und ihr Pony Dabia Dior NRW, heute mit 74,073 Prozent. Mit Victoria Winkmann konnte sich eine weitere Rheinländerin auf einem guten sechsten Rang platzieren: Im Sattel von Peach ritt sie zu 71,829 Prozent. Zudem wurden Carlotta Wittmann und Morgensterns Delicius Dreizehnte mit insgesamt 69,512 Prozent. 

Sieg für Julie Sofie Schmitz-Heinen

Gelungener Auftakt für Julie Sofie Schmitz-Heinen. (Foto: Nilkens)

Für die Dressurreiter der anderen Altersklassen haben mit dem heutigen Tag die Wertungsprüfungen um die Deutsche Jugendmeisterschaft begonnen. Einen Start-Ziel-Sieg feierte Julie Sofie Schmitz-Heinen bei den Junioren, die sich auf M**-Niveau maßen. Mit ihrer Stute First Date OLD war sie ganz klar das Maß aller Dinge. Ihre äußerst ansprechende Vorstellung belohnten die Richter mit 73,054 Prozent – einem Ergebnis, das von der Konkurrenz nicht zu schlagen war und einen weiteren rheinischen Sieg einbrachte. Rang zwei ging hier an Clara Kohoutek aus Baden-Württemberg, die mit Dark Dancer 71,595 Prozent erritt. Den dritten Platz sicherte für den Landesverband Westfalen Viktoria von Braunmühl im Sattel von DSP First Class mit 71,432 Prozent. 

Und auch in der Junioren-Tour konnten sich zwei weitere Rheinländerinnen in die Liste der Platzierten einreihen. Rang sieben gab es für Lilly Marie Collin, die den Wallach Mc Queen mit auf das weltberühmte Turniergelände nach Aachen gebracht hatte. Die beiden verließen das Stadion mit 69,459 Prozent. Rang zwölf wurde es zudem für Pauline Kesting im Sattel von Earl of Nymphenburg bei glatten 68 Prozent. 

Zahlreiche Schleifen bei den Jungen Reitern

Alix von Borries wurde Vierte. (Foto: Nilkens)

In der Altersklasse der Jungen Reiter war der rheinische Landesverband ebenso zahl- wie erfolgreich vertreten. Hier absolvierten Reiter und Pferde eine S-Dressur als Einstieg in den Wettkampf. Den Sieg trug mit 72,079 Prozent Nele Klaus auf Bonfire davon, sie war am Start für Berlin-Brandenburg. Die Plätze zwei und drei gingen unterdessen nach Bayern: Capri-Marie Raum und Blickfang sicherten sich mit 71,079 Prozent die Silberschleife, Josephine Ruppert und DSP Bella Donna reihten sich mit 70,658 Prozent dahinter ein.  

Der Konkurrenz dicht auf den Fersen war und ist Alix von Borries mit ihrer vierbeinigen Erfolgspartnerin namens Feingefühl FRH. Mit 70,500 Prozent sortierte sich die Rheinländerin knapp hinter ihren Mitstreiterinnen auf dem vierten Rang ein – eine gute Ausgangsposition, auf der man die Medaillenränge fest im Blick hat. Und auch Luca Elina Gartmann und Quaters Diamond waren gleich zu Beginn des Turniers erfolgreich: Sie wurden Siebte mit 68,789 Prozent. Zu Platz zehn trabten außerdem Julia Eva Henrich und die Stute For Sunshine, die für ihre Vorstellung 68,684 Prozent kassierten. 

Platz sieben bei den Children

Paula Kempkens zog an siebter Stelle auf die Ehrenrunde. (Foto: Nilkens)

Last but not least haben auch die Children heute im Dressurviereck ihre Wertungsserie eröffnet, und zwar mit einer Dressurreiterprüfung auf L-Niveau. Klar und deutlich siegte Lilli von Helldorf aus Hannover, die mit ihrem Fürst Rico als Einzige die 80 Prozent-Marke knackte (80,375 Prozent). Der darauffolgende Platz ging nach Bremen: Isabella Lehnert und Queen for Dance sicherten sich mit 78,475 Prozent das zweitbeste Ergebnis. Dritte wurden Marielle Engelmeyer und Ferguston, startend für Weser-Ems, mit 77,775 Prozent. Über die grüne Schleife für Platz sieben durfte sich zudem Paula Kempkens aus dem Rheinland freuen. Im Sattel von Donnizelli trabte sie zu 75,400 Prozent. 

Vierte Plätze für Melina Savvidis & Hannah Blandfort im Springen 

Im Springen kämpften bei den Children ganze 50 Starterinnen und Starter um Sieg und Platzierungen in der ersten Wertungsprüfung, einer Springprüfung der Klasse M über 1,20 Meter. Am Ende konnte sich Eske Biermann aus Hannover als Siegerin hervortun. Mit Quineiro war sie über eine Sekunde schneller als die Konkurrenz (0/68,30). Zu Platz zwei sprangen Amy Carlotta Reinfandt und Lydago für den Landesverband Schleswig-Holstein (0/69,42). Rang drei ging nach Westfalen, und zwar an Luisa Charlotte Brocks mit Cordijana (0/69,77).

Melina Savvidis wurde Vierte bei den Children. (Foto: Thamm)

Auf Rang vier reihte sich Melina Savvidis aus dem Rheinland ein. Die junge Reiterin drehte eine sehr souveräne Runde, bei der es ihr gelang, mit Übersicht und Geschick an den richtigen Stellen ein paar Sekunden gutzumachen – denn der anspruchsvolle Parcours auf dem großen Soerser Fahrplatz verlangte Reitern und Pferden Einiges ab, nicht wenige Paare kamen mit Zeitstrafpunkten über die Ziellinie. Am Ende standen null Fehler und 70,99 Sekunden auf dem Konto der jungen Rheinländerin und ihrem groß galoppierenden, vermögenden Wallach Horatio, womit sich die beiden in eine gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf gebracht haben. Unter den Platzierten befand sich aber auch Johanna Hell, die auf dem Rücken von Copacabana M ebenfalls fehlerfrei blieb und eine Zeit von 73,56 Sekunden einholte. 

Und auch bei den Ponyspringreitern gab es einen vierten Platz für das Rheinland. Hannah Blandfort positionierte sich in dem auf M-Niveau ausgetragenen Springen in Treppchen-Nähe, nachdem sie mit Karim van Orchid’s eine Null-Fehler-Runde in 75,68 Sekunden hinlegte. Der Sieg in dieser Prüfung ging an Brianne Beerbaum (Hannover) mit Sucato (0/74,38), gefolgt von Malte Merschformann mit Hiroshima de Feyele aus Westfalen (0/74,81) und Laura Hertz-Eichenrode auf Caspar (Hannover, 0/75,52).

Doch damit nicht genug: Hannah Blandfort ging nicht nur bei den Ponys, sondern auch bei den Junioren an den Start. In dieser Altersklasse herrschte unumstritten viel und starke Konkurrenz: Ganze 56 Paare machten diese Prüfung, ein S-Springen über 1,40 Meter, unter sich aus. Hier sicherte sich zunächst einmal die Rheinländerin Paula Pahl Platz 13, nachdem sie im Sattel von Steckenpferd’s Perfect Game ohne Fehler in 74,85 Sekunden den Parcours verließ. Und Hannah Blandfort sicherte sich ihren zweiten Erfolg an diesem Turniertag: Sie blieb fehlerfrei in 77,56 Sekunden und zog mit ihrem Wallach Jack an 19. Stelle auf die Ehrenrunde. Der Sieg ging hier übrigens an Laura Hertz-Eichenrode, ebenfalls zweigleisig unterwegs, mit Davita FRH (0/70,02). Auf Platz zwei folgte der Westfale Jeremy Hein mit Bellinis Bärbel (0/70,06) vor Lilli Ladwig aus Berlin-Brandenburg mit Duke of Ice (0/70,51). 

Seinen tollen zweiten Platz aus der gestrigen Junioren-Zwischenwertung abgeben musste leider Jörg Leon Zahn. Mit seinem Pferd Quantro van de Vogelzang setzte er heute alles auf eine Karte – und tatsächlich lieferte er die mit Abstand schnellste Zeit von 67,21 Sekunden, kassierte dabei jedoch einen Fehler und verpasste die Platzierung damit um Haaresbreite. Somit bleibt es auch am morgigen, dritten Turniertag weiterhin spannend in allen Disziplinen und Altersklassen.

Alle Starter und Ergebnislisten finden Sie HIER

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