
Am 26. September wurde Lena Wiegmann im Rahmen der Kaarster Springreitertage das Goldene Reitabzeichen für ihre Erfolge im Springreiten verliehen. Damit wurde ein Traum wahr, von dem die 24-Jährige noch vor wenigen Jahren vermutlich nicht geglaubt hätte, dass er mal in Erfüllung geht. Begonnen hat ihre Karriere, wie bei vielen anderen auch, mit den kleinen frechen Ponys, die sie bis heute nicht ganz loslassen kann, denn an der Ausbildung junger Ponys hat sie immer noch sehr viel Spaß.
Weiter ging es dann mit dem Familienpferd auf den ersten Turnieren bis hin zu den ersten L-Springen. 2020, mit 18 Jahren und zum Beginn ihrer Ausbildung als Pferdewirtin, traf sie dann auf Bert. Er war bis zu diesem Zeitpunkt in dem ein oder anderen M-Springen gestartet, zeigte sich jedoch gerade im Training nicht immer besonders kooperativ und stand auch gerne mal auf zwei Beinen. Nichtsdestotrotz beschloss Lena, dass Bert ihr erstes wirklich eigenes Pferd werden sollte. Los ging es also mit den ersten gemeinsamen A- und L-Springen und auch mit dem ersten M-Springen, das sie tatsächlich sofort gewinnen konnten.
2022 dann das erste gemeinsame Punkte-S, worauf auch schnell die erste S-Platzierung beim Uedesheimer Derby folgte. Vier Monate nach dem ersten S-Springen beschloss Lena, dass es jetzt mal Zeit wäre für das erste S**. Die meisten hielten sie natürlich für verrückt, aber Lena war der Meinung, dass das klappen könne und ihr Bert bestens in Form sei. So war es dann auch: Sie platzierten sich auf dem sechsten Rang. 2023 folgte der erste S-Sieg, ebenfalls in einem Derby, und nur ein paar Monate später das erste S***-Springen. Im selben Jahr durften sie erstmalig an den Deutschen Jugendmeisterschaften teilnehmen, wurden daraufhin in den Landeskader aufgenommen und durften ein letztes Mal bei den Aachen Youngstars starten, wo sie sich in allen drei Prüfungen platzieren konnten und somit Vize-Hallen-Champion wurden. Anfang 2024 ging es schließlich zum ersten Mal nach Hagen zur Qualifikation für den U25-Springpokal. Auch hier konnten sie sich auf S***-Niveau platzieren.
Ein Jahr später, ebenfalls in Hagen, folgte dann die bisher beste Platzierung und eine sehr schöne Erinnerung, der zweite Platz im S*** mit Stechen. Mit dem Titel der Rheinischen Vizemeisterin in der U25-Tour und dem ein oder anderen S-Sieg ging es erfolgreich weiter. 2026 war Lena dann nur noch zwei S-Siege vom Goldenen Reitabzeichen entfernt. Der Erste kam im Juni in einem Punkte-Springen hinzu, in dem sie erstmalig drei Pferde an den Start brachte, wovon sie zwei von den ersten Sprüngen bis in die schwere Klasse ausbilden konnte. Vor Kurzem erritt sie dann die letzte fehlende Platzierung – einmal mehr auf dem Rücken von Bert, mit dem sie alle für das Goldene Reitabzeicheh erforderlichen Siege und Platzierungen gemeinsam holte.
Foto: Jana Sommer





