
Vier Tage lang bot der gastgebende RV von Bredow unter Vorsitz von Arnold Janßen am letzten Februarwochenende beim zweiten Teil des Keppelner Springfestival auf dem Hötzenhof mit nahezu 30 Prüfungen einem klaren Schwerpunkt auf den Reiternachwuchs. Das Ergebnis: sehenswerter Sport, große Emotionen und viele glückliche Gesichter rund um Parcours und Viereck.
Bereits der Auftakt setzte sportliche Akzente. Am ersten Turniertag standen die Springpferdeprüfungen im Mittelpunkt. Lokalmatador Kai Terhoeven-Urselmans ritt im Sattel von Cider Cup PS auf A-Niveau mit einer Wertnote von 8,5 an die Spitze des Feldes. Leichtfüßig und harmonisch präsentierte anschließend Tobias Thoenes den Westfalenhengst Oganoxx dem Richter-Duo Hubert Uphus und Adolf Vogt. Die Wertnote 8,7. Das bedeutete den Gewinn der Goldschleife. Mit Blockbuster II (Wertnote 8,4) sicherte sich Thoenes zudem Rang zwei. Auch auf L-Niveau blieb er das Maß der Dinge und verwies mit einer weiteren 8,7 selbst seine Ehefrau Judith auf ChacorenaPS (Wertnote 8,6) knapp auf den Silberplatz.
Im A**-Springen mit Siegerrunde hatte Nachwuchsreiterin Jette Bosch aus Seydlitz auf Wireste in fehlerfreien 32,96 Sekunden die Nase vorn. Chantal Lamers, Asperden-Kessel, folgte mit Chocolatte Dream (34,55 Sekunden). In der mittelschweren Springprüfung war die von Driesen-Amazone Yvonne Booten nicht zu schlagen. Auf dem selbst gezogenen Wallach Conthargos Gold B blieb sie als einzige Reiterin in der Siegerrunde ohne Strafpunkte (33,32 Sekunden). Pech dagegen für Jens Terhoeven-Urselmans. Mit D’Amichi riskierte er alles, war mit 32,46 Sekunden zwar schneller unterwegs, kassierte jedoch einen entscheidenden Abwurf.
Ein besonderes Augenmerk galt dem Ponysport. In der Ponystilspringprüfung der Klasse A überzeugte Lilly Roghmans vom Luisenhof mit Bad Man (Wertnote 8,5). Ausbalanciert und losgelassen verwies sie Meliha Lücke-Kara, Schwarme, auf Brummerhoeve’s Pilgrim (Wertnote 8,4) knapp auf Rang zwei. Für faire und leistungsgerechte Parcours sorgten auch hier die Parcoursbauer Georg Broeckmann und Andre Bahners.
Spannung pur herrschte auch in der Ponyspringprüfung der Klasse M mit Stechen, bei der die Hindernisse auf 1,20 Meter erhöht wurden. Drei Amazonen machten den Sieg unter sich aus. Marlene Richter, Schwerte, beendete den Stechparcours auf Kalif von Orchids mit 19 Fehlerpunkten, Josefine-Maria Freudenberger, Kalthof, kam mit Mylord Manolito auf zehn Fehlerpunkte. Als Janne-Frederike Zahn aus Keppeln mit Rock’n Roll einritt, ging ein Raunen durch die Halle. Zwei Stangen fielen, doch die junge Reiterin blieb nervenstark und vor allem schnell: Acht Fehlerpunkte in 39,49 Sekunden bedeuteten dennoch den Sieg. Goldschleife und großer Applaus inklusive in einem kuriosen Stechen. „Überhaupt waren es fröhliche Tage“, schilderte Andrea Franken das Geschehen. „Vom kleinsten Ponyspringsport bei 60 Zentimetern Hindernishöhe bis zur mittelschweren Prüfung waren alle mächtig aufgeregt.“ Für zusätzliche Begeisterung sorgte die Mannschafts-Show „Sport trifft Challenge“, die das Team aus Xanten gewann und sich damit über den Besuch eines Konzerts von Max Giesinger freuen darf.
Der letzte Turniertag gehörte am Vormittag erneut dem Nachwuchs. Im Dressurreiterwettbewerb siegte Sophia Grütter aus Sonsbeck auf Moni’s Dream (Wertnote 8,5) vor Marlene Arntz, Asperden-Kessel, mit Dibadu J (Wertnote 8,3). Rund ums Viereck strahlten nicht nur die jungen Reiterinnen und Reiter, sondern auch Eltern und Großeltern. Der Hötzenhof präsentierte sich einmal mehr als ideales Ziel für einen Familienausflug. Am Nachmittag wurde es im Springparcours noch einmal anspruchsvoll. Denn auch die vierte Qualifikationsprüfung im Stübben Indoor-Cup gewann Tina Wellessen, Goch, auf Panajotta fehlerfrei in 42,90 Sekunden. Janne-Frederike Zahn folgte auf Cassilano’s Stern (44,54), knapp dahinter Carolin Ophey, Asperden-Kessel, mit Caspar (44,68). Ein spannendes L-Springen.
Den sportlichen Schlusspunkt setzte das M-Springen mit Siegerrunde. Hier sicherte sich Meike Theis, Asperden-Kessel, auf Caesar den Sieg vor Filip Schmidt, Anrath, mit For Fun und Franziska Tönnißen, Goch, auf Arabella.„Auch beim zweiten Teil des Keppelner Springfestivals haben wir sehenswerten Pferdesport erleben dürfen, bei dem der Reiternachwuchs bereits tolle Leistungen gezeigt hat“, resümierte Vorsitzender Arnold Janßen stolz. Dank des engagierten Einsatzes zahlreicher Ehrenamtlicher verlief die Veranstaltung reibungslos. Ein rundum gelungenes Wochenende.
Stephan Derks
Foto: Eva Müller





