Die zehn Qualifikationsturniere des Dressur-Weltcups der Westeuropa-Liga sind beendet. Im niederländischen s’Hertogenbosch gingen die Dressurreiterinnen und -reiter letztmalig vor dem Finale in Omaha (USA) auf Punktejagd. Isabell Werth hatte für die letzte Station Emilio gesattelt.
Isabell Werth setzte Emilio ein, der zwar nicht am Weltcup-Finale teilnehmen soll, sondern diesen Job seinem Stallgefährten DSP Quantaz überlassen wird. Der 17-jährige Ehrenpreis-Sohn glänzte in der Kür besonders mit seinen Piaffen und erhielt von den Richtern 82,76 Prozent, die Platz drei bedeuteten.
Die britische Weltmeisterin Charlotte Fry und der niederländische Hengst Glamourdale haben sich mit zwei Siegen aus der Turnierpause zurückgemeldet. Seit der Weltmeisterschaft in Herning im vergangenen August hatte der Hengst nur das Turnier in London kurz vor Weihnachten bestritten. In den Brabanthallen von s’Hertogenbosch präsentierte er sich frisch, sogar kernig. Trotz eines Fehlers in den Traversalen und nicht ganz so ausdrucksstarken Piaffen reichte es für das Paar locker zum Sieg (86,835 Prozent). Auf Platz zwei ritt die Niederländerin Dinja von Liere mit dem Hengst Hermes, ein Sohn des Trakehners Easy Game. Kleine Fehler schlichen sich ein, dennoch 83,375 Prozent, Rang zwei.
In der Einlaufprüfung, dem CDI-W-Grand Prix, wurden Isabell Werth und der Westfale mit 74,348 Prozent Fünfte hinter Siegerin Charlotte Fry, Marieke van der Putten, Dinja van Liere und Benjamin Werndl.
Platzierungen mit Budhi und Zeffirelli
Isabel Werth hatte aber nicht nur Emilio mit nach s’Hertogenbosch gebracht: Den Oldenburger Hengst Budhi pilotierte Werth im CDI3*Grand Prix mit 72,305 Prozent zu Platz drei hinter Siegerin Charlotte Fry mit Lars van de Hoenderheide (73,108) und Emma Kanerva auf Mist of Titanium (72,302).
Mit dem Blue Horse Zack-Nachkommen Zeffirelli sicherte sich Werth in der Intermédiaire I mit 71,676 Prozent Platz zwei hinter Dinja van Liere mit Vita di Lusso (72,000). Zuvor waren Isabell Werth und Zeffirelli schon im Prix St. Georges gestartet und hatten mit 70,911 Prozent Platz drei erreicht.