Beim Fünf-Sterne-Turnier in Sharjah, das parallel zu der Weltcup-Station in Göteborg stattfand, sorgten vor allem Sophie Hinners und David Will für starke Ergebnisse. Im Weltcup-Springen, das zugleich als Großer Preis ausgetragen wurde, ritt Sophie Hinners mit Iron Dames Kaleni Jo zu einem hervorragenden zweiten Platz.
Hinners und Will vorne
Sieben der 40 gestarteten Paare qualifizierten sich nach einer fehlerfreien Runde für das Stechen. Im entscheidenden Umlauf setzte sich Abdel Said, ein für Belgien startender Ägypter, mit Quaker Brimbelles Z durch. In fehlerfreien 50,18 Sekunden sicherte er sich den Sieg. Sophie Hinners blieb ebenfalls ohne Abwurf, benötigte mit ihrer Kannan-Tochter jedoch 51,62 Sekunden und belegte damit Rang zwei. Dritter wurde Rene Tebbel, der für die Ukraine startet, mit Paulus-L.
David Will verpasste mit Xixo Borgia nach einem Abwurf im Umlauf den Einzug ins Stechen und beendete den Großen Preis auf Rang 15. In den weiteren Prüfungen verlief das Wochenende für ihn jedoch deutlich erfolgreicher: In einem Springen über 1,55 Meter wurde er mit Xixo Borgia Zweiter, ebenso wie mit der achtjährigen Oak Grove’s Big Blue. Den Sieg in dieser Prüfung sicherte sich Sophie Hinners mit Come Away Flamingo Z.
Göteborg: Niederländer gewinnt
Derweil konnte Willem Greve die Weltcup-Etappe in Göteborg gewinnen. Im Scandinavium qualifizierten sich acht der 36 gestarteten Paare für das Stechen. Am Ende war es der Niederländer, der als letzter Starter noch einmal alles auf eine Karte setzte und mit einer schnellen Nullrunde den Sieg perfekt machte. Für seinen 15-jährigen Grandorado war es der erste Erfolg auf 1,60-Meter-Niveau, für Greve bereits der dritte Weltcup-Sieg der Saison.
Lange Zeit hatte seine Landsfrau Kim Emmen mit Imagine geführt. Das Paar lieferte eine souveräne und fehlerfreie Runde ab, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben. Noch knapper wurde es für das schwedische Publikum: Malin Baryard-Johnsson und ihre 18-jährige Erfolgsstute Indiana begeisterten die Zuschauer mit einer brillanten Runde, verpassten die Führung jedoch um lediglich 0,25 Sekunden und wurden Dritte.
Deußer auf Rang sechs
Aus deutscher Sicht sorgte vor allem Daniel Deußer für Spannung. Mit Otello de Guldenboom zeigte er im Stechen eine extrem schnelle Runde, doch ausgerechnet am letzten Hindernis fiel die entscheidende Stange. Mit 40,24 Sekunden war es die schnellste Zeit des Stechens, aufgrund der vier Fehlerpunkte bedeutete dies Rang sechs.
Für die weiteren deutschen Reiter verlief das Weltcup-Springen weniger glücklich, sie blieben nicht fehlerfrei. In den Rahmenprüfungen konnten jedoch Platzierungen gesammelt werden: Sandra Auffarth sicherte sich mit Comcador gleich zweimal Rang drei in Springen über 1,45 und 1,50 Meter. Auch Patrick Stühlmeyer und Daniel Deußer platzierten sich. Zudem feierte Deußers Erfolgspferd Killer Queen nach längerer Turnierpause ein entspanntes, fehlerfreies Comeback.





