Ein Zoo im dänischen Aalborg hat dazu aufgerufen, Haustiere zwecks Verfütterung an die Raubtiere abzugeben. Die Meldung ist schon 14 Tage alt. Aber es hat etwas gedauert, bis wir Antwort auf die Frage bekommen haben, was sich hinter dem Begriff „Euthanasierung“ in der Praxis verbirgt. Darum erst jetzt die Meldung inklusive Erklärung, wie die Haustiere vor dem Verfüttern getötet werden.
Auf der Website des Zoos Aalborg wird erklärt, die Raubtiere sollten so artgerecht und naturnah wie möglich gefüttert werden. Dazu gehöre, dass sie ganze Beutetiere bekommen inklusive Innereien, Knochen und Fell. „Indem wir notwendige Tötungen zu einem Teil der Nahrungskette machen, vermeiden wir Verschwendung und schaffen stattdessen einen sinnvollen Abschied, bei dem das Tier sowohl den Raubtieren des Zoos als auch der Natur zugute kommt“, erklärt der Zoo.
Aus diesem Grund nehme man dankbar „Tierspenden“ von Privatpersonen und Unternehmen entgegen. Diese würden dann im Zoo „eingeschläfert und geschlachtet“. Explizit wird auch um Pferde bzw. Ponys gebeten, die allerdings nicht größer als 1,47 Meter Stockmaß und „in den letzten 30 Tagen nicht wegen einer Krankheit behandelt worden“ sein dürften.
Einschläfern vor dem Verfüttern?
Dass ein Zoo öffentlich zur Spende von Haustieren aufruft, sorgte weltweit für Schlagzeilen. SPIEGEL, BBC, Times und viele andere haben darüber berichtet. Auf der Website des Zoos heißt es:
„Das Pferd muss lebend zum Aalborg Zoo gebracht werden, wo es von geschultem Personal eingeschläfert (euthanasiert, Anm. d. Red.) und anschließend geschlachtet wird.“
Wir hatten im Zoo Aalborg nachgefragt, wie es sein könne, dass man ein medikamentös getötetes Tier anschließend verfüttert. Schließlich wäre das auch für die Raubtiere tödlich. Daraufhin erklärte man uns nun:
„Wir wenden nicht-medizinische Euthanasie an:
Das Pferd wird mit einer Bolzenschusspistole betäubt und anschließend durch Durchtrennen der großen Blutgefäße im Hals ausgeblutet. Diese Methode wird üblicherweise bei der Schlachtung angewendet, kann aber auch zur Euthanasie eingesetzt werden.“





