Beim Fahrturnier in Greven standen am vergangenen Wochenende gleich mehrere hochkarätige Wettbewerbe auf dem Programm. Neben der Deutschen Meisterschaft der Vierspänner wurden die Deutschen Meisterschaften der Para-Fahrer ausgetragen, außerdem diente das Turnier als Sichtung für die Jugend-Europameisterschaften. Die Fahrer aus dem Rheinland überzeugten dabei mit zahlreichen Spitzenplatzierungen.
Für den größten Erfolg aus rheinischer Sicht sorgte Alexandra Sievers, geborene Röder, bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Fahrer in der Klasse S. Gemeinsam mit Equistar Lucie dominierte sie die Konkurrenz eindrucksvoll. Bereits in der Dressur setzte sich Sievers mit herausragenden 78,80 Prozent deutlich an die Spitze des Feldes. Die zweitplatzierte Fahrerin erreichte lediglich 73 Prozent, womit sie einen komfortablen Vorsprung herausfuhr.
Sechs Bestzeiten für Röder
Auch im Gelände ließ die Rheinländerin keinen Zweifel an ihrer Ausnahmestellung aufkommen. Mit sechs Bestzeiten in allen sechs Hindernissen gewann sie die Marathonprüfung souverän und baute ihren Vorsprung in der kombinierten Wertung weiter aus. Vor dem abschließenden Hindernisfahren führte Alexandra Sievers mit fast 16 Strafpunkten Vorsprung auf die Konkurrenz. Im Kegelparcours verteidigte sie ihre Spitzenposition schließlich souverän und sicherte sich den Titel der Deutschen Meisterin der Para-Fahrer Klasse S.

Zudem gelang Sievers ein ganz besonderer Erfolg: Sie gewann mit Mario Schildt den erstmals ausgeschriebenen Albert-Sahle-Ehrenpreis für Inklusion im Fahrsport, der an das beste Team aus Para-Fahrer und Vierspännerfahrer vergeben und mit 1000 Euro dotiert war. Die Auszeichnung wurde von Hippoevent ins Leben gerufen und soll die aktive Zusammenarbeit von Para-Fahrsportlern und Fahrern aus dem regulären Fahrsport fördern.
Poensgen Vierter
Auch in den weiteren Klassen konnten die rheinischen Fahrer überzeugen. In der Deutschen Meisterschaft der Zweispänner Großpferde belegte René Poensgen den vierten Platz. Dabei fehlten ihm am Ende lediglich drei Strafpunkte zu einem Medaillenrang.

Max Berlage stellte erneut seine große Stärke in der Ausbildung junger Pferde unter Beweis. Nachdem seine Nachwuchspferde an den Vortagen bereits starke Leistungen gezeigt hatten, ging er im abschließenden Wettbewerb bewusst etwas verhaltener vor, um die noch unerfahreneren Pferde zu schonen. Dennoch unterstrich Berlage, dass sich nach seinem erfolgreichen WM-Gespann bereits das nächste vielversprechende Nachwuchsgespann auf internationalem Niveau etabliert.
In der Zweispännerklasse M belegte Andreas May von den Fahrsportfreunden Reichshof den vierten Platz in der kombinierten Wertung. Ebenfalls unter den besten Fahrern platzierte sich Anja Sander vom RV Lippe-Bruch Gahlen, die den Wettbewerb auf Rang fünf abschloss.
Laura Hüsges fährt auf Rang zwei
Für ein weiteres Spitzenergebnis sorgte Laura Hüsges bei der Sichtung zur Jugend-Europameisterschaft. In der Pony-Einspänner Klasse M erreichte sie mit Adina in der Dressur 72,3 Prozent und belegte damit den zweiten Platz hinter Luisa Dietrich. Im Marathon zeigte Hüsges anschließend eine beeindruckende Leistung. Mit zwei Bestzeiten in sechs Hindernissen gewann sie die Geländeprüfung und verbesserte sich auf den zweiten Platz der kombinierten Wertung. Diesen Rang verteidigte sie auch nach dem Hindernisfahren und beendete die Sichtung als Gesamtzweite. Über die endgültige Nominierung für die Jugend-Europameisterschaften entscheidet nun die Auswahlkommission.






