Schleifen

Rheinische Erfolge bei den Aachen Dressage Days

Vom 4. bis 6. Mai fanden die Aachen Dressage Days im Allianz Park statt. Neben internationalen Dressurprüfungen von Ein- bis Drei-Sterne-Niveau standen auch verschiedene Jugendprüfungen mit rheinischer Beteiligung auf dem Programm. 

Reiterinnen und Reiter aus verschiedensten Nationen waren nach Aachen gekommen, um die top Bedingungen und die ganz besondere Atmosphäre in der Soers auszukosten und sich mit ihren Pferden auf dieser großen Bühne zu präsentieren. So auch Hannah Schmitz und Lynn Greven, die die Anreise aus dem Rheinland nicht weit hatten. Beide gingen in den Prüfungen für Junioren an den Start und wussten hier zu überzeugen. Im Team Test dieser Altersklasse musste sich Hannah Schmitz vom RV Kaldenkirchen nur dem Italiener Matteo Borghesi geschlagen geben, der auf seinem Pferd Incognito mit 71,566 Prozent die Prüfung gewann. Im Sattel ihres Rheinländers Moosbend’s Rockadera reihte sich Hannah Schmitz mit 70,606 Prozent jedoch dicht hinter ihm ein. Dritter wurde erneut Matteo Borghesi, der mit seinem zweiten Pferd Foldbergs Dantino 69,242 Prozent einholte. Auf Rang vier fand sich schließlich Lynn Greven wieder, die den RV Aachen repräsentierte. Mit ihrer westfälisch gezogenen Stute Valentina erritt sie ein Ergebnis von 67,828 Prozent. 

In der Individual Competition am letzten Turniertag sah die Rangierung ähnlich aus. Matteo Borghesi setzte sich erneut an die Spitze dieser Prüfung, diesmal jedoch mit Foldbergs Dantino. Das Paar erhielt 70,980 Prozent. Hannah Schmitz durfte sich über ihre zweite Silberschleife freuen: Mit ihrer 2014 geborenen Rock Forever-Tochter avancierte sie zu 69,951 Prozent. Rang drei ging wiederum an Matteo Borghesi und Incognito, die mit 67,206 Prozent das Viereck verließen. Für Lynn Greven und ihre zehnjährige Vitalis-Tochter wurde es der sechste Platz, die beiden erhielten eine Bewertung von 66,520 Prozent. 

Auch die Jungen Reiter eröffneten das Turnier mit ihrem Team-Test. Hier siegte die Britin Ruby Hughes mit ihrer niederländischen Stute Mount St John Jazz Dance nach einer gelungenen Vorstellung mit 68,333 Prozent. Doch es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze dieser Prüfung: Die Zweitplatzierte, Caroline Pawluk aus Polen, erritt mit ihrem Hengst Fürst Fernando OLD die gleiche Prozentzahl und musste sich schließlich nur allzu knapp geschlagen geben. Auf Rang drei sortierte sich die Schweizerin Sabrina Rietiker ein. Im Sattel ihrer Hannoveranerstute Fabiola erzielte sie 68,186 Prozent. 

Und auch am Folgetag machten diese drei Athletinnen die Treppchenplätze des Young Riders Individual Tests unter sich aus. Erneut waren Ruby Hughes und ihre 2014 geborene Jazz-Tochter das Maß aller Dinge: Mit 69,314 Prozent sicherten sie sich ihre zweite Goldschleife. Zu Platz zwei trabten diesmal Sabrina Rietiker und ihre 14-jährige, von Foundation abstammende Sportpartnerin mit ebenfalls starken 69,069 Prozent. Caroline Pawluk erhielt mit ihrer 13-jährigen Fürstenball OLD-Tochter 68,431 Prozent, was den dritten Platz bedeutete. 

In der Riege der U25-Reiter machten zwei Britinnen das Rennen unter sich aus. In der Intermediate II setzte sich Harrison Ashton im Sattel von Spectre mit 69,167 Prozent vor Ruby Hughes, die in diesem Prüfungsformat auf den Hannoveranerwallach Farrell setzte (67,941 Prozent). Im Grand Prix dieser Altersklasse tauschten die beiden dann einmal die Plätze: Hier siegte Ruby Hughes mit 68,846 Prozent knapp vor ihrer Teamkollegin, die 68,462 Prozent einholte. 

Auf regen Zuspruch stießen unterdessen die internationalen Ein- und Drei-Sterne-Prüfungen. An die Spitze des 30 Teilnehmer starken Starterfeldes im CDI3* Grand Prix setzte sich João Pedro Moreira. Der für Portugal startende, in Deutschland beheimatete Reiter hatte den Oldenburgerhengst Fürst Kennedy OLD mit in die Soers gebracht und drehte mit ihm eine äußerst ansprechende Runde im Allianz Park. 71,413 Prozent lautete das Ergebnis, das von der Konkurrenz nicht zu schlagen war. Rang zwei ging mit 70,587 Prozent an Henri Ruoste aus Finnland. Sein vierbeiniger Sportpartner war der HannoveranerwallachDelaurentis FRH. Den dritten Rang sicherte sich der Luxemburger Nicolas Wagner Ehlinger im Sattel des Hannoveraners Quater Back Junior FRH. Die beiden erzielten 70,348 Prozent.  

Den Grand Prix Special am Tag darauf konnte sodann Henri Ruoste für sich entscheiden. Er sicherte sich den Sieg mit 71,170 Prozent. Rang zwei gab es für Nicolas Wagner Ehlinger mit 70,723 Prozent vor Gareth Hughes, am Start für Großbritannien, der mit seinem KWPN-Wallach Mowgli-Olympia MC 70,702 Prozent erzielte. 

Auf Ein-Sterne-Niveau gab es erneut starke und erfolgreiche rheinische Beteiligung. Den CDI1* Prix St-Georges entschied Warwick McLean für sich, der zwar Australien repräsentiert, aber im rheinischen Tönisvorst beheimatet ist und für den RV Vorst an den Start geht. Mit Abtawald’s Götterfunke, einem neun Jahre jungen Oldenburger, sicherte er sich 70,294 Prozent und die Goldschleife. Rang zwei ging an Bianca Schütz, die die Vereinigten Arabischen Emirate repräsentierte, im Sattel von Le Grand Ayden HB mit 68,529 Prozent. Laura-Franziska Riegel vom Akademischen Reitclub Bonn war gleich mit zwei Pferden erfolgreich unterwegs. Mit Caty OLD, einer zwölfjährigen Sir Donnerhall-Tochter aus der Oldenburger Zucht, wurde sie Dritte – die beiden wurden für ihre harmonische Darbietung mit 68,333 Prozent belohnt. Und auch mit demHannoveranerwallach Dior wusste die Rheinländerin zu überzeugen: Der2012 geborene De Niro-Nachkomme trabte zu 68,235 Prozent und damit Rang vier. Auf Rang fünf reihte sich mit dem Spanier Fernando Esteban Ruiz zudem ein Reiter vom Förderkreis Dressur Neuss ein. Er stellte den 2015 geborenen Oldenburger Danclair vor und erhielt eine Bewertung von 67,451 Prozent. Last but not least wurde Tara Schneider aus Düsseldorf, startend für den RV Volkardey, Neunte. Mit ihrem westfälisch gezogenen Wallach For Deluxe erzielte sie 65,539 Prozent. 

In der CDI1* Intermediate I war das Podium dann komplett rheinisch besetzt. Hier siegten Laura-Franziska Riegel und Caty OLD mit 69,167 Prozent vor Warwick McLan und Abtawald’s Götterfunke mit 68,627 Prozent. Rang drei ging zudem ebenfalls an Laura-Franziska Riegel, die mit Dior 67,941 Prozent einholte. Fernando Esteban Ruiz wurde in dieser Prüfung Vierter (67,304 Prozent), Tara Schneider zudem Siebte (65,932 Prozent). 

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