AlpenVeen

Heimsieg für Keisers, Eberhard und Ingenerf

Der RV Eintracht Veen hat die grüne Saison erfolgreich eröffnet.

Besser hätte der Auftakt in die Freiluftsaison kaum verlaufen können. Beim Reit- und Springturnier des RV Eintracht Veen präsentierten Reiterinnen und Reiter aus dem Rheinland und Westfalen an zwei Tagen hochklassigen Pferdesport und sorgten gleichzeitig für umjubelte Heimsiege. Für einen der sportlichen Höhepunkte gleich zu Beginn sorgte Lokalmatador Georg Keisers. In der Springpferdeprüfung der Klasse L zeigte er auf der hervorragend präparierten Anlage am Alpener Bergweg eine nahezu perfekte Runde. Mit viel Übersicht, gleichmäßigem Tempo und großer Balance stellte er den niederländisch gezogenen Schimmelwallach Cyrill vor. Das Richterduo Achim Lennartz und Frank Maasberg honorierte die Vorstellung mit einer Wertnote von 8,5, einer der höchsten des Turniers. Franziska Cleven (Equestrian Sports Team) musste sich mit FBW Holla die Waldfee (8,3) knapp geschlagen geben. 

Den Auftakt des Turniers bildete eine L-Dressur auf Kandare, in der vor allem feine Hilfengebung und präzise Einwirkung gefragt waren. Diese Anforderungen erfüllte Anja Langenberg vom benachbarten RV Sonsbeck auf Zabalou am überzeugendsten und sicherte sich mit einer Wertnote von 7,8 den Sieg. Insgesamt hatte das Organisationsteam um Werner Keisers rund 30 Prüfungen ausgeschrieben. Ein breites Programm, das den Übergang von der Hallensaison in die Freiluftsaison markierte. Während in der Halle konstante Bedingungen herrschen, müssen sich Pferd und Reiter draußen mit Witterung, neuen Eindrücken und größerer Ablenkung auseinandersetzen. Dass dies in Veen hervorragend gelang, zeigte sich in vielen Prüfungen. 

So auch in der mittelschweren Dressurreiterprüfung, die Romy Weber, Koblenz, auf Fabelhaft mit einer harmonischen und ausbalancierten Vorstellung gewann (8,4). Dahinter platzierte sich Anna-Lena Krahnen (Geldern) auf Dynoro (8,2). Die anschließende M-Dressur auf Kandare entschied Marina WelbersSonsbeck, mit Friedrichshof Date Night (7,4) für sich. Beste Veenerin war hier Isabella Hillemann-Weerts, die mit Django Rang vier belegte.Auch der Springsport bot zahlreiche Höhepunkte. Nicht zuletzt als Austragungsort von Qualifikationen zum Rasenchampionat. In der Springpferdeprüfung der Klasse A setzte sich Malin Terhoeven-Urselmanns (Keppeln) auf Mephistos Magic Touch (8,3) durch. Vereinskollegin Marit Geßmann überzeugte auf E-Niveau mit Limbo (8,6), während Lena Schmid (Asperden-Kessel) im A**-Springen einen starken zweiten Platz belegte. Im Ü40 Spring-Cup Rheinland sammelte Hans Herzig (Krefeld) mit seinem Sieg auf Jalisco vd Voorde wichtige Punkte. Goldschleife auch für die Veener Reiterin Veronika Eberhard auf Maracuja im A-Springen mit Idealzeit vor Luisa Hendricks, Asperden-Kessel, auf Cyra. 

Den krönenden Abschluss bildete die Springprüfung der Klasse M** mit Siegerrunde – ein packendes Finale vor vollen Zuschauerrängen. Hier setzte sich mit Jana Ingenerf auf Caya erneut eine Reiterin aus Veen durch und sorgte für großen Jubel beim Heimpublikum. Platz zwei ging an Victoria Katharina Kempen von der RSG Niederrhein mit Despacito. Neben den sportlichen Erfolgen war es vor allem die Atmosphäre, die das Turnier auszeichnete. „Es hätte aus unserer Sicht nicht besser laufen können“, resümierte Geschäftsführerin Jana Jürgensmeyer-Müller. „Tolles Wetter, großartige Leistungen und ein enormer Besucherandrang“, ergänzt ihre Stellvertreterin Denise Schiel. Überall auf der Anlage waren zufriedene Gesichter zu sehen bei Aktiven ebenso wie bei Gästen. 

Dass das Turnier in Veen einen besonderen Stellenwert hat, bestätigten viele Teilnehmer. Die familiäre Stimmung, die reibungslose Organisation und das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer machen den Wettbewerb seit Jahren zu einem festen Bestandteil im Turnierkalender. Selbst Besucher ohne direkten Bezug zum Pferdesport ließen sich von der Atmosphäre mitreißen und genossen einen rundum gelungenen Tag am Bergweg. Der RV Eintracht Veen hat damit einmal mehr bewiesen: Der Start in die Grüne Saison kann nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch gesellschaftlich ein echtes Highlight sein. 

Stephan Derks 

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