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Die EM im Visier

Beim internationalen Vielseitigkeitsturnier im belgischen Orp-le-Grand setzte sich am vergangenen Wochenende insbesondere der deutsche Nachwuchs in Szene. In der langen Zwei-Sterne-Prüfung (CCI2*-L) dominierte allen voran Milla Staade das Geschehen – und das gleich mit zwei Pferden.

Bereits nach der Dressur übernahm die 16-Jährige im Sattel des Holsteiners Christ William die Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Mit einem Dressurergebnis von 27,7 Minuspunkten legte sie den Grundstein für ihren ersten internationalen Sieg im Großpferdelager. Im Gelände sowie im abschließenden Springen blieb das Paar fehlerfrei und sicherte sich damit souverän den Gesamtsieg der Prüfung.

Staade mit Top-Leistung

Doch damit nicht genug: Auch mit ihrem zweiten Pferd, der Cascadello-Tochter Cascablanca, zeigte Staade eine starke Leistung. Nach ebenfalls konstanten Runden in allen drei Teilprüfungen belegte sie mit 32,9 Minuspunkten zusätzlich Rang vier.

Milla Staade und Teresa Leowald belegten Platz eins und zwei in Belgien. Foto: privat

Leowald wird Zweite

Auf Rang zwei der CCI2*-L folgte Teresa Leowald mit dem Hannoveraner-Wallach DJ Continus, die erst kürzlich den Preis der Besten gewinnen konnte. Mit einem persönlichen Bestergebnis von 27,8 Minuspunkten in der Dressur sowie fehlerfreien Runden im Gelände und Springen blieb auch sie ohne zusätzliche Strafpunkte und beendete die Prüfung auf dem zweiten Platz.

Für beide Reiterinnen hatte das Wochenende zudem eine besondere sportliche Bedeutung. Sowohl Staade als auch Leowald erfüllen mit ihren Ergebnissen die sogenannten Minimum Eligibility Requirements (MER) der FEI für eine mögliche Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften, die Ende August im schwedischen Segersjö stattfinden.

Bestes internationales Ergebnis für Hoffmann

Auch Neil Hoffmann konnte in Orp-le-Grand punkten. Der 17-jährige Düsseldorfer belegte in der CCI2*-L mit Lynnlane den vierten Platz und erzielte damit sein bislang bestes internationales Ergebnis auf diesem Niveau. Bereits in der Dressur legte das Paar mit 35,0 Minuspunkten eine solide Grundlage. Im Gelände kamen lediglich einige Zeitstrafpunkte hinzu, während sie im abschließenden Springen fehlerfrei blieben. Mit einem Endstand von 39,4 Minuspunkten behauptete sich Hoffmann damit sicher im vorderen Feld eines international besetzten Starterfeldes.

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