Ein hochspannendes Weltcup-Finale in Fort Worth endete mit einem Premieren-Sieg für Kent Farrington – und starken deutschen Leistungen: Daniel Deußer sicherte sich mit Otello de Guldenboom Rang zwei, Rene Dittmer wurde bei seinem Finaldebüt Vierter, Richard Vogel ritt noch in die Top Ten.
Deußer in bestechender Form
Daniel Deußer präsentierte sich mit Otello de Guldenboom über das gesamte Wochenende hinweg in bestechender Form. Bereits im ersten Umlauf des Finaltages gehörte das Paar zu den wenigen, die den technisch und konditionell fordernden Parcours fehlerfrei bewältigen konnten. Auch im zweiten Umlauf blieb Deußer ohne Abwurf und bestätigte damit seine Konstanz auf höchstem Niveau. Mit makellosen Runden am Finaltag arbeitete er sich auf den zweiten Gesamtrang vor, der Sieg schien zum Greifen nah. Letztlich reichte es knapp nicht für den ganz großen Erfolg – das Paar wurde Zweiter.

Farrington nicht zu schlagen
Den Sieg ließ sich Kent Farrington trotz eines Fehlers im Verlauf des Finaltages nicht mehr nehmen. Der Weltranglistenerste zeigte mit Greya über alle Wertungsprüfungen hinweg die konstanteste Leistung und behielt auch in der entscheidenden Phase die Kontrolle. Seine Ritte zeichneten sich durch hohes Tempo, Präzision und große Übersicht aus, sodass er sich am Ende verdient an die Spitze setzte.
Rene Dittmer überraschte
Für eine der positivsten Überraschungen sorgte Rene Dittmer. Der Reiter aus Stade absolvierte mit dem elfjährigen Cody sein erstes Weltcup-Finale und überzeugte mit bemerkenswerter Konstanz. Während viele etablierte Paare mit den anspruchsvollen Parcours zu kämpfen hatten, zeigte Dittmer durchgehend sichere und harmonische Runden. Auch im Finale blieb er ohne Abwurf und verpasste das Podium nur denkbar knapp. Punktgleich mit der drittplatzierten US-Amerikanerin Katherine Dinan, verbuchte Dittmer schließlich die etwas langsamere Zeit – das bedeutete am Ende Rang vier.

Richard Vogel Neunter
Richard Vogel gelang am Schlusstag eine deutliche Steigerung. Nach kleineren Schwierigkeiten in den ersten Wertungsprüfungen fand der Europameister im Finale zu seiner gewohnten Sicherheit zurück und zeigte mit dem noch vergleichsweise unerfahrenen Gangster Montdesir zwei fehlerfreie Runden. Mit dieser Leistung verbesserte er sich noch in die Top Ten und belegte am Ende Rang neun.
Pech für Stühlmeyer
Nicht nach Plan verlief das Finale hingegen für Patrick Stühlmeyer. Nach guten Leistungen in den vorangegangenen Prüfungen kam es im ersten Umlauf des Finaltages zu Problemen an einer Kombination, sodass das Paar den Wettbewerb vorzeitig beenden musste.




