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Merle Franken triumphiert im Stechen – Nachwuchstalente begeistern in Goch

Hochklassiger Nachwuchssport, spannende Entscheidungen und strahlende Gesichter: Das Reit- und Springturnier des Clubs der Pferdefreunde an der Kalbecker Straße bot im März beste Werbung für den Reitsport von morgen. Den krönenden Abschluss setzte ein packendes Zwei-Sterne-Springen der Klasse A, das an Spannung kaum zu überbieten war. Parcourschef Renè Lamers hatte die Anforderungen bewusst fair, aber anspruchsvoll gestaltet. Die 22 Teilnehmer mussten im Normalumlauf nicht nur fehlerfrei bleiben, sondern auch ein Gefühl für Tempo und Linienführung entwickeln, um den Einzug ins Stechen zu schaffen. Präzision war gefragt und auch Mut an den richtigen Stellen. Acht Reiterinnen und Reiter meisterten diese Aufgabe ohne Strafpunkte. Unter ihnen auch Merle Franken vom RV von Bredow Keppeln, die ihre Stute Caliba im ersten Umlauf noch kontrolliert vorstellte. Im entscheidenden Stechen zeigte sie dann ihr ganzes Können. Mit einer idealen Mischung aus Tempo und Übersicht flog sie förmlich über den Parcours und setzte sich souverän an die Spitze. Weder Mika Duvenhorst aus Asperden-Kessel auf Crowina Z noch Rieke Theis auf Little Jo konnten ihre Zeit unterbieten. Ein mitreißendes Finale, das von den Zuschauern mit viel Applaus honoriert wurde. 

Bereits zum Auftakt hatte das Turnier mit einer Dressurprüfung der Einstiegsklasse überzeugt. Hier bewerteten die Richter Dieter Kempken und Achim Lennartz die Leistungen der jungen Reiterinnen und Reiter, die mit viel Feingefühl und beachtlicher Technik im Sattel überzeugten. Den Sieg sicherte sich Juli Küsters, Goch, auf Kideli mit einer Wertnote von 7,7. Dahinter folgten Vereinskollegin Jane Bückers mit Pikatchu (7,5) und Milla Krogull, Keppeln, auf No time to Die (7,4). Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt auch die Führzügelklasse, in der die jüngsten Teilnehmer erste Turniererfahrungen sammeln konnten. Mit einer herausragenden Wertnote von 8,4 setzte sich Malina Urban, Keppeln, auf Simon an die Spitze. Sophie Haßler, Goch, auf Jarno und Finn Schmitz, Grevenbroich, mit Joep teilten sich mit jeweils 8,0 Punkten den zweiten Platz. Ebenfalls eine 8,0 erhielt Violett Schubert, Aldekerk, die ihr Pony Daytona sicher über die Hindernisse der Stilspringprüfung lenkte. Das Verhalten des Starterpaares vor, während, nach und zwischen den Sprüngen überzeugte deutlich. 

Überhaupt bot das Gocher Nachwuchsturnier ein breites Spektrum an Prüfungen. Angefangen bei der Führzügelklasse, den Reiterwettbewerben über Dressuren der Klassen E und A bis hin zu Springprüfungen mit Hindernishöhen von 50 bis 100 Zentimetern. Damit wurde nicht nur sportliche Vielfalt geboten, sondern auch eine ideale Plattform für den Reiternachwuchs geschaffen. Turnierleiterin Franziska Tönnißen zog entsprechend ein rundum positives Fazit: „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Turnier mit gutem Sport. Sowohl die Nennungszahlen als auch die Leistungen haben unsere Erwartungen übertroffen.“ Besonders erfreulich sei gewesen, dass auch die jüngsten Teilnehmer unter hervorragenden Bedingungen ihr Können zeigen konnten. Am Ende blieb vor allem eines, zufriedene Gesichter auf allen Seiten. Teilnehmer, Zuschauer und Veranstalter erlebten ein gelungenes Wochenende, das eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und vielversprechend der Nachwuchs im Reitsport ist.  

Stephan Derks

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