Die neue FN- bzw. Pferdesport Deutschland Website.
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Neue FN-Marke für „Pferdewohl, Wissen und Fair Play“

Im Rahmen der spoga Horse in Köln war am Sonntag „Kick-off“ für die neue Marke der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, „Pferdesport Deutschland“. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Dennis Peiler hat erklärt, was darunter zu verstehen ist und wofür sie steht.

Nach außen wurde eine neue Marke gegründet, mit der die FN ihre Werte klarer machen will, nach innen fand ein Umstruktierungsprozess statt, im Zuge dessen das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) innerhalb der FN aufging. Es soll aber in seiner Identität und sportlichen Funktion als Abteilung „Leistungssport/DOKR“ innerhalb der FN erhalten bleiben. Nur hat man nun nicht mehr zwei Verbände, für die Jahresabschlüsse gemacht werden müssen, sondern nur noch einen. So sollen die Abläufe schlanker, effizienter und damit auch kostengünstiger werden. Auch der Begriff FN bleibt vorerst, da die Deutsche Reiterliche Vereinigung als Rechtskörper weiter besteht.

Pferdesport Deutschland – drei Werte

Pferdesport Deutschland soll für drei zentrale Werte stehen, erklärte Peiler weiter: „1. Pferdewohl, 2. Wissen ums Pferd, 3. Fair Play und Fairness“. Letzteres umfasse sowohl die Wettbewerbsgleichheit als auch den Schutz der Pferde.

Zum Thema Pferdewohl erklärte Peiler, seine Vision sei es, „das Regelwerk deckungsgleich mit der Wirklichkeit zu bekommen“. Er ist überzeugt, wenn Pferdesport richtig betrieben wird, ist das mit dem Pferdewohl nicht nur zu vereinbaren, sondern entspreche diesem.

Gleichzeitig soll mit der Marke aber auch gesagt werden, dass es bei der FN nicht nur um Spitzensport geht. „Pferdesport Deutschland steht für unser Selbstverständnis: Wir sind eine Gemeinschaft. Wir stehen für Pferdesport mit Herz und Haltung“, so Peiler. Jeder der sich mit den drei obigen Werten identifiziere, finde unter dem Dach Pferdesport Deutschland ein Zuhause – vom Züchter über den Pferdeliebhaber, der in seiner Freizeit reitet, bis hin zum Olympiasieger.

„Unser Ziel ist es, die ungebrochene Begeisterung fürs Pferd in noch mehr Verantwortung münden zu lassen. Für eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Für ein respektvolles Miteinander und fairen Sport. Für ein Leben mit Pferden“, subsummierte der FN-Vorstand.

WM-Ausblick

Die Vorstellung der neuen Marke bot auch die Gelegenheit, um auf die kommende Saison zu schauen, in der Aachen bekanntlich Ausrichter der Weltmeisterschaften ist.

Dressur/Para-Dressur

So erklärte Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu, dass wie immer die Deutsche Meisterschaft in Balve vom 4. bis 7. Juni die erste offizielle Sichtung ist. Das gilt übrigens nicht nur für ihre Schützlinge, sondern auch für die Para-Dressurreiter von Silke Fütterer-Sommer, die parallel ihre nationalen Champions küren. Schon vorher gibt es eine Pflicht-Sichtung in Aachen vom 8. bis 11. April. Weitere Sichtungsmöglichkeiten für die Para-Dressurreiter sind Waregem/BEL (25. bis 26. April), Mannheim (1. bis 5. Mai) und Stadl-Paura (25. bis 28. Juni). Wer zur WM will, muss mindestens drei Sichtungen geritten sein.

Für die Dressurreiter ist normalerweise der CHIO Aachen die zweite und finale Sichtung vor dem jeweiligen Championat. Wegen der WM findet jedoch kein CHIO statt. Der Dressur-Nationenpreis wird stattdessen vom 1. bis 5. Juli auf dem Hof Kasselmann ausgetragen. Das ist die zweite Sichtung vor der WM in Aachen.

Springen

Die Springreiter sind freier in ihrer Saisonplanung. Sie stimmen ihre Turniere individuell mit Bundestrainer Otto Becker ab. Aber der Tag der Wahrheit ist auch hier der 27. Juli. Das ist der Nennungsschluss für alle Disziplinen.

Vielseitigkeit

Auch die Vielseitigkeitsreiter können sich ihre Saisonplanung weitgehend selbst zurechtlegen. Sie sollen mindestens zweimal in Vier- und/oder Fünf-Sterne-Pürfungen an den Start gehen und entsprechende Ergebnisse abliefern. Die Teilnahme an den Prüfungen in Marbach (14. bis 17. Mai), wo dieses Jahr erstmals ein Nationenpreis stattfindet, und Luhmühlen (17. bis 21. Juni) wird „empfohlen“. Der einzige Pflichttermin für die Paare, die sich bis dahin haben empfehlen können, ist das Nationenpreisturnier in Acenches (16. bis 19. Juli). Da ist vier Wochen vor der WM. Danach wird die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben.

Fahren/Voltigieren

Verpflichtend für die Vierspänner ist die Deutsche Meisterschaft in Rastede vom 21. bis 26. Juli. Alle anderen Starts werden auch hier mit dem Bundestrainer abgesprochen.

Die Voltigierer müssen an wenigstens zwei internationalen Turnieren teilgenommen haben. Diejenigen, die sich bis dahin haben hervortun können, erhalten eine Einladung zum Nationenpreisturnier in Warendorf (10. bis 14. Juni). Danach wird nominiert.

WM-Wünsche

Nach ihren Wünschen für die Weltmeisterschaften gefragt, schmunzelte Monica Theodorescu: „Wir sind zur Zeit nicht Mannschaftsweltmeister. Das ist so ein bisschen …“ Ihr Ziel ist also klar: Mannschaftsgold. „Und Einzelmedaillen wären auch gut. „In Gedanken arbeite ich schon länger daran, dass wir da möglichst ganz oben stehen – und das auch im Einzel.“

Eine Mannschaftsmedaille sei auch das Ziel für die Springreiter, stellt Otto Becker in Aussicht.

Dennis Peiler stellt erstmal seine ideellen Ziele in den Vordergrund: „Da sind 550.000 Menschen anwesend, das ist eine einmalige Chance, für den Pferdesport zu werben. Es wäre toll, wenn am Ende viele Kinder sagen, ,Ich möchte Reiten lernen!'“ Und: „Es wäre toll, wenn vom Spitzensport Signale für Sport und Zucht ausgehen.“ Aber auch: „Ich möchte im Medaillenspiegel ganz oben stehen.“

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