
Eine neue Nummer eins bei den Springreitern, ein Dauerbrenner auf dem Viereck – die neuen FEI-Weltranglisten sind da.
Bei den Springreitern hat Scott Brash im ersten Monat des Jahres bereits sage und schreibe fünf Große Preise auf Drei- und Fünf-Sterne-Niveau gewonnen, alles bei der Doha Equestrian Tour. Nun ist der die neue Nummer eins der Weltrangliste – eine Position, die allerdings nur am Rande etwas mit seinen jüngsten Erfolgen zu tun hat, wie Brash sagt:
„Für mich geht es beim Erreichen der Nummer eins nie nur um ein paar aktuelle Erfolge. Es ist etwas, das man sich über viele Jahre hinweg still und geduldig erarbeitet. Im Umgang mit Pferden entsteht Erfolg durch die Zeit, die man in sie investiert, das Vertrauen, das man aufbaut, und das Wissen, dass es ein langer Weg ist. Deshalb ist es so besonders, hier mit solch außergewöhnlichen Pferden zu stehen, die alle in absoluter Topform sind. Dies ist auch ein Moment, um meinen Besitzern zu danken, die mich so viele Jahre lang mit Vertrauen und Glauben unterstützt haben, und unseren Partnern, deren Unterstützung so vieles möglich macht. Mein Fokus ist nun ganz einfach: die Pferde so fit, gesund und glücklich wie möglich zu halten. Alles andere ergibt sich daraus.“
Und überhaupt sei das nicht nur sein Verdienst, sondern dazu gehören viele weitere Menschen im Hintergrund: „Ich bin unglaublich stolz, wieder die Nummer eins der Welt zu sein. Vor allem aber ist das ein Verdienst des außergewöhnlichen Teams um mich herum – der Menschen, die jeden Tag unermüdlich arbeiten und sich mit so viel Liebe und Hingabe um unsere Pferde kümmern. Sie sorgen dafür, dass es den Pferden so gut wie möglich geht und dass wir unsere Arbeit machen können. Sie halten alles am Laufen“, gibt Brash seine Lorbeeren weiter.
Die Top Ten der Springreiter
Die Nummer zwei hinter Brash ist nun der US-Amerikaner Kent Farrington, der vorher an der Spitze des Rankings stand. Dritter ist Brashs Landsmann und vielfacher Teamkollege Ben Maher. Der belgische Mannschaftseuropameister und Einzel-Bronzegewinner Gilles Thomas ist Vierter vor Christian Kukuk, der die Top fünf abschließt.
An sechster Stelle konnte sich ein weiterer Deutscher behaupten: Richard Vogel. Siebter ist nun Julien Epaillard, der sich um drei Plätze verbessern konnte nach unter anderem seinem Triumph im Weltcup-Springen von Amsterdam.
Helena Stormanns‘ Schützling Nina Mallevaey aus Frankreich ist auf Platz acht nicht nur die einzige Frau unter den Top Ten, sie ist auch die jüngste Reiterin, der das in den letzten 20 Jahren gelungen ist (und davor vermutlich auch).
Neu unter den Top Ten ist der vorher elftplatzierte Ire Daniel Coyle an neunter Stelle vor Schlusslicht McLain Ward.
Dressur
In der Dressur ist nach wie vor Justin Verboomen die unangefochtene Nummer eins. Isabell Werth hat sich um einen Platz von Rang drei auf zwei verbessert, während die Britin Charlotte Fry an vierter Stelle rangiert und ihre Landsleute Becky Moody und Carl Hester die Top fünf komplettieren.
Sechster ist weiterhin Frederic Wandres, nun vor Patrik Kittel, der sich um zwei Ränge nach vorne geschoben hat. Isabel Freese ist Achte für Norwegen. Christian Simonson ist ein neues Gesicht unter den Top Ten. Der 23-Jährige ist aktuell der erfolgreichste US-Dressurreiter und bildet mit seinem vierbeinigen Partner Indian Rock zusammen mit Marcus Orlob/Jane den wieder neu besetzten Elite-Kader der US Equestrian Federation fürs Viereck.
Abgerundet werden die Top Ten auf dem Viereck durch die Schwedin Maria von Essen.





