Bilderbuchstechen vor ausverkauftem Haus: Julien Epaillard und Donatello d'Auge in Amsterdam. Foto: FEI/Leanjo de Koster
Bilderbuchstechen vor ausverkauftem Haus: Julien Epaillard und Donatello d'Auge in Amsterdam. Foto: FEI/Leanjo de Koster

Julien Epaillard Master of Faster in Amsterdam

Bilderbuchstechen vor ausverkauftem Haus: Julien Epaillard und Donatello d'Auge in Amsterdam. Foto: FEI/Leanjo de Koster
Bilderbuchstechen vor ausverkauftem Haus: Julien Epaillard und Donatello d’Auge in Amsterdam. Foto: FEI/Leanjo de Koster

Wenn Frankreichs Julien Epaillard im Stechen dabei ist, weiß man: Das wird schnell. So war es auch im Weltcup-Springen von Amsterdam.

13 bis 15 Paare würden es fehlerfrei über den von Louis Koninckx konzipierten Normalparcours ins Stechen schaffen, war die Schätzung von Julien Epaillard. Er lag knapp daneben. Zwölf wurden es. Julien Epaillard und der selbstgezogene Donatello d’Auge waren das fünfte dieser zwölf Paare mit Chance auf den Jackpot. Wie es sich anfühlt, in Amsterdam zu siegen, weiß Epaillard. 2023 hatte er mit Donatello d’Auge hier schon einmal gewonnen. Diesmal treten sie bei allen Etappen als Weltcup-Titelverteidiger an.

100 Prozent Effizienz

Der Rolle wurden die beiden einmal mehr voll gerecht. Bis sie an der Reihe waren, hatten Penelope Leprevost und ihr Cardento-Sohn Ehning Flamingo die Führung inne. Epaillard und sein 13-jähriger Jarnac-Sohn pulverisierten ihre Zeit geradezu, Führung mit über acht Sekunden Vorsprung. Dabei sah das Stechen der beiden noch nicht einmal verrückt schnell aus. Aber die Runde war hundertprozentig auf Effizienz getrimmt – jeder Galoppsprung, der zu sparen war, wurde eingespart war, keine Millisekunde über den Stangen verschenkt, jede Wendung klappte auf dem Teller. Bei 39,87 Sekunden stoppte die Uhr. Eine Superzeit. Aber ob es reichen würde, war noch längst nicht klar, denn da kamen unter anderem noch ein Gilles Thomas mit Mechelen-Siegerin Qalista und ein Willem Greve mit Stuttgart- und La Coruña-Siegerin Pretty Woman van’t Paradijs. Die versuchten auch alles. Aber es reichte nicht. Sie bissen sich sowohl an der Zeit die Zähne aus und Fehler hatten sie auch noch.

Die Platzierten

So konnte Julien Epaillard zum zweiten Mal nach 2023 den Sieg in Amsterdam mit nach Hause nehmen. Platz zwei ging an den Schweizer Alain Jufer auf Dante MM (0/41,58). Den dritten Rang schnappten sich Belgiens Stilist Niels Bruynseels und sein 17-jähriger Routinier Deluxe van T&L.

Über den vierten Platz konnte sich Patrick Stühlmeyer mit Baloutaire PS freuen. Am Tag zuvor war Stühlmeyer bereits Vierter im Großen Preis gewesen, hier auf Conterno-Blue PS beim Sieg von Frank Schuttert auf Isis.

Ebenfalls unter den Platzierten im Weltcup: Philipp Schulze-Topphoff mit seiner Comme il faut-Tochter Carla, die diesmal allerdings zwei Abwürfe hatte, was schlussendlich Rang zehn bedeutete.

Weltcup-Gesamtwertung

Die 18 punktbesten Paare der Westeuropa-Liga qualifizieren sich für das Weltcup-Finale 2026 im April in Fort Worth. Angeführt wird das Ranking nach Amsterdam von Titelverteidiger Epaillard vor Willem Greve und Richard Vogel. Daniel Deußer hat als Siebter ebenfalls beste Chancen. Philipp Schulze-Topphoff liegt als Nummer 15 gut im Rennen.

Patrick Stühlmeyer hat sich mit seinem vierten Platz in Amsterdam plötzlich in Reichweite eines Startplatzes geschoben. Er ist die Nummer 18.

Alle Ergebnisse sowie den Weltcup-Zwischenstand finden Sie hier.

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