Don Macchiavelli unter Manuel Springhetti beim Wiesbadener Pfingstturnier 2025. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Don Macchiavelli unter Manuel Springhetti beim Wiesbadener Pfingstturnier 2025. Foto: Sportfotos-lafrentz.de

Nachwuchs-Grand Prix-Pferd Don Macchiavelli in die USA

Don Macchiavelli unter Manuel Springhetti beim Wiesbadener Pfingstturnier 2025. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Don Macchiavelli unter Manuel Springhetti beim Wiesbadener Pfingstturnier 2025. Foto: Sportfotos-lafrentz.de

Das Zen Elite Equestrian Center in den USA, das unter anderem die Olympiamedaillengewinnerin Adrienne Lyle mit Pferden versorgt, hat in den letzten Jahren en gros in Pferde aus Europa investiert. Der neueste Ankauf kommt aus Deutschland: Don Macchiavelli von Manuel Springhetti.

Laut Eurodressage hat die Gründerin und Besitzerin des Zen Elite Equestrian Centers, Heidi Humphries, den Ankauf des zehnjährigen Don Macchiavelli bestätigt. Der von Ulrich Heitmann gezogene Hannoveraner v. Don Nobless soll Nachwuchspferd für Adrienne Lyle werden. Zuletzt war er turniermäßig von Manuel Springhetti vorgestellt worden, unter anderem bei den Piaff Förderpreis-Etappen in Hamburg und Wiesbaden, wo er mit jeweils knapp 70 Prozent Vierter geworden war.

Adrienne Lyle

Adrienne Lyle gehörte zu den erfolgreichsten Dressurreiterinnen der USA. Doch nachdem ihr Toppferd Salvino, mit dem sie Mannschaftssilber bei den Weltreiterspielen 2018 und den Olympischen Spielen 2021 gewonnen hat, in Rente gegangen ist, ist es ruhiger um sie geworden.

Zwar war sie mit dem von der Schwedin Marina Matsson übernommenen Helix bei den Olympischen Spielen in Paris sowie dem Weltcup-Finale 2025 am Start, konnte hier aber nicht überzeugen. Helix war ebenso vom Zen Elite Equestrian Center für Lyle erworben worden, wie der belgische Wallach Lars van den Hoenderheide, der zuvor von Charlotte Fry ausgebildet worden war. Der war allerdings schon seit Juni vergangenen Jahres auf keinem Turnier mehr.

Heidi Humphries

Mit dem in der Nähe von Fort Lauderdale, Florida, angesiedelten Zen Elite Equestrian Center hat sich die US-Amerikanerin Heidi Humphries einen Lebenstraum erfüllt. Dem US-Reiterverband USEF sagte sie einst, als Kind habe sie zwei große Lieben gehabt: Pferd und Babies. Beide haben ihr Leben geprägt. Humphries ist ausgebildete Kinderkrankenschwester mit Spezialisierung auf Neugeborene. Sie muss aber auch ein ausgesprochenes unternehmerisches Talent haben, denn das Geld, mit dem sie ihren Turnierstall finanziert, hat sie als Gründerin von Spectra Baby USA verdient, einer Firma, die Produkte für stillende Mütter herstellt.

Prominente Einkäufe

In den letzten Jahren hat Humphries einige sehr prominente Pferde in Europa eingekauft, zum Beispiel den Westfalen Bohemian, der von Cathrine Laudrup-Dufour zu einem 80 Prozent Grand Prix Pferd ausgebildet worden war und mit ihr erst bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio am Start gewesen war, ehe sie zwei Bronze- und eine Silbermedaille bei der EM in Hagen gewannen. Nachdem der heute 15-jährige Wallach erst nach Korea verkauft worden war, dann kurzzeitig unter Patrik ging und wieder verkauft werden sollte, erwarb Humphries ihn für den ebenfalls von ihr unterstützten Endel Ots, der sich mit ihm Hoffnung auf einen Startplatz in Paris machte. Doch daraus wurde nichts. Dieses Jahr war Bohemian bei der FEI nicht fortgeschrieben worden.

Ein anderes Championatspferd, das aus Europa nach Fort Lauderdale wechselte, war der KWPN-Hengst Indian Rock. Mit Emmelie Scholtens hatte er die Niederlande sowohl bei der EM 2023 als auch bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten. In den USA wird er nun von dem 23-jährigen Christian Simonson geritten, der mit dem Hengst jüngst die US-amerikanischen Grand Prix-Meisterschaften gewinnen konnte und mit ihm auch seine ersten internationalen Grand Prix-Turniere bestritten hat. Er hat außerdem auch den von Adelinde Cornelissen ausgebildeten Fleau de Baian unter dem Sattel, den Vollbruder zu Cornelissens Parzival, der 2017 Siebter der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde gewesen war.

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