Deutschland gewinnt den Nationenpreis im Voltigieren vor Frankreich und Italien. Foto: van Bebber
Deutschland gewinnt den Nationenpreis im Voltigieren vor Frankreich und Italien. Foto: van Bebber

Nationenpreissieg für Deutschland

Deutschland gewinnt den Nationenpreis im Voltigieren vor Frankreich und Italien. Foto: van Bebber
Deutschland gewinnt den Nationenpreis im Voltigieren vor Frankreich und Italien. Foto: van Bebber

Mit zwei frischgebackenen Weltmeistern und der amtierenden Vizeweltmeisterin im Team waren die Aussichten für Deutschland im Nationenpreis Voltigieren von vorneherein gut. Doch sieben weitere Mannschaften machten es der Equipe um Bundestrainer Kai Vorberg nicht leicht, auch wenn am Ende Deutschland verdient oben auf dem Treppchen stand. 

Jeweils zwei Einzelstarter und eine Gruppe vertraten ihr Land im heutigen Nationenpreis, der einen krönenden Abschluss unter die Voltigierwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften 2026 setzte. Die Athleten, ihre Pferde und Longenführer gaben noch einmal alles im Rennen um die letzten drei Medaillen. Diese teilten nach einem packenden Finale Deutschland, Frankreich und Italien unter sich auf. 

Emotionaler Heimsieg

Als erste deutsche Starterin betrat Kathrin Meyer, die gestern schon Vizeweltmeisterin im Damen-Einzel wurde, den Zirkel. Erneut war sie mit Capitain Claus OLD an der Longe von Gesa Bührig unterwegs, um ihr Können zu zeigen. Und das gelang ihr auf ganzer Linie. 9,038 Punkte vergaben die Richter für ihren Auftritt – ein Ergebnis, das die ehrgeizige Athletin zu Tränen rührte. Weiter ging es anschließend mit der frischgebackenen Weltmeisterin Alice Layher. Hier und da nicht ganz so sicher wie auf dem gestrigen Weg zur Goldmedaille, zeigte sie dennoch eine beeindruckende Leistung, die ebenfalls mit 9,038 Punkten bewertet wurde. Ihre Partner des Erfolgs waren abermals die Stute FBW Candy und Longenführer Daniel Zembrot.

Das Team Norka Automation aus Köln-Dünnwald verzauberte Richter und Zuschauer mit einer dynamischen Kür. Foto: Thamm
Das Team Norka Automation aus Köln-Dünnwald verzauberte Richter und Zuschauer mit einer dynamischen Kür. Foto: Thamm

Die Gruppen brachten das Voltigierstadion nach kurzer Pause dann erneut zum Beben. Die Noten stiegen von Nation zu Nation, was es für die drei letzten Mannschaften besonders spannend machte. Im Kampf um Edelmetall legte zunächst Italien gut vor – nach starken Auftritten von Davide Zanella (8,940 Punkte) und Rebecca Greggio (8,582 Punkte) erzielte die Gruppe souverän 8,791 Punkte. Danach kam Frankreich: Dorian Terrier setzte mit 8,810 Punkten ein klares Ausrufezeichen, das von Quentin Jabet – dem gestrigen Goldmedaillengewinner bei den Herren – noch mit 9,223 Punkten getoppt wurde. Eine progressive, abwechslungsreiche Kür kam bei den Wertungsrichtern gut an und brachte dem französischen Team zusätzliche 8,956 Punkte. Als letzte Gruppe lief dann das Team Norka Automation des Voltigiervereins Köln-Dünnwald unter großem Applaus des heimischen Publikums ins Stadion ein. Zu Musik von Rihanna inszenierten Gianna Ronca, Philip Goroncy, Larina Helpertz, Yara Jolie Scheel, Fabio Ring und Bela Lehnen bewährte, höchst anspruchsvolle Figuren in Kombination mit Trends aus der Voltigierszene und wurden für ihre sehr dynamische, fantastisch umgesetzte Vorstellung mit 9,233 Notenpunkten belohnt.  

Insgesamt 9,103 Punkte bescherten den deutschen Athleten somit eine weitere Goldmedaille vor Frankreich mit 8,996 Punkten und Italien mit 8,771 Punkten. „Was soll man dazu sagen? Es ist verrückt, ausgerechnet hier die Höchstnote der Saison zu erreichen”, freuen sich die Voltigierer angesichts dieses Ergebnisses. „Wir sind überglücklich.” 

Finale im Pas de Deux 

Dem Nationenpreis vorgelagert war die Finalprüfung der Doppelvoltigierer. Hier holten sich Theo Gardies und Noely Thibaudat aus Frankreich die Goldmedaille. Mit ihrem Pferd Sir Sensation, einem westfälisch gezogenen Wallach, und Sirine Abousaid an der Longe sicherten sie sich nach dem ersten Durchgang am Freitag und dem heutigen Finale ein Gesamtergebnis von 9,039 Punkten. Zu Silber voltigierten Rebecca Greggio und Davide Zanella aus Italien. Sie erreichten 8,982 Punkte auf dem Rücken von Malleret Romulus TS, der von Maud Bousignac Dumont longiert wurde. Bronze sicherten sich Jannik Heiland und Kimberly Hyks mit 8,303 Punkten. Ihr Pferd namens Crashkurs wurde longiert von Andrea Harwardt.

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