
„To be continued”, das ist das Motto dieser aufregenden ersten Tage der Weltmeisterschaften in Aachen. Zwar ist die Medaillen-Entscheidung in der Mannschaftsdressur bereits gestern gefallen – doch in der Einzelwertung bleibt es noch bis zum Wochenende spannend. So auch in der Vielseitigkeit, die heute mit der ersten von drei Teilprüfungen gestartet ist.
Los ging es für die weltbesten Vielseitigkeitssportler und ihre Pferde traditionell im Dressurviereck. Anders als in der reinen Dressur, machten sich 43 Paare aus den verschiedensten Nationen hier allerdings daran, nicht möglichst viele Punkte zu sammeln, sondern möglichst wenige – denn in der Vielseitigkeit stehen am Ende keine Prozent-, sondern Strafpunkte auf dem Konto.
Die vorläufige Führung übernimmt nach der ersten Hälfte des insgesamt 87 Teilnehmer umfassenden Starterfeldes Tom McEwen. Der Brite drehte im Sattel seines Holsteinerwallachs JL Dublin eine überzeugende Runde und kam nach dem Schlussgruß auf insgesamt 26,6 Strafpunkte. Hinter ihm reiht sich Jonelle Price mit 27,2 Strafpunkten ein. Die Ehefrau des neuseeländischen Vielseitigkeitsstars Tim Price, der morgen im zweiten Prüfungsteil an den Start gehen wird, hatte den Holsteiner Seno Crocodillo unter dem Sattel. Den vorläufig dritten Rang belegt Alexis Goury aus Frankreich, der mit seinem niederländisch gezogenen Hengst Je’vall 28,5 Strafpunkte erzielte. Mit 28,6 Strafpunkten ganz dicht dahinter belegt Malin Hansen-Hotopp momentan als beste Deutsche Rang vier. Ihr Holsteinerwallach Carlitos Quidditch K zeigte sich etwas beeindruckt von der Atmosphäre des Stadions, sodass sie ein paar kleinere Fehler in Kauf nehmen musste.
In der Teamwertung sieht die vorläufige Rangierung ähnlich aus: Neuseeland und Großbritannien liegen mit 55,9 Punkten gleichauf, während Deutschland mit 59,9 Punkten den dritten Platz belegt. Ob die deutsche Mannschaft, die neben Malin Hansen-Hotopp aus WM-Debütantin Libussa Lübbeke, Mehrfach-Weltmeister Michael Jung und Julia Krajewski, der ersten Frau mit olympischem Einzelgold in der Vielseitigkeit, besteht, auf Medaillenkurs bleibt, werden allerdings erst der Geländeritt am Samstag und das Springen am Sonntag zeigen.





