Charlotte Fry und Glamourdale. Foto: FEI/Benjamin Clark
Charlotte Fry und Glamourdale. Foto: FEI/Benjamin Clark

Werth Zweite im Grand Prix von Amsterdam

Charlotte Fry und Glamourdale. Foto: FEI/Benjamin Clark
Charlotte Fry und Glamourdale bei ihrem Weltcup-Sieg in Basel. Foto: FEI/Benjamin Clark

Die Weltcup-Serien der Dressur- und Springreiter machen dieses Wochenende Halt in Amsterdam. Wie gestern berichtet, trafen hier heute unter anderem Charlotte Fry und Isabell Werth mit ihren Toppferden aufeinander. Nach dem Grand Prix heißt es 1:0 für die Weltmeister.

Mit genau 80 Prozent hat sich das britische Duo Fry/Glamourdale gegen Isabell Werth und Wendy durchgesetzt, bei denen es 79,131 Prozent geworden waren.

Glamourdale begann in der Trabtour mit unter anderem sehr schönen Traversalen. Die Piaffen waren gesetzt und recht lebhaft, aber nicht immer ganz im Gleichmaß. Im Schritt marschierte der 15-jährige Lord Leatherdale-Sohn losgelassen los und dehnte sich an die Hand, hätte aber weiter vor- und übertreten dürfen. Im Galopp punktet Glamourdale mit seinem Raumgriff und seiner natürlichen Bergauftendenz. Allerdings wurde hier die Anlehnung zunehmend fester. Alles in allem aber eine gute Runde von den Weltcup-Titelverteidigern.

Isabell Werths hatte gestern auf Social Media veröffentlicht, dass sie sich für den Auftritt in Amsterdam für Wendy und gegen Quantaz entschieden hat, weil sie nach Basel das Bauchgefühl hatte, dass sie und Wendy „noch besser in den Flow kommen müssten“. In Basel sei die Stute im Grand Prix spannig gewesen, weil es im Abreitezelt so windig war, analysierte Werth später. In der Kür war sie schon viel konzentrierter.

Auch der heutige Ritt war nicht frei von Spannung, aber immerhin gelang es Werth, die Zweierwechsel heute fehlerfrei ins Viereck zu bringen. In den Einerwechseln gab es einen Fehler. Da sei Wendy „mit einem Stolperer reingekommen“, wie Werth gegenüber der Kollegin Kim Kreling erklärte. Lektionsfehler hatten die beiden ansonsten keine. Aber man wünschte sich eine leichtere Anlehnung und mehr Selbsthaltung. Zu den Highlights der Prüfung gehörten der starke Schritt und die letzte Piaffe.

Vier Richter gaben dem Paar um 80 Prozent, zwei hatten sie sogar auf Rang eins. Lediglich die Finnin Maria Colliander wünschte sich offenbar ebenfalls mehr Leichtigkeit und Losgelassenheit und vergab 74,783 Prozent.

Rang drei sicherte sich die Britin Becky Moody auf ihrem Dante Weltino-Sohn Jagerbomb mit einem neuen persönlichen Bestergebnis im Grand Prix von 77,239 Prozent – trotz eines Patzers in den doppelt zählenden Einerwechseln.

Die weiteren Platzierten

Das Amsterdamer Publikum dürfte seine besondere Freude an dem Paar auf dem vierten Platz gehabt haben, Marieke van der Putten mit Zantana. Oder korrekter Zantana RS2 OLD N.O.P. Die Oldenburger Stute aus der Lewitzer Zucht war mit ihrer Reiterin erstmals bei der EM in Crozet Teil der niederländischen Mannschaft. Ihren ersten Weltcup-Auftritt hatte sie in Mechelen, Amsterdam wird der zweite. Sie läutete ihn mit einer neuen Grand Prix-Bestmarke ihrer Karriere ein: 74,826 Prozent für einen Ritt mit Höhepunkten, aber immer wieder auch Spannungsmomenten.

Die gibt es auch noch bei Charlotte Dujardins zwölfjähriger All at Once-Tochter Alive and Kicking. Die Stute ist so eifrig bei der Arbeit, dass es in Richtung Hektik geht. Sie piaffiert und passagiert wie ein Metronom, aber man wünschte sich im Ganzen mehr Gelassenheit und insbesondere in den versammelten Lektionen mehr Erhabenheit. Mit 73,044 Prozent wurden die beiden Fünfte und konnten sich damit knapp gegen die schwedischen Weltcup-Sieger von 2024 durchsetzen, Patrik Kittel und Touchdown.

Der weitere deutsche Teilnehmer, Moritz Treffinger, ist in Amsterdam mit Fiderdance am Start. Mit genau 69 Prozent landeten die beiden auf Rang zehn.

Alle Ergebnisse aus Amsterdam finden Sie hier.

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